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IFRS-Nachrichten – März 2010

Klicken Sie hier für die Nachrichten vom Monat:

31. März 2010: Tagesordnung für die Sondersitzung des IASB am 8. April 2010
Der IASB wird am 8. April 2010 eine Sondersitzung in seinen Büroräumen in London abhalten. Die Verhandlung eines Tagesordnungspunkts findet gemeinsam mit dem FASB statt. Die Sitzung steht Beobachtern offen und wird im Internet übertragen. Nachfolgend geben wir die vorläufige Tagesordnung für die Sitzung wieder.

Tagesordnung für die Sondersitzung des IASB
8. April 2010, London

Donnerstag, 8. April 2010

IASB-Sitzung (12:45 - 14:15 Uhr Londoner Zeit)

bullet Jährliche Verbesserungen an den IFRS ─ 2008-2010
bullet Abfindungsleistungen
bullet Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Gemeinsame Sitzung mit dem FASB (14:30 - 16:00 Uhr Londoner Zeit)

bullet Ausbuchung – Unterrichtseinheit

 

31. März 2010: Projektübersicht im neuen Design
Der Internetauftritt des DRSC wird ab sofort wieder um eine Projektübersicht und die entsprechenden Projektseiten ergänzt, in denen die Projekte des IASB und des IFRS Interpretations Committee beschrieben werden. Im Rahmen der vollständigen Überarbeitung der Projektbeschreibungen wurde einerseits ein neues Design entwickelt und andererseits eine Ausdehnung auch auf die Projekte des DSR, des RIC und der EFRAG vorgenommen. Außerdem liefert die Projektübersicht Informationen zum Projektstatus in den entsprechenden Gremien, die jeweils für den Projektablauf relevant sind.

 

31. März 2010: EFRAG Update März 2010 erschienen

Die Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat die Märzausgabe 2010 des EFRAG Update-Newsletters veröffentlicht. Darin werden die jüngsten Erörterungen des Fachexpertenausschusses (Technical Experts Group, TEG) zusammengefasst.

bullet EFRAG Update-Newsletter vom März 2010 (in englischer Sprache, 174 KB)

 

31. März 2010: IDW PS 721 zur Abschlussprüfung nach dem Rundfunkstaatsvertrag
Der Hauptfachausschuss (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) verabschiedete am 11. März 2010 den IDW Prüfungsstandard: Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 16d Abs. 1 Satz 2 Rundfunkstaatsvertrag (IDW PS 721). Weitere Informationen finden Sie in der Presseerklärung des IDW.

 

31. März 2010: Konsolidierung von Zweckgesellschaften
Unsere US-amerikanischen Kollegen haben einen Fahrplan zur Anwendung des Konsolidierungsmodells für Zweckgesellschaften herausgegeben: A Roadmap to Applying the Variable Interest Entities Consolidation Model (1.241 KB). Diese Publikation enthält alle Interpretationsleitlinien von Deloitte zum Konsolidierungsmodell für Zweckgesellschaften wie geändert durch die FASB-Verlautbarung 167 (kodifiziert durch ASU 2009-17). Sie enthält außerdem einen Anhang, in dem die Hauptunterschiede zwischen US-GAAP (im Wesentlichen ASC 810) und den IFRS (im Wesentlichen IAS 27 und SIC-12) bei der Bestimmung der Frage, wann und wie ein konsolidierter Abschluss zu erstellen ist, dargestellt werden.

 

31. März 2010: Mitschnitt der 142. DSR-Sitzung
Die Mitschnitte der einzelnen Tagesordnungspunkte der 142. DSR-Sitzung am 25. und 26. März 2010 sind jetzt archiviert und können von der Internetseite des DRSC abgerufen werden.

 

31. März 2010: IFRS-Internetsendungen in niederländischer Sprache

Das IFRS Centre of Excellence von Deloitte in Rotterdam hat zwei neue Internetsendungen in niederländischer Sprache verfasst, die sich jüngsten Entwicklungen im Hinblick auf die Finanzdienstleistungsbranche (einschließlich IFRS 9 Finanzinstrumente) und den wesentlichen IFRS-Entwicklungen von Januar bis März 2010 widmen. Die Internetsendungen können on-line angesehen werden, indem Sie auf die untenstehende Verknüpfung klicken. Beide Internetsendungen stehen auch im MP§-Format zur Verfügung.

bullet Internetsendungen des IFRS Centres of Excellence von Deloitte in Rotterdam

 

31. März 2010: Mitschrift von der Sitzung der Treuhänder der IFRS-Stiftung
Die Treuhänder der IFRS-Stiftung (vormals IASCF) kommen am 30. und 31. März 2010 zu einer Sitzung in London zusammen. Die Sitzung am 30. März stand Beobachtern offen. Nachfolgend finden Sie die Übersetzung der Mitschrift, die Beobachter von Deloitte beim öffentlichen Sitzungsteil angefertigt haben. Die Treuhänder werden am 1. April 2010 eine öffentliche Sitzung mit dem Monitoring Board, dem Überwachungsgremium, abhalten.

 

Sitzung der Treuhänder IFRS-Stiftung, 30. März 2010, London

 

Prüfung des Stands der Harmonisierungsbemühungen von IASB und FASB

 

Die wichtigsten Punkte zu diesem Thema wurden schon bei der gemeinsamen Sitzung von IFRS-Stiftung und FAF am 29. März beschrieben - die entsprechende Mitschrift finden Sie hier. Es wurden jedoch eine Reihe interessanter Punkte angesprochen, die auf der damaligen Sitzung nicht erörtert worden waren.

 

Der Vorsitzende des IASB, Sir David Tweedie, erkannte an, dass die Finanzinstrumente das Projekt des Arbeitsabkommens sind, bei dem es am wahrscheinlichsten sei, dass es zu keiner Harmonisierung mit dem FASB kommt. Einer der US-amerikanischen Treuhänder hielt jedoch fest, dass bei weitem noch nicht klar sei, dass der Ansatz des FASB, immer den beizulegenden Zeitwert in der Bilanz zu zeigen, akzeptiert würde. Er wies darauf hin, dass insbesondere bei Schuldtiteln der Ansatz über die fortgeführten Anschaffungskosten als der bessere, nützlichere Wert angesehen würde – besonders bei vielen kleinen und mittelgroßen Finanzinstituten. Ein anderer US-amerikanischer Treuhänder hielt fest, dass es wichtig sei, dass der FASB seinen umfassenden Entwurf veröffentliche, damit eine informierte Diskussion beginnen könne.

 

Einige Treuhänder fragten, wie weit der IASB in Bezug auf die Meilensteine im Arbeitsabkommen sei. Der Vorsitzende des IASB sagte, dass er zuversichtlich sei, dass die sieben notwendigen Entwürfe wie vorgeschrieben bis Ende Juni 2010 veröffentlicht werden würden. Der Board und der Stab hielten an den Meilensteinen fest, und der Board würde zusätzliche Sitzungen wenn immer notwendig einschieben, um dieses Ziel zu erreichen.

 

Andere Fachprojekte des IASB

 

Der Vorsitzende des IASB gab einen Überblick über die die Fortschritte bei anderen Fachprojekten des IASB. Seine einzige Sorge war, dass der IASB seine Vorschläge zu Versicherungsverträgen als Entwurf allein des IASB veröffentlichen müssen werden könne, wenn der FASB (der versucht den IASB bei diesem Projekt einzuholen) seine Erwägungen nicht rechtzeitig abschließen würde. Dieser Ansatz sei aber dem Verlust einiger Jahre der Bemühungen des IASB vorzuziehen.

 

Der Vorsitzende der IFRS-Stiftung lud Paul Cherry ein, den Vorsitzenden des IFRS-Beirats, mit Sir David zusammen die vorbereitenden Arbeiten vorzustellen, die unternommen würden im Hinblick auf die Einschätzung, welche Themen und welche Prioritäten für die Agenda nach dem Juni 2011 in Frage kommen könnten. Cherry hielt fest, dass der Beirat nicht nur nach Themen suchen würde, denen sich der IASB widmen könne, sondern auch Sachverhalte identifizieren würde, die sich auf Führung und Überwachung beziehen und von den Treuhändern abgehandelt werden sollten.

 

Sir David wies darauf hin, dass der IASB erwarte, eine öffentliche Konsultation zu der Agenda für die Zeit nach Juni 2011 und den entsprechenden Prioritäten im Dezember 2010 anstoßen wolle.

 

Bericht des Überwachungsausschusses für den Konsultationsprozess

 

Antonio Vegezzi stellte verschiedene Themen vor, die in den Zuständigkeitsbereich des Überwachungsausschusses für den Konsultationsprozess fallen.

 

Entwicklungen der Erweiterungen der IFRS-XBRL-Taxonomie

 

Die Treuhänder genehmigten einen Geschäftsplan, mit dem die Gründung eines neuen Gremiums, das sich der Entwicklung und der Pflege von Erweiterungen der IFRS-Taxonomie widmet, erleichtern würde. Die Umsetzung des Geschäftsplans hängt von der Sicherung einer Finanzierung des Projekts ab, da es aus dem Rahmen des gegenwärtig vereinbarten Budgets fällt.

 

Andere XBRL-Aktivitäten

 

Vegezzi berichtete über andere Aspekte der Aufsicht der Treuhänder über das XBRL-Projekt. Es gab keine Diskussion.

 

Jährlicher Bericht der Aufsichtsaktivitäten über den Konsultationsprozess

 

Die Treuhänder nahmen die Zusammenfassung über die Aktivitäten des Ausschusses entgegen (diese wird auf der Unterseite der Treuhänder der Internetseite des IASB zur Verfügung gestellt). Es gab keine Kommentare.

 

Aufsichtsaktivitäten im Hinblick auf Benchmarking

 

Vegezzi hielt fest, dass der Ausschuss prüfen würde, wie andere Aufsichtsorgane im öffentlichen Interesse ihre Funktion erfüllen, um sicherzustellen, dass die Prozesse der IFRS-Stiftung die ehesten sachgerechten sind.

 

Vegezzi wies außerdem darauf hin, dass der Ausschuss die Zusammensetzung, den Auftrag und die Wirksamkeit des Interpretations Committee prüfen würde. Nachdem der IASB, der Beirat und die Arbeitsgruppen in den rund zwei letzten Jahren geprüft worden seien, sei nun das Interpretations Committee an der Reihe. Als Reaktion darauf entgegnete ein Treuhänder, dass der Ausschuss für den Konsultationsprozess seine eigentliche Aktivitäten priorisieren solle, da sieben kritische Dokumente des Konsultationsprozesses in den nächsten Monaten herausgegeben werden sollen. Dies solle der Sicherstellung dienen, dass der gesamte Konsultationsprozess befolgt würde und man bereit ist, den IASB zu verteidigen, wenn Vorwürfe erhoben würden, dass der Prozess nicht befolgt worden sei. Diese eine Aktivität sei seiner Meinung nach bei weitem wichtiger als das Interpretations Committee oder XBRL.

 

Jährliches Verbesserungsprojekt

 

Vegezzi hielt fest, dass der nationale Standardsetzer von Frankreich (ANC) formell darüber Beschwerde erhoben habe, wie der Umfang des jährlichen Verbesserungsprojekts ausgelegt und wie es durchgeführt werde. Der IASB werde klarer definieren, welche Sachverhalte im jährlichen Verbesserungsprojekt adressiert werden können und welche Sachverhalte mit anderen Mitteln geklärt werden müssten.

 

Bericht des Vorsitzenden des IFRS-Beirats

 

Der Vorsitzende des IFRS-Beirats, Paul Cherry, gab einen umfassenden Bericht über die Jüngsten Aktivitäten des Rats. Er unterstrich die Bedeutung der Reaktionen auf die Finanzmarktkrise und gab der Unterstützung des Beirats für einen umfassenden Standard zu Finanzinstrumenten statt eines shäppchenweise ersetzten Standards Ausdruck. Bei der Vorsorge für Kreditverluste drückte Cherry die Unterstützung des Beirats für den früheren Ansatz von Kreditverlusten Ausdruck, egal ob man es eingetretene oder erwartete Verluste nenne. Nach Ansicht des Beirats ist Konvergenz wünschenswert; obwohl es ein allgemeines Verständnis für die Abweichung in der Anwendung des beizulegenden Zeitwerts geben (Klassifizierung und Bewertung) und mögliche Sicherungsbilanzierung, würden die Anwender Abweichungen bei der Wertminderung nicht verstehen.

 

Im Hinblick auf den Stellungnahmeprozess in Bezug auf IAS 37 drückte Cherry einige Zweifel aus. Seiner Meinung nach sollte der Board aus seinen früheren Erfahrungen Lehren ziehen und die Kommunikation bei sensiblen Themen überdenken. Er betonte, dass der Konsultationsprozess und die Teilnahme daran im Endeffekt wichtiger sei als die Frage, ob die Anwender einen bestimmten Vorschlag unterstützten.

 

Die Treuhänder betonten, dass die Kommunikation und die Einbindungsaktivitäten sogar noch eine größere Rolle spielen würden, wenn man die erwartete Herausgabe von mehreren Entwürfen bedenke, von denen einige sicher strittig sein würden. Cherry hielt fest, dass die direkte Einbindung und Ansprache der Anwender in Form von Gesprächen am Runden Tisch wirksamer als ein formaler Prozess seien, in dem Stellungnahmen erwartet werden. Als Beispiel wies er darauf hin, dass der Board ein ernstes Problem in Bezug auf die direkte Methode bei den Kapitalflüssen habe. Seiner Meinung nach gelangt die Meinung des Boards vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Widerstandes nicht rechtzeitig genug an ihr Zielpublikum (Vorstandsvorsitzende und Vorstände und Aufsichtsräte allgemein).

 

Schließlich hielt Cherry fest, dass die Mitglieder des Beirats einen Bedarf an Ausbildungsmaterialien im Hinblick auf IFRS für Wachstumsmärkte ausgemacht hätten. Seiner Meinung nach bedürften solche Länder keines eigenen Satzes von Standards aber hätten das Gefühl, dass die gegenwärtigen und vorgeschlagenen Standards komplex seien und sich komplexen Themen widmeten, die in ihren Märkten nicht weit verbreitet seien. Daher sollten sich jegliche Leitlinien den grundlegenden Aspekten der Standards widmen.

 

Prüfung der IFRS-Stiftung

 

Tom Seidenstein, der Vorstand der IFRS-Stiftung, hielt fest, dass die Treuhänder vereinbart hätten, eine vollständige strategische Prüfung der IFRS-Stiftung in der Zeit direkt nach dem Juni 2011 vorzunehmen. Diese Prüfung würde wahrscheinlich dem Zeitraum von 2011 bis 2016 gelten und eine öffentliche Konsultation aller Interessengruppen sowie das Aufsichtsgremium beinhalten.

 

Bei der Entscheidung, welchen Themen die Grundlagen für die Prüfung sein sollten, hatten die Treuhänder Vorschläge des Stabs verfeinert und Vorschläge zum größeren Zusammenhang gemacht. Wenn beispielsweise der IASB die Gruppe der Standards für 2011 erfolgreich abschließt, wäre es angemessen, dass die Treuhänder versuchen würden, die Marke IFRS zu stärken und die einheitliche Anwendung der Standards fördern würden. Darüber hinaus sollten die Treuhänder erwägen, wie die Unternehmensberichterstattung 2016 aussehen könnte, und die Rolle bedenken - wenn es eine gäbe-, die der IASB in solchen Bereichen wie Nachhaltigkeit oder Umweltverschmutzungsberichterstattung spielen könnte. Diese Themen wären zusätzlich zu den grundlegenden Themen von Führungsstruktur und Finanzierung. Die Hilfe und die Expertise, die durch den Beirat gegeben wäre, könnte sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung der Prüfungen grundlegend sein.

 

Als Ergebnis der Diskussionen haben die Treuhänder vereinbart, dass sich die Prüfung auf drei Hauptthemen beziehen soll:

 

bullet Führung, Aufsicht und Wirksamkeit der IFRS-Stiftung und der ihr zugehörigen Organe;
bullet Finanzierung der Organisation; und
bullet Stärkung der Einbindung der Interessengruppen.

 

Finanzierung

 

Der Stab der IFRS-Stiftung stellte die gegenwärtige Finanzierungssituation der Organisation vor. Im Wesentlichen sind die Finanzzusagen die gleichen wie im Januar berichtet, es konnten jedoch einige Wechselkursgewinne als Ergebnis der Abwertung der britischen Pfunds gegenüber der amerikanischen Dollar und dem Euro erzielt werden. Diese Gewinne werden zu einem gewissen Grad durch Verluste aus Verträgen in ausländischen Währungen wett gemacht.

 

Die Treuhänder erörterten kurz die Situation. Sie hielten fest, dass sie in der asiatisch-pazifischen Region Beitragszahlungen hätten einwerben können, die in einer Art und Weise erfolgten, sie sehr sachgerecht und aktuelle sei. Es gäbe einige "Schnorrer", in deren Rechtskreisen eventuell auch das Urheberrecht verletzt würde. Die Treuhänder aus dieser Region arbeiten an einer Lösung dieser Fälle.

 

Budgetbasierte EU-Finanzierung

 

Die Treuhänder prüften die offiziellen Dokumente, die die Grundlage der europäischen budgetbasierten Finanzierung für die IFRS-Stiftung für den Zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2013 bilden. Insbesondere erörterten die Treuhänder Beschluss Nr. 716/2009/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, in dem die Ausgestaltung und die Bedingungen des Finanzierungsprogramms festgelegt sind.

 

Eine folgenreiche Zwischenbemerkung erfolgte von dem Treuhänder Sir Bryan Nicholson, der über seiner Erfahrungen aus dem internationalen Aufsichtsgremium im öffentlichen Interesse (Public Interest Oversight Board, PIOB) des internationalen Wirtschaftsprüferverbandes (International Federation of Accountants, IFAC) sprach, das am Tag vor der Sitzung die gleichen Sachverhalte erörtert hatte (das PIOB erhält ebenfalls budgetbasierte EU-Finanzierung). Seiner Meinung nach würden die bedeutenden Beiträge von Frankreich und Deutschland nicht aufrecht erhalten, wenn der Finanzierungsprozess der EU eingerichtet ist. Darüber hinaus sei EU-Finanzierung ein "bürokratischer Alptraum" und die Treuhänder – sowohl die Mitglieder des Finanzierungsausschusses als auch die EU-basierten Treuhänder – hätten viel Arbeit vor sich, um sich für die Herausforderungen zu wappnen, die die EU-Finanzierung mit sich bringen würde. Am wichtigsten sei es, ein ordentliches gemeinsames Verständnis mit der EU-Kommission zu erzielen, was die Bedingungen von Beschluss Nr. 716/2009/EG (die er "undurchsichtig" nannte) wirklich bedeuten würden. Wenn die Treuhänder dieses Verständnis nicht erzielen könnten, würden sie ihre treuhänderische Pflicht verletzen. Die IFRS-Stiftung müsse Ressourcen und Prozesse entwickeln, die es ihr gestatten würden, konstruktiv mit der EU-Bürokratie auf wenig bürokratische aber dafür wirksame Weise zusammenzuarbeiten.

 

Sir Bryan Einwurf führte zu einer lebhaften Diskussion, insbesondere unter der EU-basierten Mitgliedern, von denen sich einige gleichermaßen über den möglichen Einfluss der EU-Kommission und des EU-Parlaments besorgt zeigten. Als Ergebnis wurde vereinbart, dass der Vorsitzende der IFRS-Stiftung das Gespräch mit dem Binnenmarktkommissar suchen sollte, um festzustellen, ob die Verbesserungen an der Führung der Stiftung aus den Jahren 2009 und 2010 die EU-Kommission und das EU-Parlament zufriedenstellten, und einen Dialog zu eröffnen, der dem Erzielen eines gemeinsamen Verständnisses der Bedingungen, die sich an die Finanzierung knüpfen, gilt. Nach Ansicht des Vorsitzenden sollte der Kommissar bereit sein, die Sache der Stiftung vor dem Parlament zu vertreten, wenn er sich überzeugt hat, dass die Stiftung die Bedingungen erfüllt hat, die in dem Beschluss enthalten waren und der Qualifizierung für das Finanzierungsprogramm galten.

 

Ein US-basierter Treuhänder hielt fest, dass jegliche regierungsgebundene Finanzierung ihren Preis habe, sowohl in Hinblick auf politischen Einfluss als auch auf Bürokratie. Wenn die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) eine Art von Us-basierter Finanzierung einrichten solle, dann müsse die Stiftung darauf vorbereitet sein, dass der Kongress ein gewisses Interesse zeigen würde und dass es auch zu einem gewissen Maß an Bürokratie kommen würde. Ein anderer US-basierter Treuhänder schlug vor, dass es nützlich sein könne, die Bedingungen und Verpflichtungen unter den Finanzierungssystemen der hauptsächlich beitragenden Rechtskreise anzugleichen, so dass die Stiftung sich nicht unzähligen und eventuell zueinander im Widerspruch stehenden Anforderungen ausgesetzt sehe.

 

Es wurde der Hoffnung verliehen, dass die Vorsitzende der SEC auf der Sitzung des Überwachungsgremiums am 1. April im Hinblick auf ein amerikanisches Finanzierungssystem über Fortschritte werde berichten können.

 

Diese Zusammenfassung basiert auf Notizen, die von Beobachtern bei der Sitzung gemacht wurden. Sie sind nicht als offizielle oder endgültige Zusammenfassung zu verstehen.

 

31. März 2010: Dominikanische Republik führt IFRS und IFRS für KMU ein

In der Dominikanischen Republik hat das Instituto de Contadores Publicos Autorizados de la Republica Dominicana (ICPARD, das dominikanische Wirtschaftsprüferinstitut) seit Juli 2009 nach Artikel 31 des Gesetzes 479-08 das Recht, Rechnungslegungsstandards festzusetzen. Im Februar 2010 verabschiedete das ICPARD zwei Resolutionen:

bullet Börsennotierte Unternehmen. Mit Resolution 001 (in spanischer Sprache, 227 KB) verfügt das ICPARD die verpflichtende Anwendung der IFRS für Unternehmen, deren Aktien an der Bolsa de Valores de la Republica Dominicana (BVRD, der dominikanischen Börse) notiert sind. Die Resolution sieht eine zweistufige Einführung der IFRS vor: Einige Standards werden ab 2010 verpflichtend und die anderen 2014. Die Unternehmen, die derzeit schon die IFRS anwenden, werden das auch weiterhin tun. Darüber hinaus ist nach der Resolution Unternehmen, die ihre Abschlüsse derzeit nach US-GAAP erstellen, gestattet, dies bis 2014 weiterhin zu tun, dann müssen sie auf IFRS umstellen. Ist ein Sachverhalt in den IFRS nicht geregelt, haben die Unternehmen US-GAAP anzuwenden.
bullet Staatlich regulierte Unternehmen. In Resolution 001 ist vorgeschrieben, dass solche Unternehmen den Vorschriften der staatlichen Regulierungsorgane folgen müssen.
bullet Andere Unternehmen. Mit Resolution 002 (in spanischer Sprache, 198 KB) verfügt das ICPARD, dass alle Unternehmen, deren Aktien nicht an der BVRD notiert sind, (mit Ausnahme der staatlich regulierten Unternehmen) den IFRS für KMU anzuwenden haben. Die Resolution sieht eine zweistufige Einführung des IFRS für KMU vor: Einige Abschnitte werden ab 2010 verpflichtend und die anderen 2014. Darüber hinaus ist nach der Resolution Unternehmen, die ihre Abschlüsse derzeit nach US-GAAP erstellen, gestattet, dies bis 2014 weiterhin zu tun, dann müssen sie auf den IFRS für KMU umstellen. Ist ein Sachverhalt im IFRS für KMU nicht geregelt, haben die Unternehmen zuerst zu prüfen, ob sich Leitlinien dazu in den vollen IFRS finden, und sonst US-GAAP anzuwenden.

 

30. März 2010: Deutsche Übersetzung der gebundenen Ausgabe der IFRS 2009 erscheint im Mai
Die IFRS-Stiftung teilt mit, dass die deutsche Ausgabe der "2009 International Financial Reporting Standards" im Mai 2010 veröffentlicht wird. International Financial Reporting Standards 2009 ist die einzige offizielle gedruckte Ausgabe der konsolidierten Fassung der vom IASB veröffentlichten maßgeblichen Verlautbarungen. Sie enthält in einem einzigen Band alle International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS), IFRIC- und SIC-Interpretationen sowie ergänzende Dokumente – Grundlagen für Schlussfolgerungen (Englisch), abweichende Meinungen, erläuternde Beispiele, Anwendungsleitlinien –, die bis zum 1. Januar 2009 vom IASB veröffentlicht wurden. Exemplare kosten je £60 zusätzlich Versandkosten. Es werden die üblichen Rabatte eingeräumt. Interessenten können sich auf der Internetseite des IASB registrieren.

 

30. März 2010: Personelle Veränderungen im Vorstand des DRSC
Die Mitgliederversammlung des DRSC e.V. vom 22. März 2010 hat folgende Beschlüsse getroffen: Der Vorstandsausschuss setzt sich zusammen aus Herrn Jochen Neubürger (Vorsitzender, unverändert), Herrn Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher (Schatzmeister, unverändert), Herrn Dr. Werner Brandt (unverändert), Herrn Joe Kaeser (Mitglied des Vorstands der Siemens AG, bereits Mitglied des DRSC Vorstands) und Dr. Jörg Schneider (Mitglied des Vorstands der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, neu in den Vorstand des DRSC gewählt). Herr Dr. Kurt Bock (Mitglied des Vorstands der BASF SE) legt sein Amt im Vorstandsausschuss nieder, bleibt aber Mitglied des Vorstands; Oliver Bäte (Mitglied des Vorstands der Allianz SE) und Timotheus Höttges (Mitglied des Vorstands der Deutschen Telekom AG) wurden neu in den Vorstand gewählt.

 

30. März 2010: Mitschrift von der gemeinsamen Sitzung von IFRS-Stiftung und FAF

Am Montag, den 29. März 2010 kamen die Vertreter der Treuhänder der IRFS-Stiftung und der US-amerikanischen Stiftung für Rechnungslegung (US Financial Accounting Foundation, FAF), der Dachorganisation des FASB, die für die Überwachung des Konvergenzprozesses zuständig sind, mit den Vorsitzenden und den fachlichen Direktoren des IASB und des FASB zusammen, um die Konvergenzagenda zu erörtern. Sowohl der Vorsitzende der FAF als auch der Vorsitzende der IFRS-Stiftung waren zugegen und wurden von je fünf Treuhändern und den Generalsekretären begleitet. Ein Treuhänder der FAF, der fachliche Direktor und der Vorsitzenden des FASB nahmen per Videoschaltung teil.

Sitzung der Vertreter der Treuhänder der IRFS-Stiftung und der Vertreter der US-amerikanischen Stiftung für Rechnungslegung
29. März 2010, London

Der Vorsitzende des IASB und der Vorsitzende des FASB sprachen abwechselnd über jedes der Harmonisierungsprojekte und hoben hervor, bei welchen Themen ihrer Meinung nach Einverständnis zwischen den Boards gebe und bei welchen Themen noch große Herausforderungen zu überwinden sind. Der Vorsitzende des FASB, Robert Herz, hielt fest, dass die gemeinsamen Sitzungen sehr viel wirkungsvoller seien, da sie den Boards helfen würden, die Sichtweise des jeweils anderen zu verstehen und gemeinsame Entscheidungen bei vielen Sachverhalten zu fällen. Er wies darauf hin, dass bei der Mehrheit der Harmonisierungsprojekte des Arbeitsabkommens gute Fortschritte erzielt worden seine.

Einige Punkte wurde im Fragenteil aufgebracht:

bullet Ressourcen: Sowohl FAF als auch IFRS-Stiftung fragten ihre Standardsetzer, ob sie über genug Ressourcen verfügten, um das Arbeitsabkommen zu erfüllen. Beide bejahten die Frage, obwohl es schwer sei, Finanzinstrumentespezialisten zu finden. Der Vorsitzende des IASB, Sir David Tweedie, dankte insbesondere den großen Prüfungsgesellschaften für ihre Hilfe, die dem IASB 'echte Experten' zur Verfügung gestellt hätten.
bullet Herausforderungen: Die Projekte, bei denen man am ehesten in Rückstand zum Arbeitsabkommen kommen könnte, sind die folgenden:
bullet Finanzinstrumente, bei denen viel von der Erörterung nach der Veröffentlichung zur Stellungnahme abhängt, wenn der IASB und der FASB versuchen, ihre Modelle in Einklang zu bringen.
bullet Leasingverhältnisse, wo beide Boards eine große Menge von Stellungnahmen erwarten.
bullet Darstellung des Abschlusses: Die Bords sind sich einig, aber wahrscheinlich werden die vorgeschlagenen Änderungen insbesondere bei den Erstellern umstritten sein.
bullet Erlöserfassung, und wenn es nur daran liegen sollte, dass in einigen bedeutenden Branche große Verfahrensänderungen auftreten werden.

Bei den Projekten, die nicht zum Arbeitsabkommen gehören, sind Versicherungen die größte Herausforderung. Beim FASB sind Ressourcen ein Problem, insbesondere weil der FASB versucht, zum IASB aufzuholen. Es wurde auch eingestanden, dass es eine Reihe von Sachverhalten, bei denen im Entwurf alternative Lösungen zur Stellungnahme gestellt werden müssen, da es unmöglich sein könnte, die Sichtweisen von IASB und FASB in Einklang zu bringen.

Auf XBRL wurde als schlummernden Sachverhalt hingewiesen, da es dort große Herausforderungen bei der Datenabbildung gibt; es ist aber auch ein Thema, das beim Projekt zur Darstellung des Abschlusses hilfreich sein könnte.

Die Vorsitzenden von FAF und IFRS-Stiftung schlossen die Sitzung mit der Aussage, dass sie es als gut vertretbar ansähen, ihren jeweiligen Aufsichtsgremien zu berichten, dass sich die Abarbeitung des Arbeitsabkommens im Wesentlichen auf gutem Kurs für einen Abschluss bis Juni 2011 befinde. Finanzinstrumente und Leasingverhältnisse könnten eine 'Herausforderung' darstellen, aber der Abschluss aller anderen Projekte des Arbeitsabkommens bis zu dem Datum 'scheine im Bereich des Machbaren zu liegen'.

Die Vertreter werden auch außerhalb der Sitzungen weiter miteinander in Kontakt bleiben.

Diese Zusammenfassung basiert auf Notizen, die von Beobachtern bei der Sitzung gemacht wurden. Sie ist nicht als offizielle oder endgültige Zusammenfassung zu verstehen.

 

30. März 2010: Ethikrat schlägt Arbeitsprogramm für die nächsten drei Jahre vor
Der internationale Rat für die Verabschiedung von Standards zur Berufsethik für Wirtschaftsprüfer (International Ethics Standards Board for Accountants, IESBA) hat zur Stellungnahme zu einem Entwurf eingeladen, in dem die vorgeschlagenen Strategie und das Arbeitsprogramm für die Jahre 2010-2012 beschrieben werden. Unter anderem ist im Arbeitsprogramm vorgesehen, zwei Projekte, die derzeit mit höchster Priorität betrieben werden – zu Interessenkonflikten und zur Reaktion auf Betrugsverdacht oder Verdacht illegaler Tätigkeiten –, abzuschließen und ein Projekt zur Anwendung der Definition eine nahestehenden Unternehmens aus dem Ethikkodex des IESBA auf die Prüfung von kollektiven Investitionsunternehmen aufzunehmen. Die englischsprachige Presseerklärung, die eine Verknüpfung auf den Entwurf enthält, finden Sie hier. Die Kommentierungsfrist endet am 15. Juni 2010.

 

30. März 2010: Bleiben Sie on-line am Ball – aktuelle IFRS- und UK-GAAP-Entwicklungen

Das IFRS Centre of Excellence von Deloitte in London sendet eine Serie von einstündigen, internetbasierten Informationssendungen zum neuesten Stand der Rechnungslegung. Diese sollen an Finanzinformationen interessierten Gruppen helfen, bei IFRS und anderen Rechnungslegungssachverhalten auf dem neuesten Informationsstand zu bleiben. Jede Sendung dauert nicht länger als eine Stunde. Die Sitzungen werden dreimal im Jahr abgehalten – etwa jeweils Ende März, Juli und November. Wir beabsichtigen, die Aufzeichnung jeder dieser Sitzungen auf IAS PLUS über einen Zeitraum von mindesten vier Monaten nach Ausstrahlungsdatum zur Verfügung zu stellen. In der Märzsendung werden die folgenden Themen besprochen:

bullet Keine halben Sachen bei der Bewertung: Eine Studie zur halbjährlichen Berichterstattung
bullet Entwurf ED/2010/1 Bewertung von Schulden in IAS 37
bullet Neues vom britischen Prüfungsausschuss zur Finanzberichterstattung (Financial Reporting Review Panel, FRRP) und vom britischen Rat für Rechnungslegung (Financial Reporting Council, FRC)
bullet Weitere neue Entwicklungen in Großbritannien
bullet Andere IFRS Entwicklungen/ Übersicht über den Übernahmestatus

Um zur Aufzeichnung der Sendung zu kommen, klicken Sie bitte hier. Frühere Ausgaben haben wir auf unserer Länderseite für Großbritannien für Sie archiviert.

 

30. März 2010: iGAAP-Newsletter Ausgabe März 2010
Unsere britischen Kollegen haben die Märzausgabe 2010 ihres vierteljährlich erscheinenden iGAAP-Newsletters herausgegeben. In diesem Newsletter werden alle Aktivitäten des IASB und des britischen ASB abgedeckt. Jede Ausgabe enthält den neuesten Stand bei den Aktivitäten von IASB und ASB, aktuelle Projektzeitpläne für beide Boards, Verknüpfungen auf neuen Publikationen von Deloitte, einen Interview mit einem IFRS-Experten und eine Übersicht über herausgegebene aber noch nicht in Kraft getretene oder noch nicht für Europa übernommene IFRS. In der Märzausgabe 2010 wird Paul Pacter interviewt, der Webmaster der englischsprachigen Mutterseite von IAS PLUS. Sie können sich den englischsprachigen Newsletter hier herunterladen (165 KB). Alle früheren Ausgaben haben wir auf unserer Länderseite für Großbritannien für Sie archiviert.

 

30. März 2010: Vorschlag der PCAOB zur Kommunikation und Prüfungsausschüssen
Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Public Company Accounting Oversight Board, PCAOB) hat einen Prüfungsstandard zur Kommunikation mit Prüfungsausschüssen und eine Reihe entsprechender Änderungen an ihren Zwischenstandards zwecks öffentlicher Stellungnahme herausgegeben. Der Vorschlag widmet sich der Vorschrift, nach der Prüfer mit den Prüfungsausschüssen börsennotierter Unternehmen kommunizieren müssen. Der vorgeschlagene Standard enthält eine Vorschrift für den Prüfer, nach der dieser ein gemeinsames Verständnis der Bedingungen der Prüfung mit dem Prüfungsausschuss erzielen und dieses in einem Beauftragungsschreiben festhalten muss. Der Vorschlag enthält unter anderem Vorschriften zur Kommunikation in Bezug auf kritische Bilanzierungsmethoden, Verfahren, Beurteilungen und Schätzungen. Die Kommentierungsfrist endet am 28. Mai 2010; die englischsprachige Presseerklärung der PCAOB finden Sie hier, der Vorschlag selbst steht Ihnen hier zur Verfügung (in englischer Sprache, 185 KB).

 

29. März 2010: IFRS-Newsletter von Deloitte in chinesischer Sprache

Unsere chinesischen Kollegen haben die chinesische Übersetzung des folgenden IAS Plus Update-Newsletters angefertigt:

bullet IASB veröffentlicht Entwurf zur Beschreibung der Berichtseinheit im Rahmenkonzept (in chinesischer Sprache, 144 KB)
Die englische Fassung finden Sie hier (69 KB)

 

29. März 2010: Beratendes Expertenpanel zu Wertminderungen wird tagen
Das beratende Expertenpanel zu Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte wird am Montag und Dienstag, den 26. und 27. April 2010 in den Büroräumen des IASB zu einer Sitzung zusammenkommen. Im November 2009 hatte der IASB einen Standardentwurf zur Wertminderung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten herausgegeben. In dem Entwurf wird vorgeschlagene, vom 'Modell der eingetretenen Verluste' auf ein 'Modell der erwarteten Verluste' überzugehen. Bei einem Modell der eingetretenen Verluste wird angenommen, dass alle Kredite zurückgezahlt werden, bis Beweise für das Gegenteil vorliegen (sog. Verlust- oder auslösendes Ereignis). Erst zu diesem Zeitpunkt gilt der wertgeminderte Kredit (oder ein Portfolio an Krediten auf einen niedrigeren Wert abgeschrieben. Nach dem vorgeschlagenen Modell der erwarteten Verluste, werden erwartete Verluste über die Laufzeit eines Kredits oder eines anderen finanziellen Vermögenswerts, der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird, erfasst und nicht erst nach Feststellung eines Verlustereignisses. Als der Standardentwurf herauskam, hatte der IASB bekanntgegeben, dass er wegen der erheblichen praktischen Herausforderungen im Übergang auf ein Modell der erwarteten Verluste ein beratendes Expertenpanel einrichten wird, das aus Experten im Bereich des Kreditrisikomanagements besteht und den Board berät. Die Liste der Mitglieder des Panels können Sie hier herunterladen (18 KB).

 

29. März 2010: Aufsichtsorgan wird mit den Treuhändern tagen
Das Aufsichtsorgan (Monitoring Board, Vertreter der Aufsichtsbehörden über die globalen Kapitalmärkte), das die IFRS-Stiftung beaufsichtigt, wird mit den Treuhändern der Stiftung am 1. April 2010 von 14.30-17.00 Uhr (deutscher Zeit) in den Büroräumen des IASB in London zu einer Sitzung zusammenkommen. Die Sitzung ist öffentlich und wird im Internet übertragen. Die Tagesordnung für die Sitzung ist nachfolgend wiedergegeben. Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie auf der Internetseite des IASB.
Tagesordnung für die Sitzung des Aufsichtsorgans mit den Treuhändern der IFRS-Stiftung, 1. April 2010
bullet Bericht vom Aufsichtsorgan und über seine Tätigkeit
bullet Erklärung des Aufsichtsorgans zu den Prinzipien für Bilanzierungsstandards und das Setzen von Standards (22. September 2009)
bullet Gemeinsame Erklärung zur Konvergenz (11. November 2009)
bullet Unterzeichnung des MoU/Satzung durch die Europäische Kommission (Dezember 2009)
bullet Entwicklungen und seit der letzten Sitzung des Aufsichtsorgan Erreichtes
bullet Erläuterung des Stands bei der Überprüfung der Satzung (Standardsetzungsverfahren und Entscheidungsprozess)
bullet Geschäftsbericht der IASCF
bullet Erörterung der Finanzierungsstrategie: Auswirkungen und der Lösung bedürftige Punkte
bullet Strategische Planung der Arbeiten im Anschluss an den Abschluss des Memorandum of Understanding von IASB und FASB
bullet Verbesserte Beteiligung der Adressaten und Beziehungen bei der Erkundigung, einschließlich eines verbesserten fachlichen Dialogs (aktueller Stand)

 

27. März 2010: ACCA-Deloitte Erhebung zur narrativen Berichterstattung – Eingaben erbeten

Im kommenden Monat werden die globale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer (Association of Chartered Certified Accountants, ACCA) Deloitte LLP mit einer gemeinsamen internationalen Erhebung beginnen, in welcher die gegenwärtigen und zukünftig erwarteten Herausforderungen hinsichtlich der narrativen Berichterstattung (d.h. Informationen im Geschäftsbericht außerhalb des geprüften Abschlusses) untersucht werden. Mit der Erhebung werden:

bullet die kritischen Herausforderungen – v.a. für Finanzvorstände öffentlich rechenschaftspflichtiger Unternehmen – bei der Erstellung narrativer Angaben untersucht sowie
bullet die wahrscheinlichen Trends bei der narrativen Berichterstattung in verschiedenen Berichtsumgebungen in der Welt benannt.

Die Untersuchung wird in Australien, China, Malaysia, der Schweiz, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten sowie bestimmten zentralafrikanischen Ländern durchgeführt werden. Bilanzierer in diesen Ländern sind eingeladen, ihr Interesse hinsichtlich einer Teilnahme an dieser neuen Untersuchung durch Besuch der Internetseite www.accaglobal.com/narrativereportingsurvey kund zu tun. Interessierte Parteien werden eingeladen, an der Erhebung vertraulich teilzunehmen, wenn diese am 15. April 2010 gestartet wird. Im Gegenzug für die Teilnahme erhalten alle an der Erhebung Teilnehmenden ein Freiexemplar des endgültigen Berichts, dessen Veröffentlichung für September 2010 geplant ist.

 

27. März 2010: Englische Mutterseite IAS Plus.com ist 'Internetseite des Monats' im CPA Journal
In der Märzausgabe 2010 der amerikanischen Zeitschrift The CPA Journal wird unsere englischsprachige Mutterseite IAS Plus.com als deren 'Internetseite des Monats' untersucht. Die Prüfung, die von Prof. Susan B. Anders durchgeführt wurde, geht en detail darauf ein, was auf IAS Plus.com verfügbar und wie die Internetseite aufgebaut ist. The CPA Journal unterliegt dem Urheberrecht der Vereinigung der Wirtschaftsprüfer des Staates New York, und wir sind den Herausgebern und der Autorin dankbar, dass sie uns die Erlaubnis erteilt haben, den Beitrag auf IAS Plus einstellen zu dürfen (in englischer Sprache, 52 KB). Wir verlinken auf den Beitrag auch deshalb, weil viele der Verweise, die in dem Beitrag angesprochen werden, in gleicher Weise auch auf der deutschen Internetseite IAS PLUS.de verfügbar sind. Zufälligerweise wird in der Titelgeschichte der Märzausagbe (die online zugänglich ist) das Thema 'IFRS-Leitlinien: Vorbereitung auf den Übergang' behandelt.

 

26. März 2010: HFA verabschiedet Entwurf zur Prüfung von Compliance-Management-Systemen

In seiner Sitzung am 10. und 11. März 2010 hat der Hauptfachausschuss (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer (ID den Entwurf eines IDW Prüfungsstandards: Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen (IDW EPS 980) verabschiedet. Darin wird die Berufsauffassung zur Durchführung solcher Prüfungen dargelegt. Die Nichteinhaltung von zu beachtenden Regeln kann für Unternehmen zu gravierenden wirtschaftlichen Nachteilen sowie für die Unternehmensorgane zu persönlichen Haftungs- und strafrechtlichen Risiken führen. Für die Unternehmen stellt sich daher die Frage, wie die Einhaltung der Regeln organisatorisch hinreichend sichergestellt und Risiken für wesentliche Regelverstöße präventiv begegnet werden kann. Um dies zu erreichen, führen Unternehmen zunehmend sogenannte Compliance-Management-Systeme ein. Zugleich werden Wirtschaftsprüfer vermehrt damit beauftragt, ein Urteil über die eingerichtete Compliance-Organsiation abzugeben. Der IDW EPS 980 steht zum Herunterladen auf der Internetseite des IDW in der Rubrik Verlautbarungen, Download von Entwürfen bereit. Außerdem wird er in Heft 4/2010 der IDW Fachnachrichten veröffentlicht werden. Eine Möglichkeit zur Stellungnahme besteht bis zum 1. Oktober 2010.

 

26. März 2010: Mitschnitt der 39. RIC-Sitzung

Die Mitschnitte der einzelnen Tagesordnungspunkte der 39. RIC-Sitzung sind jetzt archiviert und können von der Internetseite des DRSC abgerufen werden.

 

26. März 2010: IFRS-Stiftung und FAF tagen gemeinsam

Am Montag, den 29. März 2010 werden die Vertreter der Treuhänder der IRFS-Stiftung und der US-amerikanischen Stiftung für Rechnungslegung (US Financial Accounting Foundation, FAF), der Dachorganisation des FASB, die für die Überwachung des Konvergenzprozesses zuständig sind, in den Räumen der IFRS-Stiftung, 30 Cannon Street, London von 15:15h bis 17:00h tagen. Die Sitzung wird im Internet übertragen. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des IASB.

 

26. März 2010: IFRS-Newsletter von Deloitte in spanischer Sprache

Unsere kolumbianischen Kollegen haben folgende IFRS-Publikation herausgegeben:

bullet Boletín de Actualización IAS Plus – IASB publica borrador para discusión pública sobre la descripción que la estructura conceptual hace respecto de la entidad que reporta (21 KB).
Dabei handelt es sich um die Übersetzung des IAS Plus Update-Newsletters mit dem Titel IASB veröffentlicht Entwurf zur Beschreibung der Berichtseinheit im Rahmenkonzept (in englischer Sprache, 69 KB).

Unsere internationalen Kollegen halten eine eigene Seite mit Unterlagen in spanischer Sprache vor.

 

26. März 2010: Heads Up zum Entwurf zur Berichtseinheit

Am 11. März 2010 haben der IASB)und der US-amerikanische FASB einen Entwurf zum Konzept der Berichtseinheit veröffentlicht. Die darin enthaltenen Vorschläge sind Ergebnis des Projekts zur Entwicklung eines gemeinsamen und verbesserten Rahmenkonzepts, das die Grundlage für die Entwicklung künftiger Standards bieten soll. Im neuesten Heads Up-Newsletter unserer amerikanischen Kollegen wird der Entwurf erörtert. Sie können sich den Newsletter hier herunterlasen (in englischer Sprache, 93 KB).

 

26. März 2010: Aktualisierter Bericht zum Status des Übernahmeprozesses

Die Europäische Union hat mit Veröffentlichung im Amtsblatt vom 24. März 2010 die Jährlichen Verbesserungen an den IFRS (vom IASB im April 2009 veröffentlicht) sowie die Änderung von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen für die Anwendung in Europa übernommen. Die Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat deshalb ihren Bericht zum Status des Übernahmeprozesses entsprechend aktualisiert (stand 25. März 2010, 124 KB) . Eine Verknüpfung auf den aktuellen EFRAG-Statusbericht, der alle noch nicht für die Anwendung in Europa übernommenen Verlautbarungen (aktuell sechs Verlautbarungen) und den jeweiligen Fortschritt im Übernahmeprozess zeigt, finden Sie immer in der linken Spalte unserer Startseite. Unsere eigene Aufstellung über den Status der Übernahme in Europa, die Sie ebenfalls dort finden, haben wir gleichfalls entsprechend aktualisiert. Ihr können Sie entnehmen, welche Verlautbarungen des IASB in der laufenden Rechnungslegungsperiode zu berücksichtigen und welche als neu gemäß IAS 8 anzugeben sind.

 

25. März 2010: Deutsche Ausgabe der Single Market News

Die Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen der Europäischen Kommission hat auf ihrer Internetseite die deutsche Übersetzung der 56. Ausgabe der Single Market News zur Verfügung gestellt (2,19 MB).

 

25. März 2010: IFRS Insights-Newsletter

Wir haben die Ausgabe März/April 2010 des IFRS Insights-Newsletters unserer amerikanischen Kollegen eingestellt (in englischer Sprache, 404 KB). Die IFRS Insights sind ein Newsletter zu IFRS, der sich an US-amerikanische Unternehmen wendet. In dieser Ausgabe geht es um die folgenden Themen:

bullet Aktueller Stand der jüngsten Verlautbarungen der SEC und ihres IFRS-Arbeitsplans
bullet IFRS und die Planung von Kapitalrückführung mit einem Blick auf Chancen und Risiken in der gesetzlichen Berichterstattung
bullet Überblick über den IASB-Entwurf zu fortgeführten Anschaffungskosten und Wertminderung
bullet Aktueller Branchenstand bei preisregulierten Geschäftsvorfällen
bullet Ausgewählte Ergebnisse einer IFRS-Umfrage unter Finanzvorständen im Rahmen einer Deloitte Dbriefs-Internetsendung

 

25. März 2010: Mitschrift vom dritten Tag der gemeinsamen Sitzung von IASB und FASB im März 2010
IASB und FASB haben eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 22. bis Mittwoch, den 24. März 2010 abgehalten. Wir sind gegenwärtig bei der Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am dritten Tag der gemeinsamen Sitzung angefertigt haben, und werden sie Ihnen sobald wie möglich zur Verfügung stellen.

 

25. März 2010: "Blaues Buch" ausverkauft – Nachdruck wird erwogen
Die IFRS-Stiftung teilt mit, dass aufgrund der starken Nachfrage das sogenannte "blaue Buch" bereits ausverkauft ist. Diese Version der gebundenen Ausgabe der IFRS enthält alle offiziellen Verlautbarungen, die zum 1. Januar 2010 verpflichtend sind. Sie enthält keine IFRS, deren Datum des Inkrafttretens nach dem 1. Januar 2010 liegt. Derzeit wird eine Nachdruck erwogen, und die Stiftung erbittet Mitteilungen von Interessenten, die noch ein blaues Buch erwerben möchten, um den Bedarf einzuschätzen. Bitte schreiben Sie gegebenenfalls bis zum 31. März 2010 an publications@iasb.org. Das "rote Buch", das alle Verlautbarungen enthält, die bis zum Veröffentlichungsdatum herausgegeben sind, auch diejenigen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend werden, sowie die elektronische Version sind noch über die Internetseite des IASB erhältlich.

 

24. März 2010: Mitschrift vom zweiten Tag der gemeinsamen Sitzung von IASB und FASB im März 2010
IASB und FASB halten derzeit eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 22. bis Mittwoch, den 24. März 2010 ab. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am zweiten Tag der Sitzung angefertigt haben, finden Sie hier.

 

24. März 2010: IDW-Stellungnahme zum Entwurf zu fortgeführten Anschaffungskosten und Wertminderung
Der Entwurf ED 2009/12 des IASB stellt die zweite Phase zum Ersetzen von IAS 39 dar. Kern dieses Entwurfs ist ein neues Modell zur Ermittlung von Wertminderungen für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Dieses Modell der erwarteten Verluste  berücksichtigt erwartete, aber noch nicht eingetretene Kreditausfälle und soll das in IAS 39 vorgeschriebene Modell der eingetretenen Verluste ablösen, das auch in der Finanzmarktkrise häufig kritisiert wurde. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) begrüßt die Vorschläge im Entwurf des IASB, warnt aber vor Kosten und möglichen praktischen Problemen bei der Einführung. Die vollständige Stellungnahme des IDW in englischer Sprache finden Sie hier (98 KB).

 

24. März 2010: EU-Kommission lädt zu Fachgesprächen bzgl. IFRS 9 ein

Die Generaldirektion Binnenmarkt der Europäischen Kommission lädt verschiedene Interessengruppen für die zweite Aprilhälfte zu fachlichen Gesprächen nach Brüssel ein. Gegenstand der Gespräche soll eine fachliche Beurteilung der ersten Phase des Projekts zur Ablösung von IAS 39 sein, es geht also um IFRS 9 zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Das Einladungsschreiben in englischer Sprache finden Sie hier. Im Einzelnen wurden folgende Interessengruppen angeschrieben:

bullet Versicherungsunternehmen: Dienstag, 20. April 2010 von 14:00 bis 17:30 Uhr
bullet Banken: Donnerstag, 22. April 2010 von 09:30 bis 13:00 Uhr
bullet Unternehmen der Prüfungs- und Rechnungslegungsbranche sowie andere öffentliche Einrichtungen: Freitag, 23. April 2010 von 09:30 bis 13:00 Uhr
bullet Anleger und sonstige Adressaten: Montag, 26. April 2010 von 14:00 bis 17:30 Uhr

Alle Gespräche werden im Gebäude der Generaldirektion Binnenmarkt in der Rue de Spa 2 stattfinden (Raum Prestige). Interessenten werden um Anmeldung bis zum 31. März 2010 gebeten, pro Organisation können aber aus Platzgründen lediglich ein bis zwei Vertreter erscheinen. Schriftliche Eingaben sind bis zum 14. April einzureichen. Für Ihre Anmeldung wenden Sie sich bitte an Herrn Nicolas Bernier Abas, entweder telefonisch unter +32 (2) 295 5929 oder per Email.

 

24. März 2010: Internetsendungen des IASB zu Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten und zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen
Der IASB wird zwei live ausgestrahlte Internetsendungen zum aktuellen Stand bei seinen Projekten hinsichtlich der Erfassung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte (Phase 2 des umfassenden Projekts zur Ablösung von IAS 39) und zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen abhalten. An jede Sendung wird sich eine Frage-und-Antwort-Runde anschließen:
Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten
bullet Thema der Internetsendung: Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten (Phase 2 des umfassenden Projekts zur Ablösung von IAS 39)
bullet Datum und Uhrzeit: Dienstag, 30. März 2010 um 11:00 Uhr und als Wiederholung um 16:00 Uhr (Angaben nach deutscher Zeit)
bullet Weitere Informationen und Anmeldung: hier
bullet Projektseite auf IAS PLUS

Bilanzierung von Leasingverhältnissen
bullet Thema der Internetsendung: Bilanzierung von Leasingverhältnissen
bullet Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 31. März 2010 um 11:00 Uhr und als Wiederholung um 17:00 Uhr (Angaben nach deutscher Zeit)
bullet Weitere Informationen und Anmeldung: hier
bullet Projektseite auf IAS PLUS

 

24. März 20010: Übernahme der Änderung von IFRS 2 und der Verbesserungen an den IFRS
Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 24. März 2010 die Verordnungen (EG) Nr. 243/2010 und Nr. 244/2010 der Kommission vom 23. März 2010 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 betreffend die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards in Übereinstimmung mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates veröffentlicht. Mit diesen Verordnungen werden Jährliche Verbesserungen an den IFRS (vom IASB im April 2009 veröffentlicht) sowie die Änderung von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen für die Anwendung in Europa übernommen.

 

24. März 2010: Spanische Übersetzung der SEC-Erklärung zu den IFRS in den Vereinigten Staaten

en Español
Am 24. Februar 2010 hatte die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) eine 71 Seiten umfassende Erklärung der Kommission hinsichtlich ihrer Unterstützung der Konvergenz und globaler Bilanzierungsstandards herausgegeben (in englischer Sprache, 349 KB). Die Erklärung der SEC vermittelt einen Überblick über die IFRS-Aktivitäten der Kommission, fasst einige der öffentlich geäußerten Rückmeldungen zum vorgeschlagenen IFRS-Fahrplan zusammen und legt einen Ansatz dar, wie der weitere Weg aussehen soll. Unsere kolumbianischen Kollegen haben von der Erklärung der Kommission eine Übersetzung ins Spanische angefertigt: Declaración de la SEC en respaldo de la convergencia y de los estándares globales de contabilidad (499 KB).

 

23. März 2010: Namibia übernimmt den IFRS für KMU
 

Mittels einer Resolution seines Rates (in englischer Sprache, 330 KB) hat das namibische Institut der Wirtschaftsprüfer den IFRS für KMU für die Anwendung in Abschlüssen in Namibia, die nach dem 17. Februar 2010 für die Veröffentlichung freigegeben werden, übernommen. Danach ergibt sich die Anwendbarkeit wie folgt:
1.1 Der Rat des Instituts hat entschieden, dass der IFRS für KMU durch folgende Unternehmen angewendet werden darf: ein 'börsennotiertes Unternehmen' oder ein 'nicht börsennotiertes Unternehmen', wie im Unternehmensgesetz von 1973 definiert, sofern es nicht öffentlich rechenschaftspflichtig gemäß der Definition in Abschnitt 1 des IFRS für KMU ist.

1.2 Andere Unternehmen als jene, für die das Gründungsdokument oder eine anderweitige Verordnung eine Überstimmung mit einem 'Rahmen getreuer Darstellung' wie durch die internationale Wirtschaftsprüfervereinigung vorgesehen erfordert, dürfen den IFRS für KMU anwenden, sofern das Unternehmen nicht öffentlich rechenschaftspflichtig gemäß der Definition in Abschnitt 1 des IFRS für KMU ist - mit Ausnahme der Umstände, die in 1.4 unten beschrieben werden.

1.3 Unternehmen, für die rechtliche Vorschriften oder anderweitige Verordnungen eine Befolgung eines bestimmten Rechnungslegungsrahmens verlangen (und nicht den IFRS für KMU), dürfen den IFRS für KMU nicht anwenden, selbst wenn sie nicht öffentlich rechenschaftspflichtig gemäß Abschnitt 1 des IFRS für KMU sind.

1.4 Unternehmen, deren Rechnungslegungsrahmen keinen rechtlichen Anforderungen, einem Gründungsdokument oder einer anderweitigen Verordnung unterliegt, haben zu beurteilen, ob es sachgerecht ist, den IFRS für KMU anzuwenden, soweit das Unternehmen nicht öffentlich rechenschaftspflichtig gemäß Abschnitt 1 des IFRS für KMU ist.

 

23. März 2010: Mitschrift vom ersten Tag der gemeinsamen Sitzung von IASB und FASB im März 2010
IASB und FASB halten derzeit eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 22. bis Mittwoch, den 24. März 2010 ab. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am ersten Tag der Sitzung angefertigt haben, finden Sie hier.

 

23. März 2010: IASCF-Treuhänder tagen am 30. und 31. März
Die Treuhänder der IFRS-Stiftung (International Financial Reporting Standards Foundation), der Dachorganisation des IASB, werden am Dienstag und Mittwoch, den 30. und 31. März 2010, in den Büroräumen der IFRS-Stiftung in London, 30 Cannon Street, zu einer Sitzung zusammen kommen. Der Teil der Sitzung am 30. März von 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr wird öffentlich abgehalten. Die Tagesordnung sieht wie folgt aus:
Tagesordnung der Sitzung der Treuhänger der IFRS-Stiftung - öffentlicher Teil
30. März 2010
bullet 11:30h-12:45h Überprüfung des Stands bei den Konvergenzbemühungen von IASB und FASB
bullet 12:45h-13:45h Mittagspause
bullet 13:45h-14:15h Bericht des IASB-Vorsitzenden zu sonstigen Tätigkeiten des IASB
bullet 14:15h-15:00h Bericht des Ausschusses zur Aufsicht über den Standardsetzungsprozess
bullet 15:00h-15:45h Bericht des Vorsitzenden des IFRS-Beirats
bullet 15:45h-16:30h Vorschlag für den Prozess zur Überprüfung der Strategie und zur Überprüfung des IFRS-Beirats
bullet 16:30h-17:00h Stand der Finanzierungsbemühungen

Wenn Sie als Beobachter an der Sitzung teilnehmen wollen, müssen Sie sich beim IASB unter Nennung Ihres Namens und Arbeitgebers anmelden.

 

22. März 2010: AFRAC nimmt gegenüber dem IASB Stellung zur Lageberichterstattung
Der österreichische Standardsetzer Austrian Financial Reporting and Auditing Committee (AFRAC) hat beim IASB eine Stellungnahme zu dessen Entwurf zur Lagerberichterstattung eingereicht. Im Wesentlichen sind nach Meinung von AFRAC die Vorschriften nicht detailliert genug, und man wünscht sich eine Unterteilung in verpflichtende und nicht verpflichtende Bestandteile. Die englischsprachige Stellungnahme finden Sie hier (42 KB).

 

22. März 2010: EFRAG verlängert Kommentierungsfrist
Analog zur Verlängerung der Kommentierungsfrist zum Entwurf von Änderungen an IAS 37 durch den IASB, hat die Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) beschlossen, auch die Kommentierungsfrist zu ihrem Entwurf einer Stellungnahme gegenüber der IASB zu diesem Thema zu verlängern. Neue Frist für die Stellungnahme zum EFRAG-Entwurf einer Stellungnahme ist nun der 7. Mai 2010.

 

22. März 2010: Brasilien übernimmt den IFRS für KMU
 

Im Dezember 2009 hat der Brasilianische Ausschuss für Bilanzierungsverlautbarungen (CPC) eine portugiesische Fassung des IFRS für KMU als Wahlrecht für KMU in Brasilien verabschiedet. Gemäß Resolution 1255 aus dem Jahr 2009 wurde der KMU-Standard des CPC durch den Brasilianischen Bundesbilanzrat (CFC) übernommen, das nationale berufsständische Gremium. Die Resolution 1255 finden Sie hier (794 KB). Der Standard ist eine vorläufige und inoffizielle Übersetzung des IFRS für KMU, der von der Internetseite des CPC heruntergeladen werden kann (in portugiesischer Sprache, 1.049 KB). Die IFRS-Stiftung arbeitet derzeit an einer offiziellen Übersetzung. Es wird erwartet, dass Prüfer in der Lage sein werden, zu berichten, dass Abschlüsse, die sich im Einklang mit dem KMU-Standard des CPC befinden, auch im Einklang mit dem IFRS für KMU stehen, weil es keinen bedeutenden Unterschiede zwischen der inoffiziellen portugiesischen Übersetzung und dem IFRS für KMU gibt. Die geschätzte Zahl an KMU in Brasilien per Januar 2009 betrug 5,9 Millionen, das sind 99% der brasilianischen Unternehmen. Während erwartet wird, dass viele von ihnen weiterhin einem sehr einfachen Bilanzierungssystem folgen werden, das nach dem brasilianischen Gesetz über die KMU zulässig ist, erwartet man von vielen Anderen, dass sie auf das brasilianische Gegenstück zum IFRS für KMU übergehen werden. So wird bspw. erwartet, dass die brasilianische nationale Entwicklungsbank (BNDES) alle ihre Schuldner dazu auffordern oder sogar von ihnen verlangen wird, den neuen Standard zu verwenden (ungefähr 250.000 KMU).

 

21. März 2010: Frist zur Stellungnahme zu dem Vorschlag zur Ablösung von IAS 37 verlängert

Wie wir bereits in einer Eilmeldung am Freitag bekannt gegeben hatten, hat der IASB auf seiner Sitzung am 19. März 2010 die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen zum überarbeiteten Standardentwurf ED/2010/1 zu einem Abschnitt der Ablösung von IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen verlängert. Dieser Abschnitt ist der Bewertung von Schulden gewidmet, die im Anwendungsbereich von IAS 37 liegen. Die ursprüngliche Frist zur Stellungnahme bis zum 12. April 2010 wurde nun bis zum 19. Mai 2010 ausgeweitet. IAS 37 ist auf Schulden anzuwenden, die nicht durch andere Bilanzierungsstandards abgedeckt sind; dies schließt Schulden für die Stilllegung für Vermögenswerten, umweltbezogene Schulden, Verpflichtungen unter belastenden Verträgen sowie Schulden aus Rechtsstreitigkeiten ein. Im Juni 2005 hatte der IASB Vorschläge zur Änderung von IAS 37 herausgegeben, einschließlich überarbeiteter Bewertungsvorschriften. Angesichts der eingegangenen Stellungnahmen hat der IASB am 5. Januar 2010 überarbeitete Vorschläge herausgegeben, die mehr Leitlinien zur Bewertung beinhalten. Die Ausweitung der Stellungnahmefrist bezieht sich auf diese überarbeiteten Vorschläge. Der IASB beabsichtigt, IAS 37 im dritten Quartal 2010 zu ersetzen. Weiterführende Informationen:
bullet Das IFRS Global Office von Deloitte hat einen IAS Plus Update Newsletter mit dem Titel IASB verfeinert Vorschläge für die Bewertung von Schulden in IAS 37 herausgegeben (in englischer Sprache, 89 KB), in welchem die Vorschläge erläutert werden.
bullet Projektseite auf IAS PLUS.de

 

21. März 2010: EITF Snapshot für März 2010

Wir haben die Märzausgabe 2010 des EITF Snapshot-Newsletters eingestellt (in englischer Sprache, 113 KB), in welchem die Sitzung der Emerging Issues Task Force des FASB vom 18. März 2010 zusammengefasst ist. Der EITF Snapshot-Newsletter ermöglicht Lesern, die für sie relevanten Sachverhalte zu identifizieren und die Ergebnisse der Sitzung schnell zu verstehen. Zurückliegende Ausgaben können Sie hier herunterladen. In dieser Ausgabe des EITF Snapshot-Newsletters werden die folgenden Sachverhalte abgedeckt, die auf der EITF-Sitzung erörtert wurden:
bullet Sachverhalt 08-9 Meilensteinmethode für die Erlöserfassung – endgültige Beschlussfassung
bullet Sachverhalt 09-B Erwägung der Bilanzierung von mehrheitlich gehaltenen Anlagen durch einen Versicherer, wenn der im Eigentum stehende Anteil auf getrennten Konten geführt wird – endgültige Beschlussfassung
bullet Sachverhalt 09-F Basis-Jackpot-Schulden von Casinos – endgültige Beschlussfassung
bullet Sachverhalt 09-G Klarstellung der Definition abgegrenzter Erwerbskosten bei Versicherungsunternehmen – Beschlussfassung in Teilen erfolgt
bullet Sachverhalt 09-H Bilanzierung durch Organisationen im Gesundheitswesen (Erlöserfassung; Ausweis von Versicherungsansprüchen und damit in Zusammenhang stehenden Versicherungsrückdeckungen; sowie Bewertung von caritativen Hilfsprogrammen für Angabezwecke) – keine Schlussfolgerung erzielt; weitere Erörterung auf einer späteren EITF-Sitzung erwartet (Erlöserfassung). Beschluss der Veröffentlichung (Ausweis von Schulden im Zusammenhang mit medizinischer Fehlbehandlung and ähnlichen Ansprüchen sowie Angabe von caritativen Hilfsprogrammen).
bullet Sachverhalt 09-I Auswirkung einer Änderung eines Kredits, wenn der Kredit Teil eines Pools ist, der als einzelner Vermögenswert bilanziert wird – endgültige Beschlussfassung
bullet Sachverhalt 09-J Auswirkung einer Denominierung des Ausübungspreises einer aktienbasierten Vergütungsprämie in der Währung des Marktes, auf dem der zugrunde liegende Beteiligungstitel vorrangig gehandelt wird – endgültige Beschlussfassung

Erstmalige Beschlussfassungen der EITF (sog. 'Beschlüsse zur Veröffentlichung') werden mit der Bitte um Stellungnahme für eine bestimmte Zeit nach Ratifizierung durch den FASB veröffentlicht. Auf der ersten planmäßigen Sitzung nach Ablauf der Kommentierungsfrist erwägt die EITF die eingegangenen Stellungnahmen und bestätigt, sofern gerechtfertigt, seine Beschlüsse zur Veröffentlichung als endgültige Beschlussfassungen. Diese Beschlussfassungen werden dann an den Board zur endgültigen Ratifizierung übermittelt.

Die EITF hat jüngst die folgenden Änderungen an der Struktur der EITF-Sachverhalte vorgenommen:

Kodifizierung – Mit dem Start der Kodifizierung der FASB-Bilanzierungsstandards (Accounting Standards Codification, ASC) zum 1. Juli 2009 wurden alle EITF-Sachverhalte als Aktualisierung der Bilanzierungsstandards (Accounting Standards Update, ASU) finalisiert. Das Nummerierungssystem für EITF-Sachverhalte (d.h. vor ihrer Fertigstellung als ASUs) wurde ebenfalls geändert. Statt eine Nummer zu erhalten, die sich aus dem Jahr und dem Fortschritt des Sachverhalts in diesem Jahr ergibt (bspw. war Sachverhalt 08-1 der erste Sachverhalt im Jahr 2008) wird ein neuer Sachverhalt eine Nummer bekommen, die aus dem Jahr ergibt, in welchem er hinzugefügt wurde und einen Buchstaben für den Fortschritt in diesem Jahr. Der erste EITF-Sachverhalt, der im Jahr 2010 hinzugefügt wurde, wird die Bezeichnung Sachverhalt 10-A tragen. Die Nummerierung, die für frühere EITF-Sachverhalte nach dem alten System verwendet wurde, wird nicht geändert.

Vorgeschlagene Daten des Inkrafttretens – Neue Entwürfe, die auf Grundlage einer Beschlussfassung zur Veröffentlichung herausgegeben werden, werden nicht länger vorgeschlagene Daten des Inkrafttretens enthalten. Stattdessen wird man Adressaten in zukünftigen Entwürfen bitten, zu dem Aufwand Stellung zu beziehen, der mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Aktualisierungen einhergeht; die Arbeitsgruppe wird diese dann im Rahmen ihrer endgültigen Erörterungen über die Festlegung des Datums des Inkrafttretens berücksichtigen.

Grundlage für Schlussfolgerungen – Neue Entwürfe und endgültige ASUs, die nach der Märzsitzung 2010 herausgegeben werden, werden eine Grundlage für Schlussfolgerungen sowie abweichende Sichtweisen enthalten, sofern einschlägig.

 

20. März 2010: Mitschrift vom fünften und letzten Tag der Märzsitzung des IASB
IASB und FASB halten derzeit eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 15. bis Freitag, den 19. März 2010 ab. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am fünften Tag der Sitzung angefertigt haben, finden Sie hier.

 

20. März 2010: Newsletter zum Entwurf über die Berichtseinheit
Das IFRS Global Office von Deloitte hat einen IAS Plus Update-Newsletter mit dem Titel IASB veröffentlicht Entwurf zur Beschreibung der Berichtseinheit im Rahmenkonzept veröffentlicht (in englischer Sprache, 69 KB). Am 11. März 2010 hatte der IASB einen Entwurf zum Konzept der Berichtseinheit mit der Bitte um Stellungnahme veröffentlicht. Die Vorschläge sind Teil eines Gemeinsamen Projekts zur Entwicklung eines gemeinsamen und verbesserten Rahmenkonzepts, das die Grundlage für die Entwicklung zukünftiger Bilanzierungsstandards darstellt. Die Stellungnahmefrist läuft am 16. Juli 2010 ab. In unserem Newsletter erläutern wir die in dem Entwurf enthaltenen Vorschläge und ihren Einfluss auf Konzern- sowie andere Arten von Abschlüssen. Alle zurückliegenden Ausgaben des IAS Plus Update-Newsletters finden Sie hier.

 

19. März 2010: Eilmeldung! Stellungnahmefrist zum Entwurf von Änderungen an IAS 37 verlängert
Der IASB hat auf seiner heutigen Sitzung beschlossen, die Kommentierungsfrist zum Entwurf von Änderungen an IAS 37 zu verlängern. Neues Ende der Kommentierungsfrist ist der 19. Mai 2010.

 

19. März 2010: EFRAG-Konsultation zu praktischen Auswirkungen der Wertminderungsvorschläge des IASB
Am 22. Februar 2010 hatte die Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) den Entwurf einer Stellungnahme gegenüber dem IASB zu dessen Entwurf hinsichtlich der Bewertung von Finanzinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten und zu ihrer Wertminderung veröffentlicht. Im Stellungnahmeentwurf hatte EFRAG vorsichtig die Vorschläge im IASB-Entwurf in konzeptioneller Hinsicht unterstützt aber darauf hingewiesen, dass die praktischen Auswirkungen noch weiter untersucht werden müssten. EFRAG hat sich daher entschlossen, eine Konsultation durchzuführen, die auch einen Fragebogen beinhaltet. Der Fragebogen enthält eine Reihe von allgemeine Fragen die dabei helfen sollen, Struktur in später folgenden Befragungen von Erstellern zu bringen. Ersteller aus allen Branchen werden gebeten, an der Konsultation teilzunehmen. Weitere Informationen und eine Verknüpfung auf den Fragebogen finden Sie in der englischsprachigen Presseerklärung von EFRAG.

 

19. März 2010: DSR-Stellungnahme zum EFRAG-Stellungnahmeentwurf zuden Änderungen an IAS 37
Der Deutsche Standardisierungsrat (DSR) hat eine Stellungnahme zum EFRAG-Entwurf einer Stellungnahme gegenüber dem IASB zu dessen Entwurf zur Bewertung von Schulden nach IAS 37 veröffentlicht. Der DSR selbst wird seinen eigenen Stellungnahmeentwurf zum Entwurf des IASB erst auf der nächsten Sitzung Ende des Monats erörtern, daher enthält die Stellungnahme gegenüber EFRAG nur einen Überblick über die vorläufigen Meinungen und Entscheidungen des DSR. Das Schreiben in englischer Sprache finden Sie hier (31 KB).

 

19. März 2010: 142. DSR-Sitzung - Sitzungspapiere
Der größte Teil der Sitzungspapiere für den öffentlichen Teil der 142. Sitzung des Deutschen Standardisierungsrates am 25. und 26. März 2010 steht auf der Internetseite des DRSC zum Herunterladen bereit. Die noch fehlenden Papiere sind für die nächsten Tage angekündigt.

 

19. März 2010: Mitschrift vom vierten Tag der Märzsitzung des IASB
IASB und FASB halten derzeit eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 15. bis Freitag, den 19. März 2010 ab. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am vierten Tag der Sitzung angefertigt haben, finden Sie hier.

 

19. März 2010: IFRS-Newsletter zur Versicherungsbilanzierung
Unsere britischen Kollegen haben die Märzausgabe 2010 des Newsletters zur Versicherungsbilanzierung veröffentlicht. Diese Ausgabe trägt den Titel Die Versicherungsbilanzierung nimmt Form an und widmet sich schwerpunktmäßig den gemeinsamen Diskussion von IASB und FASB auf den Sitzungen am 10. und 18. Februar 2010. Die Veröffentlichung eines Entwurfs wird im Mai 2010 erwartet. Ausgabe 12 des Newsletters zur Versicherungsbilanzierung können Sie hier herunterladen (in englischer Sprache, 130 KB). Wir haben dauerhafte Verknüpfungen auf alle Ausgaben des Newsletters auf unserer IAS PLUS-Seite zum Versicherungsprojekt angelegt.

 

19. März 2010: Costa Rica übernimmt den IFRS für KMU
Das costaricanische Institut der Wirtschaftsprüfer ist laut Gesetz der Standardsetzer von Costa Rica. Gegenwärtig befolgen alle Unternehmen mit der Ausnahme einiger regulierter Unternehmen (Banken und Finanzinstitute, Börsenmakler und Pensionsfonds), die von den Regulierungsbehörden erlassene Rechnungslegungsregeln befolgen, die IFRS. Das costaricanische Institut der Wirtschaftsprüfer hat Ende letzten Jahres den IFRS für KMU eingeführt, der zum 1. Januar 2010 in Kraft getreten ist. Das Institut hat jedoch noch nicht endgültig entschieden, welche Unternehmen als KUM anzusehen sind und den IFRS für KMU anwenden dürfen. Wir haben eine neuen IAS PLUS-Länderseite zu Costa Rica für Sie eingerichtet.

 

18. März 2010: Nominierungen erbeten für eine neue Arbeitsgruppe zur Einführung des IFRS für KMU

Die Treuhänder der IFRS-Stiftung haben zu Nominierungsvorschlägen für die Besetzung einer neuen Arbeitsgruppe für den IFRS für KMU (SME Implementation Group, SMEIG) eingeladen. Der Aufgabenbereich und die geplante Arbeitsweise von SMEIG sind auf der Internetseite des IASB veröffentlicht worden: www.iasb.org/IFRS+for+SMEs/SME+Implementation+Group. Die Aufgabe von SMEIG wird sein, die internationale Übernahme des IFRS für KMU zu fördern und die Einführung zu überwachen. SMEIG wird zwei Hauptverantwortlichkeiten haben:

  1. nicht verpflichtende Leitlinien für die Einführung des IFRS für KMU in Form von Fragen und Antworten zu entwickeln, die Interessenten zeitnah öffentlich zur Verfügung gestellt werden, und
  2. dem IASB gegenüber Empfehlungen auszusprechen, falls es den Bedarf geben sollte, den IFRS für KMU zu ändern.

SMEIG wird von Paul Pacter geführt werden, dem IASB-Direktor für den IFRS für KMU. Alle Mitglieder von SMEIG werden auf Freiwilligenbasis Mitglieder sein. SMEIG wird eventuell auch ernannte Beobachter umfassen, die an den Erörterungen teilnehmen können aber kein Stimmrecht besitzen. Nominierungsvorschläge und Bewerbungen werden bis zum 30. April 2010 erbeten. Die englischsprachige Presseerklärung der IFRS-Stiftung finden Sie hier (98 KB).

 

18. März 2010: IFRS-Stiftung bittet um Stellungnahmen zur IFRS-Taxonomie 2010 und bietet neues Ansichtswerkzeug
Die IFRS-Stiftung lädt zu öffentlicher Stellungnahme zum Entwurf einer IFRS-Taxonomie 2010 ein, der am 19. Februar veröffentlicht worden ist. Die vorgeschlagene Taxonomie enthält eine im Vergleich mit der Version von 2009 verbesserte Architektur und integriert zum ersten Mal die vollen IFRS und den IFRS für KMU in einer einzigen Taxonomie. Um die Prüfung der vorgeschlagenen Taxonomie zu erleichtern, stellt die IFRS-Stiftung eine neues Werkzeug zur Verfügung: xIFRS (IFRS mit XBRL). Das Werkzeug ist nur eIFRS-Abonnenten zugänglich. Es unterstützt die Ansicht und das Verständnis der IFRS-Taxonomie, ohne dass irgendeine Kenntnis von XBRL erforderlich ist. xIFRS biete eine Ansicht der elektronischen IFRS mit eingebettetem XBRL-Code und ist sowohl für die vollen IFRS als auch für den IFRS für KMU verfügbar. Die IFRS-Taxonomie 2010 ist eine Übersetzung der IFRS mit Stand vom 1. Januar 2010 in die Unternehmensberichtserstattungssprache XBRL (eXtensible Business Reporting Language). Stellungnahmen zur IFRS-Taxonomie 2010 werden bis 22. April 2010 erbeten. Die Taxonomie (und für eIFRS-Abonnenten xIFRS) steht Ihnen hier zur Verfügung.

 

18. März 2010: Warum Brasilien plant, die IFRS zu übernehmen
Brasilien ist eine der großen Wirtschaftsmächte, die beabsichtigen, die International Financial Reporting Standards (IFRS) zu übernehmen. Robert Bruce, Wirtschaftsprüfer und einer der bedeutendsten britischen Journalisten, die über Finanzen und Rechnungslegung schreiben, hat einen Artikel darüber geschrieben, warum Brasilien sich entschlossen hat, die internationalen Standards einzuführen, und wie sich Brasiliens wachsender Einfluss in der Welt auch auf Finanzberichterstattung ausdehnt. Der IASB stellt diesen Artikel, der allerdings nicht unbedingt offizielle IASB-Meinung darstellt, auf seiner Internetseite zur Verfügung (in englischer Sprache, 41 KB).

 

18. März 2010: IDW-Stellungnahme zur Bewertung von Schulden nach IAS 37
In einem Schreiben an den IASB äußert sich das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) zu dessen Entwurf zur Bewertung von Schulden nach IAS 37. ED 2010/1 befasst sich mit der Bewertung von Rückstellungen im Anwendungsbereich des bisherigen IAS 37, einschließlich Sachleistungsverpflichtungen. Das IDW betrachtet das vorgeschlagene generelle Abstellen auf den am Abschlussstichtag für die Befreiung von der Verpflichtung zu zahlenden Betrag (current exit price/current relief notion) als nicht sachgerecht, da in vielen Fällen eine solche Befreiung rechtlich nicht möglich (z.B. öffentlich-rechtliche Verpflichtungen) bzw. wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Stattdessen sind nach Auffassung des IDW die Erwartungen des Managements für die Bewertung zugrunde zu legen, um den künftigen Ressourcenabfluss realistisch abzubilden. Das vollständige Schreiben des IDW in englischer Sprache finden Sie hier (85 KB).

 

18. März 2010: Ergebnisbericht von der Sitzung des EFRAG-Ausschusses für Planung und Ressourcen
Der Ausschuss für Planung und Ressourcen (Planning and Resource Committee, PRC) der Europäischen Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) kam am 26. Januar 2010 in Brüssel zu einer Sitzung zusammen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Sitzung steht nun auf der Internetseite von EFRAG zur Verfügung (in englischer Sprache, 271 KB).

 

18. März 2010: 39. RIC-Sitzung - Sitzungspapiere
Die Sitzungspapiere für den öffentlichen Teil der 39. Sitzung des Rechnungslegungs Interpretation Committee (RIC) am 24. März 2010 stehen auf der Internetseite des DRSC zum Herunterladen bereit.

 

18. März 2010: Ergebnisse der 141. DSR-Sitzung
Der Ergebnisbericht (46 KB) der Sitzung des Standardisierungsrates vom 5. März steht auf der Internetseite des DRSC zum Herunterladen bereit. Das aktuelle Arbeitsprogramm mit Stand März 2010 finden sie hier (70 KB).

 

18. März 2010: Mitschrift vom dritten Tag der Märzsitzung des IASB
IASB und FASB halten derzeit eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 15. bis Freitag, den 19. März 2010 ab. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am dritten Tag der Sitzung angefertigt haben, finden Sie hier.

 

17. März 2010: DRSC-Jahresbericht 2009
Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat den DRSC-Jahresbericht 2009 veröffentlicht. In seinem Jahresbericht gibt das DRSC einen umfassenden Einblick in die nationale und internationale Arbeit seiner Gremien. Die Arbeit des Deutschen Standardisierungsrats (DSR) war im vergangenen Jahr sehr stark durch die IASB-Projekte im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise geprägt. Dies spiegelt sich auch im Jahresbericht wider. Ferner werden die pro-aktiven Aktivitäten des DSR auf internationaler Ebene erläutert, aber auch andere wesentliche IASB-Projekte dargestellt. Die Überarbeitung der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) wird zudem beschrieben. Das Rechnungslegungs Interpretation Committee (RIC) hat 2009 zu verschiedenen Themenbereichen Interpretationen und Anwendungshinweise entwickelt bzw. überarbeitet. Diese werden im Jahresbericht vorgestellt. Der Jahresbericht 2009 steht auf der Internetseite des DRSC zum Herunterladen bereit (5,56 MB). Eine gebundene Ausgabe kann beim DRSC e.V. angefordert werden (bahrmann@drsc.de).

 

17. März 2010: Protokoll der zweiten Sitzung des Expertenbeirats zu Wertminderungen
Im November 2009 hatte der IASB bei der Herausgabe des Standardentwurfs zur Wertminderung finanzieller Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, bekanntgegeben, dass er infolge der erheblichen praktischen Herausforderungen beim Übergang auf ein Modell der erwarteten Verluste ein beratendes Expertenpanel einsetzen wird, das aus Experten auf dem Gebiet des Kreditrisikomanagements besteht und den Board beraten soll. Das beratende Panel wurde im Dezember 2009 gebildet und hielt dann auch seine erste Sitzung ab, die eine Kennenlernrunde und ein Treffen zur Formulierung der Arbeitspakete war. Seine zweite Sitzung hielt das Panel am 25. und 26. Februar 2010 ab. Der Stab des IASB hat jetzt ein Protokoll der zweiten Sitzung zur Verfügung gestellt (in englischer Sprache, 32 KB). Eine Liste der Mitglieder des beratenden Expertenpanels finden Sie hier (18 KB).

 

17. März 2010: 13. Ergänzungslieferung der DRS erhältlich
Laut Information des Schäffer-Poeschel-Verlags steht ab sofort die 13. Ergänzungslieferung der Deutschen Rechnungslegungs Standards zur Verfügung. Diese Ergänzungslieferung beinhaltet u.a. die mit DRÄS 5 geänderten Standards zur Lageberichterstattung (DRS 5, DRS 5-10, DRS 5-20, DRS 15 und DRS 16) sowie die RIC Anwendungshinweise Nr. 1 und Nr. 2. Genios bietet die Online-Textversion an. Die 14. Ergänzungslieferung mit den geänderten Standards aus dem DRÄS 4 folgt im April 2010.

 

17. März 2010: Mitschrift vom zweiten Tag der Märzsitzung des IASB
IASB und FASB halten derzeit eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 15. bis Freitag, den 19. März 2010 ab. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am zweiten Tag der Sitzung angefertigt haben, finden Sie hier.

 

17. März 2010: Neuer IFRS for SMEs Update-Newsletter des IASB
Der IASB hat die erste Ausgabe des IFRS for SMEs Update-Newsletters veröffentlicht – eine regelmäßig erscheinende Zusammenfassung des Stabs zu Nachrichten im Zusammenhang mit dem International Financial Reporting Standard für kleine und mittelgroße Unternehmen (IFRS für KMU).
Inhalte der ersten Ausgabe des IFRS for SMEs Update:
bullet Treuhänder verabschieden Statuten und Arbeitsweise für die mit Umsetzungsfragen zum IFRS für KMU betraute Gruppe
bullet die ersten beiden 'Train the Trainer'-Workshops zum IFRS für KMU abgehalten
bullet Lehrmaterial der IFRS-Stiftung zum IFRS für KMU
bullet Übersetzungen des IFRS für KMU
bullet Jüngste Übernahmen des IFRS für KMU in Rechtskreisen
bullet wo man Materialien rund um den IFRS für KMU beziehen kann

Weiterführende Informationen in englischer Sprache:

bullet Ausgaben des IFRS for SME Update-Newsletters im PDF- oder HTML-Format können Sie auf der Internetseite des IASB einsehen
bullet Wenn Sie über zukünftige Ausgaben des IFRS for SME Update-Newsletters und andere Neuigkeiten rund um den IFRS für KMU informiert werden wollen, können Sie sich für ein Emailabonnement zum IFRS für KMU registrieren.

 

16. März 2010: IASB-Vorsitzender spricht vor den Finanzministern der EU
Heute spricht der IASB-Vorsitzende Sir David Tweedie vor dem Rat für Wirtschaft und Finanzen (Economic and Financial Affairs Council, ECOFIN) der Europäischen Union. Er erstattet Bericht zu den Fortschritten, die der IASB beim Erreichen der Harmonisierungsziele erzielt hat, die die G-20 gefordert hatte. Er spricht außerdem über Sachverhalte, die von der G-20 und der EU im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise aufgebracht worden waren. Sir Davids vorbereitete Ansprache in englischer Sprache können Sie hier herunterladen (26 KB).

 

16. März 2010: Gemeinsame Sondersitzung von IASB und FASB am 8. April
Der IASB hat unter Vorbehalt eine gemeinsame Sondersitzung mit dem FASB in den Räumen des IASB in London am Donnerstag, den 8. April 2010 angekündigt. Eine Tagesordnung wurde noch nicht bekannt gegeben. Die beiden Boards werden außerdem ihre reguläre monatliche Sitzung für April vom 19. bis 23. April 2010 in London abhalten.

 

16. März 2010: Änderung der Tagesordnung für die Märzsitzung des IASB
Die Tagesordnung für die derzeit stattfindende gemeinsame Sitzung des IASB und des FASB in London wurde geändert. Der für Dienstag, den 16. März geplante Tagesordnungspunkt Finanzinstrumente mit Eigenschaften von Eigenkapital entfällt. In der darauffolgenden Woche wurden die Tagesordnungspunkte Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (ursprünglich für den 24. März vorgesehen) und Ausbuchung (ursprünglich für den 22. März vorgesehen) miteinander getauscht. Wir haben die Agenda, die wir Ihnen am 8. März 2010 zur Verfügung gestellt hatten, entsprechend angepasst.

 

16. März 2010: Internetsendung des IASB zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten
Der IASB wird eine live ausgestrahlte Internetsendung zum aktuellen Stand bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten abhalten:
bullet Thema der Internetsendung: Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten
bullet Datum und Uhrzeit: Montag, 22. März 2010 um 11:30 Uhr und als Wiederholung 16:00 Uhr (Angaben nach deutscher Zeit)
bullet Weitere Informationen und Anmeldung: hier

 

16. März 2010: Mitschrift vom ersten Tag der Märzsitzung des IASB
IASB und FASB halten derzeit eine gemeinsame Sitzung in den Räumen des IASB von Montag, den 15. bis Freitag, den 19. März 2010 ab. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte am ersten Tag der Sitzung angefertigt haben, finden Sie hier.

 

15. März 2010: Britische Finanzdienstleistungsbehörde warnt vor 'Bilanzierungsanomalien'
Die britische Finanzdienstleistungsbehörde (Financial Services Authority, FSA, die Banken- und Wertpapieraufsicht in Großbritannien) hat einen Bericht zum Ausblick auf Finanzrisiken herausgegeben (Financal Risk Outlook 2010, 2,96 MB). In dem Bericht werden die Finanzinstitute gewarnt, dass 'Bilanzierungsanomalien' das Risiko bergen, Gewinne in einer sich verschlechternden wirtschaftlichen Situation berichten zu müssen – was die FSA prophezeit. Dies könne geschehen, da nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften gestattet ist, Asset Backed Securities zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren, während Credit Default Swaps erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die FSA ermahnt die Finanzinstitute deshalb, in ihren Angaben klare Aussagen zu tätigen.
Die künftige Entwicklung von Risiken kann aufgrund von Bilanzierungsanomalien falsch beurteilt werden. Bilanzierungsanomalien, die auf eine unterschiedliche Behandlung von Handels- und Bankbuch zurückgehen, bergen die Gefahr, dass die künftige Entstehung von Risiken nicht klar verstanden und kommuniziert wird. Vor der Krise haben viele Banken und Investmentbanken sog. negative Basistrades abgeschlossen, also Asset Backed Securities gehalten und Schutz in Form von CDS gegen denselben Namen erworben. Beide Seiten des Geschäfts wurden ursprünglich im Handelsbuch geführt. Nachfolgend haben einige Banken – im Rahmen einer zulässigen bilanziellen Behandlungsweise – die ABS in das Bankbuch übertragen, während die CDS im Handelsbuch blieben. Bei dieser Behandlungsweise führt jede Verschlechterung im wirtschaftlichen Umfeld infolge einer daraus resultierenden Vergrößerung des Credit Spreads sofort zu einem Gewinn im Handelsbuch, während die ABS-Werte im Bankbuch solange unverändert bleiben, bis ein tatsächlicher Ausfall zu einer Wertminderung der Vermögenswerte führt.

 

15. März 2010: Beirat für ein EFRAG-Projekt zu einem Rahmenkonzept für Angaben
Ein Projekt zur Entwicklung eines Rahmenkonzepts für Angaben ist als Teil der pro-aktiven Tätigkeiten der Europäischen Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) aufgenommen worden. Ziel des Projekts soll sein, einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Darstellung und der Relevanz von Informationen in Abschlüssen zu leisten. Das Projekt steht unter der Leitung von EFRAG und wird vom britischen ASB unterstützt. Als Teil des Projekts soll ein paneuropäischer Beirat eingerichtet werden, um die Arbeiten zu unterstützen, und EFRAG bittet um Nominierungen für die Mitgliedschaft in diesem Beirat. Weitere Informationen finden Sie in der englischsprachigen Presseerklärung von EFRAG.

 

15. März 2010: EFRAG-Aufsichtsrat tagt am 26. März
Der Aufsichtsrat der Europäischen Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) wird am Freitag, den 26. März 2010 in Brüssel tagen. Die Sitzung steht Beobachtern offen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie in der englischsprachigen Presseerklärung von EFRAG.

 

15. März 2010: DRSC-Stellungnahme zur EU-Konsultation zum IFRS für KMU
Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) hat seine Stellungnahme an die EU zum Konsultationspapier zum IFRS für KMU verabschiedet. Das DRSC hat die Entwicklung des IFRS für KMU und die entsprechenden Feldversuche in Deutschland eng begleitet. Der endgültige IFRS für KMU wurde vom DRSC sorgfältig geprüft. Trotz einiger verbleibender Kritikpunkte ist das DRSC der Meinung, dass dieser Standard für die Anwendung durch eine große Gruppe von Unternehmen in Europa und in Deutschland geeignet ist. Die vollständige Stellungnahme in englischer Sprache finden Sie hier (118 KB).

 

15. März 2010: IOSCO-Prinzipien zur Datensammlung über Hedge-Fonds
Der fachliche Ausschuss der internationalen Vereinigung der Wertpapieraufsichtsbehörden (International Organization of Securities Commissions, IOSCO) hat Einzelheiten einer Vorlage zur weltweiten Sammlung von Informationen über Hedge-Fonds, auf die man sich verständigt hat, veröffentlicht. Die Vorlage ist dazu gedacht, die Sammlung auf den Austausch einheitlicher und vergleichbarer Daten zwischen den Aufsichtsbehörden und anderen berufenen Organisationen zu ermöglichen, um eine internationale Zusammenarbeit der Aufsichten bei der Identifizierung möglicher systemischer Risiken in diesem Sektor zu erleichtern. IOSCO ist der Ansicht, dass die Teilnehmer u.a. am besten über ihre Handelstätigkeiten, die Märkte, in denen sie tätig sind, Finanzierung und Informationen über die Gegenparteien beobachtet werden können.
Es gibt elf vorgeschlagene Kategorien an Informationen, die sowohl aufsichtliche als auch systemische Daten einbeziehen und auf den Empfehlungen zur Datensammlung aufbauen, die im Abschlussbericht über die Beaufsichtigung von Hedge-Fonds (aus dem Juni 2009) niedergelegt sind. Bei diesen Kategorien handelt es sich um:
bullet Allgemeine Informationen über Manager und Berater
bullet Erfolgslage und Anlegerinformationen hinsichtlich gedeckter Fonds
bullet Gemanagte Vermögenswerte
bullet Produktrisikopositionen (brutto und netto) sowie Konzentrationen an Klassen von Vermögenswerten
bullet Geografische Risikopositionen, brutto und netto
bullet Sachverhalte im Zusammenhang mit Handel und Umschlag
bullet Sachverhalte im Zusammenhang mit Vermögenswerten/Schulden
bullet Kreditaufnahme
bullet Risikosachverhalte
bullet Risikopositionen aus der Bonität der Gegenpartei
bullet Sonstige Sachverhalte

IOSCO empfiehlt, dass die erste Übung zur Datensammlung nach bestem Gewissen im September 2010 erfolgen sollte (infolge der in vielen Rechtskreisen im Gang befindlichen Gesetzesentwicklung). Weitere Informationen in englischer Sprache:

bullet Presseerklärung (168 KB)
bullet Abschlussbericht über die Beaufsichtigung von Hedge-Fonds Juni 2009 (277 KB)

 

13. März 2010: DTT-Mitgliedsfirmen antworten auf die Konsultation der EU hinsichtlich IFRS für KMU
 

Die im Europäischen Wirtschaftsraum ansässigen Mitgliedsfirmen von Deloitte Touche Tohmatsu (DTT) haben eine gemeinsame Antwort auf das Konsultationspapier der Europäischen Kommission zum IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen übermittelt. Die Kommission leitete die Konsultation im November 2009 ein, um ein Verständnis für die Sichtweise der Adressaten in der EU hinsichtlich des IFRS für KMU zu gewinnen. Die Kommission sagte, dass die Antworten der Kommission bei ihrer derzeitigen Überprüfung der Bilanzrichtlinien eine Hilfe sein werden. Die Sichtweise der europäischen Mitgliedsfirmen von DTT ist insgesamt die folgende:
Wir glauben, dass der IFRS für KMU für eine weit verbreitete Anwendung innerhalb von Europa und für Unternehmen jeder Art und Größe taugt, vorausgesetzt solche Unternehmen erstellen Mehrzweckabschlüsse. Der IFRS für KMU ist ein qualitativ hochwertiger, globaler, prinzipienbasierter Standard, der von Spezialisten rund um den Globus mittels eines ausgedehnten Konsultationsprozesses entwickelt wurde, und wir glauben, dass seine Anwendung Nutzern (durch eine erhöhte Vergleichbarkeit der Abschlüsse) und Erstellern (durch verminderte Kosten für Konzerne und Skaleneffekte im Allgemeinen) nutzbringend und der Erleichterung des grenzüberschreitenden Handels, der Dienstleistungen – darunter Bilanzierung und Prüfung – sowie des Kapitalverkehrs dienlich wäre. Im europäischen Kontext glauben wir, dass dies dazu beitragen kann, den Binnenmarkt eine Realität für kleinere Unternehmen werden zu lassen, und den vielen Unternehmen, die nicht an einem geregelten Markt notiert sind, aber grenzüberschreitend in der EU tätig sind, Nutzen bringen kann. Zudem mag er die Kosten für die Standardsetter in den Mitgliedstaaten verringern.

Weiterführende Informationen:

bullet Antwort der DTT-Mitgliedsfirmen des europäischen Wirtschaftsraums auf die Konsultation (in englischer Sprache, 39 KB)
bullet Konsultationspapier (68 KB)

 

13. März 2010: Zusammenfassung der IFRSIC-Agendaentscheidungen aktualisiert

Wir haben unsere Zusammenfassung der Sachverhalte, die das IFRSIC nicht in sein Arbeitsprogramm aufgenommen hat, aktualisiert, um die endgültigen Entscheidungen widerzuspiegeln, die das IFRSIC auf seiner Sitzung im März 2010 getroffen hat. Unsere Zusammenfassung beinhaltet nunmehr 180 Sachverhalte:

bullet IAS 21 Die Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse – Bestimmung der funktionalen Währung einer Investmentholdinggesellschaft
bullet IAS 32 Finanzinstrumente: Ausweis – Ermessen der Anteilseigner
bullet IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten – Wechselwirkung mit den Übergangsvorschriften von IFRS 8
bullet IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Bemessungseinheit bei Termingeschäften mit volumetrischer Optionalität

 

12. März 2010: Zweite der zwei gebundenen Ausgaben der IFRS 2010 jetzt verfügbar

Der IASB hat die Gesamtausgabe der IFRS für 2010 (das 'rote Buch') herausgegeben. Dabei handelt es sich um die herkömmliche Gesamtausgabe, die die jeweils aktuelle Fassung der IFRS und der sie unterstützenden Materialien (veranschaulichende Beispiele, Umsetzungsleitlinien, die Grundlage für Schlussfolgerungen sowie abweichende Meinungen) enthält, wie sie vom IASB bis zum 1. Januar 2010 herausgegeben worden sind. Das schließt jene Standards ein, die erst nach dem 1. Januar 2010 verpflichtend anzuwenden sind. Im Januar hatte der Board eine Fassung der Gesamtausgabe veröffentlicht (das 'blaue Buch'), die lediglich jene Verlautbarungen enthält, deren Anwendung zum 1. Januar 2010 verpflichtend ist. Die wesentlichen Änderungen im roten Buch betreffen die Einfügung

bullet eines neues Standards: IFRS 9
bullet eines überarbeiteten Standard: IAS 24 (die Fassung 2003 von IAS 24, die ersetzt wurde, hat man weggelassen – die ersetzte Fassung kann für 2009 und 2010 weiterhin angewendet werden)
bullet Änderungen an den IFRS, die als eigenständige Dokumente erschienen sind
bullet Änderungen an den IFRS, die im Rahmen des zweiten jährlichen Verbesserungsprojekt erschienen sind
bullet Änderungen an anderen IFRS infolge der Änderung überarbeiteter oder geänderter Standards ('Folgeänderungen')
bullet zwei neue Interpretationen: IFRIC 18 und 19

Aufgrund des zunehmenden Umfangs der Inhalte wird das rote Buch 2010 in zwei Bänden erscheinen:

bullet Band A enthält die IFRS ohne Anhänge nebst Einführungen und erläuternden Überschriften.
bullet Band B enthält die (unverbindlichen) Begleitmaterialien wie die Grundlage für Schlussfolgerungen, Umsetzungsleitlinien und veranschaulichende Beispiele.

Sie können das Werk jetzt auf der Internetseite des IASB bestellen. Das rote Buch kostet ebenso wie das blaue Buch £60 plus Versandkosten (es gibt Nachlässe für Studenten, Lehrkräfte und Besteller aus Ländern mit geringem oder mittleren Einkommen sowie Mengenrabatt). Erwerben Sie das rote und das blaue Buch zusammen, beträgt der Gesamtpreis £90 plus Versandkosten.

 

12. März 2010: Mitschrift von der gemeinsamen Sondersitzung von IASB und FASB am 11. März 2010
IASB und FASB kamen am 11. März 2010 für eine gemeinsame Sondersitzung in den Geschäftsräumen des IASB in London zusammen. Die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte von der Sitzung gemacht haben, steht Ihnen auf einer separaten Seite zur Verfügung. Die reguläre Märzsitzung des Boards wird in der kommenden Woche stattfinden.

 

11. März 2010: 142. DSR-Sitzung
Die Agenda für die 142. Sitzung des Deutschen Standardisierungsrats (DSR) am 25. und 26. März 2010 steht auf der Internetseite des DRSC zum Herunterladen bereit. Die Agenda sowie weitere Informationen, u.a. Verknüpfungen für die Anmeldung finden Sie hier.

 

11. März 2010: IASB gibt Entwurf zur Phase D des Rahmenkonzepts heraus – Die Berichtseinheit
Der International Accounting Standards Board (IASB) und der US-amerikanische Financial Accounting Standards Board (FASB) haben heute einen Entwurf zum Konzept der Berichtseinheit veröffentlicht. Die darin enthaltenen Vorschläge sind Ergebnis des Projekts zur Entwicklung eines gemeinsamen und verbesserten Rahmenkonzepts, das die Grundlage für die Entwicklung künftiger Standards bieten soll. Im gegenwärtigen Rahmenkonzept des IASB wird ein berichtendes Unternehmen in einem Satz ohne weitere Erklärungen definiert; das FASB-Rahmenkonzept enthält keine Definition. Die heute veröffentlichten Vorschläge sollen diese Lücke schließen. Im Mai 2008 war ein Diskussionspapier zum neuen Konzept der Berichtseinheit veröffentlicht worden, das bei den Anwendern breite Unterstützung erhielt. Unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen und nach erneuter Erörterung wurde nun die folgende Definition erarbeitet:
Eine Berichtseinheit ist ein fest umrissener Teil einer wirtschaftlichen Aktivität, dessen Finanzinformationen möglicherweise für gegenwärtige und potenzielle zukünftige Eigenkapitalgeber, Fremdkapitalgeber und andere Kreditgeber in ihrer Funktion als Kapitalgeber entscheidungsnützlich sein können.
Stellungnahmen sind bis zum 16. Juli 2010 einzureichen. Der englischsprachige Entwurf steht Ihnen auf der Internetseite des IASB in der Rubrik Open to Comment zur Verfügung.

 

11. März 2010: EFRAG-Stellungnahme zum Entwurf zum Lagebericht
Die Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat ihre Stellungnahme an den IASB zum Entwurf ED/2009/6 Lageberichterstattung verabschiedet. EFRAG unterstützt die Entwicklung eines solchen unverbindlichen Leitliniendokuments, äußert jedoch einige inhaltliche Bedenken und ist grundsätzlich der Meinung, dass vor dem Hintergrund der Prioritäten des IASB jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei, solche Leitlinien zu entwickeln. Die Stellungnahme in englischer Sprache finden Sie hier (135 KB).

 

11. März 2010: IDW nimmt Stellung zur Prüfung von Angaben über Treibhausgasemissionen
Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) nimmt Stellung zur Konsultationspapier des International Auditing und Assurance Standards Board (IAASB), des für Prüfungs- und Beratungsstandards zuständigen internationale Gremiums ,hinsichtlich der Prüfung von Angaben über Treibhausgasemissionen. Im seinem Schreiben (in englischer Sprache, 226 KB) äußert sich das IDW zu einem 30-Fragen-Katalog und den wichtigsten Aspekten der Konsultation, die Anforderungen an die Kompetenz des Auftragsverantwortlichen, die Sicherung der Qualität, die Einhaltung der beruflichen Verhaltensanforderungen sowie die Grundlagen des Prüfungsauftrages.

 

11. März 2010: 39. RIC-Sitzung
Die Agenda für die 39. Sitzung des Rechnungslegungs Interpretations Committees (RIC) am 24. März 2010 steht auf der Internetseite des DRSC zum Herunterladen bereit. Die Agenda sowie weitere Informationen, u.a. Verknüpfungen für die Anmeldung finden Sie hier.

 

10. März 2010: Mögliche Ausnahme von der Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses für Kleinstunternehmen
Das Europäische Parlament hat dafür gestimmt, Kleinstunternehmen von den bestehenden, europaweit geltenden Gesetzen auszunehmen, nach denen sie verpflichtet sind, einen Jahresabschluss zu erstellen. Über den Vorschlag des Parlament muss noch der Rat abstimmen, bevor es zu einer Gesetzesänderung kommen kann. Nach einer entsprechende Verabschiedung hätten dann die Mitgliedstaaten die freie Wahl, ob sie die Kleinstunternehmen vom Jahresabschluss befreien. Die Abgeordneten fordern mit der gleichen Entschließung auch eine allgemeine Überarbeitung der Vierten und Siebten Richtlinie über Gesellschaftsrecht im Jahr 2010. Derzeit sind circa 7,2 Millionen Unternehmen in der EU von den EU-Regeln der Berichterstattung gemäß der entsprechenden Richtlinien betroffen. Etwa 5,4 Millionen (ca. 75%) davon sind Kleinstunternehmen, die vorwiegend auf lokaler oder regionaler Ebene mit wenig oder gar keinen grenzüberschreitenden Aktivitäten tätig sind. Die Presseerklärung des EU-Parlaments finden Sie hier (119 KB). Die EU-Kommission führt derzeit eine Konsultation zur Anwendung des IFRS für KMU in Europa durch.

 

10. März 2010: DSR-Stellungnahme zum Entwurf zum Lagebericht
Der Deutsche Standardisierungsrat (DSR) hat seine Stellungnahme an den IASB zum Entwurf ED/2009/6 Lageberichterstattung verabschiedet. Den meisten Vorschriften im dem prinzipienbasierten Entwurf stimmt der DSR zu; er ist jedoch der Meinung, dass das Ergebnis kein unverbindliches Leitliniendokument sein sollte sondern ein eigenständiger Standard, da nur ein solcher zur Harmonisierung und Verbesserung der Finanzberichterstattung wirklich beitragen könne. Der DSR verweist auf das Beispiel des IFRS für KMU, der auch ein Standard sei aber nicht notwendigerweise verpflichtend ist. Die Stellungnahme in englischer Sprache finden Sie hier (65 KB).

 

10. März 2010: Öffentliche Diskussion des DSR vom 8. März 2010 – Protokoll und Präsentationen verfügbar
Das DRSC gibt bekannt, dass das Protokoll und die Präsentationen der Öffentlichen Diskussion des DSR vom 8. März 2010 ab sofort von der Internetseite des DRSC heruntergeladen werden können. Gegenstand der Öffentlichen Diskussion waren die IASB-Entwurfsdokumente ED/2009/6 Lageberichterstattung und ED/2010/1 Bewertung von Schulden.

 

10. März 2010: Neue Länderseite Kuwait auf IAS PLUS
Wir haben auf IAS PLUS eine neue Länderseite für Kuwait eingerichtet. Kuwait ist schon lange ein IFRS-Land. Seit 1990 verlangt das Wirtschaftsministerium von Kuwait von Unternehmen und Institutionen aller Rechtsformen, gleich ob börsennotiert oder nicht, die Aufstellung von Abschlüssen in Übereinstimmung mit den IFRS. Die mögliche Anwendung des IFRS für KMU wird derzeit untersucht.

 

9. März 2010: Aktualisierter Bericht zum Status des Übernahmeprozesses
Auf seiner Sitzung am 4. März 2010 hat der Regelungsausschuss für Rechnungslegung (RAR) der EU-Kommission für die Annahme von IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (überarbeitet 2009), Änderungen an IFRIC 14 IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungs­orientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung, IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente und Änderung an IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 gestimmt. Die Europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat ihren Bericht zum Status des Übernahmeprozesses entsprechend aktualisiert. Mit Ausnahme von IFRS 9, bei dem die Entscheidung hinsichtlich der Übernahme aufgeschoben wurde, wird nun die Übernahme aller noch nicht übernommenen Verlautbarungen des IASB spätestens im zweiten Quartal 2010 erwartet. Eine Verknüpfung auf den aktuellen EFRAG-Statusbericht, der alle noch nicht für die Anwendung in Europa übernommenen Verlautbarungen und den jeweiligen Fortschritt im Übernahmeprozess zeigt, finden Sie in der linken Spalte unserer Startseite. Als neuen Service bieten wir Ihnen gleich darüber eine Zusammenstellung dazu, welche Verlautbarungen des IASB in der laufenden Rechnungslegungsperiode zu berücksichtigen und welche als neu gemäß IAS 8 anzugeben sind.

 

9. März 2010: Internetsendung des IASB zum sonstigen Gesamtergebnis
Der IASB wird eine live ausgestrahlte Internetsendung zum aktuellen Stand der Darstellung von Posten im sonstigen Gesamtergebnis (other comprehensive income, OCI) abhalten:
bullet Thema der Internetsendung: Darstellung von Posten im sonstigen Gesamtergebnis
bullet Datum und Uhrzeit: Montag, 15. März 2010 um 11:00 Uhr und als Wiederholung am Freitag, 19. März 2010 um 16:30 Uhr (Angaben nach deutscher Zeit)
bullet Weitere Informationen und Anmeldung: hier

 

9. März 2010: Deloitte-Studie zur Zwischenberichterstattung in Großbritannien
Unsere britischen Kollegen haben Keine halben Sachen bei der Bewertung herausgegeben, eine Studie zur halbjährlichen Berichterstattung im Jahr 2009 bei 130 börsennotierten Unternehmen im Vereinigten Königreich. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf den Vorschriften von IAS 34 Zwischenberichterstattung und den Vorschriften zur Halbjahresberichterstattung der britischen Angabe- und Transparenzregelungen (Disclosure and Transparency Rules, DTR), die im Handbuch der britischen Finanzdienstleistungsbehörde (Financial Services Authority, FSA) enthalten sind. Sie können die englischsprachige Publikation Measuring by Halves kostenfrei herunterladen (1.121 KB).

 

8. März 2010: "The Hundred" und der IASB erörtern IAS 37
Am 5. März 2010 hielt Deloitte eine live ausgestrahlte Internetsendung mit der Gruppe der 100 Finanzdirektoren im Vereinigten Königreich (The Hundred Group of Finance Directors in the UK) und dem IASB zur Zukunft der Bilanzierung von Schulden nach IFRS ab. Der IASB befindet sich in den letzten Zügen eines Projekts zur Überarbeitung von IAS 37. Der ursprüngliche Entwurf war im Juli 2005 zur Stellungnahme veröffentlicht worden. Im Januar 2010 veröffentlichte der IASB einen weiteren Entwurf, der auf die vorgeschlagenen Änderungen bei der Bewertung von Schulden begrenzt war; am 22. Februar stellte der IASB außerdem einen Arbeitsentwurf des ganzen überarbeiteten Standards IAS 37 auf seiner Internetseite zur Verfügung, um interessierten Parteien zu ermöglichen, einzuschätzen, wie die überarbeiteten Leitlinien zur Bewertung in den vorgeschlagenen neuen Standard eingreifen. Die Kommentierungsfrist endet am 14. April 2010. Als Teil seiner Einbindungsaktivitäten erörtert der IASB in dieser Internetsendung mit "The Hundred" alle Aspekte des vorgeschlagenen neuen Standards.

"The Hundred" hat an den IASB geschrieben, um eine erneute Veröffentlichung des gesamten Standards zur Stellungnahme zu verlangen; sollte dies nicht der Fall sein, erbitte man eine Verlängerung der Kommentierungsfrist der gegenwärtigen Vorschläge, da es fast fünf Jahre her ist, dass der ursprüngliche Entwurf herausgegeben wurde. Wie viele andere Stellungnahmenden hinterfragte "The Hundred" sowohl die Ansatz- als auch die Bewertungsaspekte der Vorschläge kritisch. In Stellvertretung von "The Hundred" stellten Vertreter dreier Unternehmen Fragen: Severn Trent, Tate & Lyle und Tomkins plc. Für den IASB antwortete Boardmitglied Bob Garnett auf die Fragen und wurde von Joan Brown, der Projektmanagerin für dieses Projekt, unterstützt. Gastgeber der Internetsendung waren Veronica Poole, die Leiterin des Global IFRS Office von Deloitte in London, und Mark Smith, stellvertretender Vorsitzender des Finanzberichterstattungsausschusses von "The Hundred".

Eine Aufzeichnung der Internetsendung steht Ihnen hier zur Verfügung (in englischer Sprache). Falls Sie dazu aufgefordert werden, geben Sie als Passwort "831344" an.

 

8. März 2010: Tagesordnung für die IASB-Sitzung im März 2010
Der IASB wird seine reguläre monatliche Sitzung im März 2010 von Montag bis Freitag, den 15.-19. März 2010 in seinen Büroräumen in London abhalten. Am Montag, Dienstag und Mittwoch finden gemeinsame Sitzungsteile mit dem FASB statt. Die Sitzung steht Beobachtern offen und wird im Internet übertragen. Nachfolgend geben wir die Tagesordnung für die Sitzung wieder. Von Montag bis Mittwoch, 22.-24. März 2010 findet die übliche gemeinsame Märzsondersitzung von IASB und FASB ebenfalls in den Büroräumen des IASB in London statt. Auch diese Sitzung steht Beobachtern offen und wird im Internet übertragen. Die entsprechende Tagesordnung nehmen wir in die nachfolgende Übersicht mit auf.

Tagesordnung für die reguläre IASB-Boardsitzung
15.-19. März 2010, London

Montag, 15. März 2010

Gemeinsame Sitzung mit dem FASB (16:30 - 18:00 Uhr Londoner Zeit)

bullet Versicherungsverträge

 

Dienstag, 16. März 2010

IASB-Sitzung (09:15 - 11:45 Uhr Londoner Zeit)

bullet Joint Ventures – Angaben und Übergangsbestimmungen

Gemeinsame Sitzung mit dem FASB (12:15 - 17:00 Uhr Londoner Zeit)

bullet Erlöserfassung – Angaben
bullet Übergreifende Sachverhalte: Versicherungsverträge, Erlöserfassung, Leasingverhältnisse
bullet Konsolidierung

 

Mittwoch, 17. März 2010

IASB-Sitzung (09:00 - 12:30 Uhr Londoner Zeit)

bullet Gemeinsame Sitzung mit EFRAG (eine eigene Agenda für die Sitzung finden Sie hier)
bullet Bewertung zum beizulegenden Zeitwert – Anwendungsbereich des Standards
bullet Bericht über den aktuellen Stand: IFRS Advisory Council (vormals SAC)

Gemeinsame Sitzung mit dem FASB (13:00 - 17:15 Uhr Londoner Zeit)

bullet Versicherungsverträge (Fortsetzung vom 15. März)
bullet Leasingverhältnisse

 

Donnerstag, 18. März 2010

IASB-Sitzung (09:00 - 16:45 Uhr Londoner Zeit)

bullet Jährliche Verbesserungen an den IFRS ─ 2008-2010
bullet Ertragsteuern – Begrenzte Änderungen an IAS 12
bullet Ausbuchung
bullet Ersetzung von IAS 39: Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

 

Freitag, 19. März 2010

IASB-Sitzung (11:30 - 12:30 Uhr Londoner Zeit)

bullet Bericht über den aktuellen Stand: IFRSIC (vormals IFRIC)
bullet Ersetzung von IAS 39: Klassifizierung und Bewertung – Finanzielle Verbindlichkeiten
bullet Restanten (falls benötigt)

 

Tagesordnung für die reguläre gemeinsame Märzsitzung von IASB und FASB
22.-24. März 2010, London

Montag, 22. März 2010

Gemeinsame Sitzung mit dem FASB (13:15 - 18:00 Uhr Londoner Zeit)

bullet Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
bullet Übergreifende Sachverhalte: Versicherungsverträge, Erlöserfassung, Leasingverhältnisse
bullet Versicherungsverträge (Fortsetzung vom 17. März)

 

Dienstag, 23. März 2010

Gemeinsame Sitzung mit dem FASB (09:00 - 17:45 Uhr Londoner Zeit)

bullet Konsolidierung (Fortsetzung vom 16. März)
bullet Leasingverhältnisse (Fortsetzung vom 17. März)
bullet Versicherungsverträge (Fortsetzung vom 22. März)

 

Mittwoch, 24. März 2010

Gemeinsame Sitzung mit dem FASB (09:00 - 11:30 Uhr Londoner Zeit)

bullet Versicherungsverträge (Fortsetzung vom 23. März)
bullet Ausbuchung – Unterrichtseinheit

 

8. März 2010: Mitschnitt der 141. DSR-Sitzung
Die Mitschnitte der einzelnen Tagesordnungspunkte der 141. DSR-Sitzung vom 5. März 2010 sind jetzt archiviert und können von der Internetseite des DRSC abgerufen werden.

 

8. März 2010: Änderung des RIC 3 verabschiedet
Das Rechnungslegungs Interpretations Committee (RIC) hat die Rechnungslegungs Interpretation RIC 3 Auslegungsfragen zu den Amendments to IAS 32 Financial Instruments: Presentation and IAS 1 Presentation of Financial Statements: Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation durch Beschluss vom 10. Februar 2010 ergänzt und teilweise geändert. Die Ergänzung bezieht sich auf Fragestellung 8 des RIC 3 („Verletzt das Entnahmerecht der Gesellschafter i.S.d. § 122 HGB die Bedingung des IAS 32.16A (d) – keine weiteren Zahlungsverpflichtungen?“) und stellt die Auswirkungen sog. Steuerklauseln in Gesellschaftsverträgen dar. Daneben wurden kleinere redaktionelle Änderungen vorgenommen, um die Klarheit der Aussagen zu erhöhen. Der Deutsche Standardisierungsrat (DSR) hat dieser Änderung zugestimmt. Der geänderte RIC 3 wird in der im April erscheinenden 14. Ergänzungslieferung der Loseblattsammlung Deutsche Rechnungslegungs Standards/Rechnungslegungs Interpretationen verfügbar sein.

 

8. März 2010: Studie zu neuen Finanzberichterstattungsmodellen

Die Fakultät für Finanzberichterstattung des Instituts der Wirtschaftsprüfer von England und Wales (Institute of Chartered Accountants in England and Wales, ICAEW) hat Entwicklungen bei den neuen Berichterstattungsmodellen herausgegeben. In diesem Bericht wird argumentiert, dass die Berichterstattung durch Unternehmen die Veränderungen in der Geschäftstätigkeit, der Informationstechnologie und den Bedürfnissen der Nutzer widerspiegeln muss. Dies sei ein fortlaufender Prozess. Daher müsse die Diskussion der Zukunft der Unternehmensberichterstattung in neue Gleise geleitet werden. Es gäbe keine einfache harte Entscheidung zwischen einem alten Modell und einem neuen; es gebe einen Bedarf sich ständig fortentwickelnder Verbesserungen. Folgende Dokumente stehen Ihnen in englischer Sprache auf der Internetseite des ICAEW zur Verfügung:

bullet Entwicklungen bei den neuen Berichterstattungsmodellen (vollständiger Bericht, 109 Seiten, 580 KB)
bullet Entwicklungen bei den neuen Berichterstattungsmodellen (Abstrakt, 4 Seiten, 57 KB)

 

8. März 2010: IDW nimmt Stellung zu neuen Prüfungsstandards der PCAOB
Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) erneut Stellung gegenüber der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Public Company Accounting Oversight Board, PCAOB) zu deren im Oktober 2009 veröffentlichten Entwürfen von sieben neuen Prüfungsstandards zum Prüfungsrisiko, die im Rahmen des Konsultationsprozesses nochmals zwecks Stellungnahme veröffentlicht wurden. Wie auch schon in seiner Stellungnahme vom 18.02.2009 spricht sich das IDW für die Annäherung der PCAOB Standards an die internationalen Prüfungsstandards (ISA) aus und bemängelt, dass dazu von der PCAOB keine größeren Anstrengungen unternommen wurden. Das englischsprachige Schreiben des IDW finden Sie hier (96 KB).

 

7. März 2010: IFRS für KMU im Libanon

Nicht börsennotierte libanesische Unternehmen können den IFRS für KMU anwenden. Gemäß libanesischem Ministererlass Nr. 1/6258 vom 21. August 1996, der vom Finanzminister herausgegeben worden ist, müssen die folgenden Arten von Unternehmen im Libanon die International Accounting Standards (jetzt IFRS) anwenden:

bullet Alle Holding- und Offshore-Unternehmen, Unternehmen mit beschränkter Haftung sowie Aktiengesellschaften ungeachtet ihrer Art, Größe, Anzahl der Mitarbeiter und Umsatz;
bullet Alle Niederlassungen ausländischer Unternehmen, die im Libanon tätig sind; sowie
bullet Alle Einzelhandelskaufläufe und Personengesellschaften, deren Gesamtzahl der Beschäftigten 25 übersteigt oder die einen Jahresumsatz von mehr als 750 Mio. libanesischen Pfund haben (ca. 360.000 Euro).

Da der IFRS für SMEs ein IFRS ist, haben nicht börsennotierte Unternehmen nunmehr die Wahl, die vollen IFRS oder den IFRS für KMU anzuwenden, und viele entscheiden sich für die Anwendung des IFRS für KMU. Unternehmen, die an der Beiruter Wertpapierbörse notiert sind, müssen die vollen IFRS anwenden. Wir haben auf IAS PLUS eine neue Länderseite Libanon eingerichtet.

 

6. März 2010: Mitschrift von der Märzsitzung 2010 des IFRS Interpretations Committees
Das IFRS Interpretations Committee kam am Donnerstag und Freitag, den 4. und 5. März 2010 in den Büroräumen des IASB in London zu einer Sitzung zusammen. Wir haben Ihnen die Übersetzung der vorläufigen und inoffiziellen Mitschrift, die Beobachter von Deloitte angefertigt haben, wie immer auf einer eigenen Seite zur Verfügung gestellt.

 

5. März 2010: Schweizer Prüfungsstandards, Ausgabe 2010
Die Treuhand-Kammer der Schweiz hat die Ausgabe 2010 der Prüfungsstandards (PS) zur Verfügung gestellt. Die Prüfungsstandards in der Ausgabe 2010 berücksichtigen das neue Revisionsrecht sowie das Revisionsaufsichtsgesetz. Das Konzept der PS der vorliegenden Ausgabe 2010 hat sich gegenüber der Ausgabe 2004 nicht verändert. Umfassend überarbeitet wurden allein PS 260 Kommunikation über die Abschlussprüfung mit den Verantwortlichen für die Leitung und Überwachung und PS 700 Bericht des Abschlussprüfers. Mit Ausnahme von PS 260 und PS 700, welche per sofort für den umfassenden Bericht an den Verwaltungsrat resp. für Revisionsberichte an die Generalversammlung gelten, sind die anderen geänderten PS erstmals anzuwenden für Prüfungen von Abschlüssen und verwandten Dienstleistungen bezüglich Finanzinformationen für Perioden, die am 1. Januar 2010 oder danach beginnen. Alle übrigen PS, welche von der neuen Schweizer Gesetzgebung nicht betroffen sind und folglich keine Änderungen erfahren haben, behalten ihr ursprüngliches Inkraftsetzungsdatum. Die Prüfungsstandards in der Ausgabe 2010 können Sie von der Internetseite der Treuhand-Kammer herunterladen.

 

5. März 2010: Nächste CFSS-Sitzung/ nächste TEG-Sitzung
Die europäische Beratungsgruppe für Finanzberichterstattung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat angekündigt, dass die nächste Sitzung des Beratungsforums der Standardsetzer (Consultative Forum of Standard-Setters, CFSS), bei der EFRAG gemeinsam mit den europäischen Standardsetzern tagt, am 25. März 2010 in Brüssel stattfinden wird. Begleitet wird die Sitzung von einer Sitzung des Fachexpertenausschusses (Technical Experts Group, TEG) vom 24. bis 26. März 2010. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung als Beobachter finden sie in der englischsprachigen Presseerklärung von EFRAG.

 

5. März 2010: IFRS für KMU im Überblick - britische Version

Unserer britischen Kollegen haben eine spezielle Version der Broschüre IFRS für KMU im Überblick für das Vereinigte Königreich herausgegeben. Dieser Leitfaden im Umfang von 88 Seiten zum IFRS für KMU ist dem beliebten IFRS im Überblick/IFRSs in Your Pocket zu den vollen IFRS von Deloitte sehr ähnlich. Dieser Leitfaden ist auf Grundlage einer internationalen Version erstellt, der vom IFRS Global Office herausgegeben wird und den wir Ihnen in Kürze auf IAS PLUS zur Verfügung stellen werden. IFRS für KMU im Überblick widmet sich jedem Abschnitt des IFRS für KMU einzeln, fasst die Vorschriften zusammen und hebt die Unterschiede zu den vollen IFRS hervor. Zusätzliche Leitlinien gelten der Anwendung des IFRS für KMU im Vereinigten Königreich und sind extra markiert. Der IFRS für KMU ist von besonderer Bedeutung im Vereinigten Königreich, da der UK Accounting Standards Board (ASB) vorgeschlagen hat, dass der IFRS für KMU britische Rechnungslegungsstandards ersetzen soll. Der Board hat einen dreigestuften Ansatz vorgeschlagen, die britischen Rechnungslegungsgrundsätze mit den IFRS wie folgt in Einklang zu bringen:

bullet Stufe 1 – öffentlich rechenschaftspflichtige Unternehmen würden die IFRS anwenden, wie sie in der EU gelten.
bullet Stufe 2 – alle andere Unternehmen die Vereinigten Königreichs würden mit Ausnahme derer, die sich dafür entscheiden, den Rechnungslegungsstandard für kleinere Unternehmen (Financial Reporting Standard for Smaller Entities, FRSSE) anzuwenden, den IFRS für KMU anwenden.
bullet Stufe 3 – kleine Unternehmen können sich dafür entscheiden, weiterhin den FRSSE anzuwenden, solange sie nicht zwei der folgenden Kriterien überschreiten: Umsatz £6.500.000; Bilanzsumme £3.260.000; und durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten – 50.

Unternehmen in Stufe 2 und 3 würden das Wahlrecht besitzen, die von der EU übernommenen IFRS anzuwenden, so sie das wollen, und jene in Stufe 3 würden zudem das Wahlrecht haben, den IFRS für KMU anzuwenden. Sie können sich die englischsprachige Broschüre hier kostenfrei herunterladen (273 KB).

 

5. März 2010: Venezuela übernimmt IFRS für KMU
Die Federación de Colegios de Contadores Públicos de Venezuela (FCCPV, die nationale berufsständische Rechnungslegungsorganisation in Venezuela) hat den IFRS für KMU für alle kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Venezuela übernommen. Die Anwendung des IFRS für KMU ist freiwillig möglich für Abschlüsse zu Berichtsperioden, die am 31. Dezember 2010 enden. Für Abschlüsse zu Berichtsperioden, die am 31. Dezember 2011 enden, wird die Anwendung verpflichtend. Hier gelangen Sie zur Internetseite der FCCPV (in spanischer Sprache).

 

5. März 2010: Formale Korrekturen an den IFRS
Der IASB hat auf seiner Internetseite einige formale Korrekturen und Änderungen an seinen Verlautbarungen zur Verfügung gestellt. Betroffen sind das Bound Volume 2009, der IFRS für KMU, IFRS 9 und IAS 24. Sie können die Korrekturen hier einsehen.

 

4. März 2010: Agendaseiten aktualisiert

Nach Abschluss der Übersetzung der Mitschrift der Beobachter von Deloitte von allen Sitzungstagen der IASB-Sitzung vom Februar 2010 und der gestrigen Sondersitzung haben wir die folgenden Seiten zu Sachverhalten auf der Agenda des International Accounting Standards Board (IASB) für Sie aktualisiert, um die Diskussionen und Entscheidungen der Sitzungen widerzuspiegeln:

bullet Ablösung von IAS 39: Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
bullet Ablösung von IAS 39: Klassifizierung und Bewertung
bullet Ausbuchung von Finanzinstrumenten
bullet Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
bullet Darstellung des Abschlusses
bullet Erlöserfassung
bullet Finanzinstrumente mit Eigenschaften von Eigenkapital
bullet Joint Ventures
bullet Konsolidierung
bullet Leasingverhältnisse
bullet Leistungen nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses
bullet Preisregulierte Geschäfte
bullet Versicherungsverträge

 

4. März 2010: Anpassung von IDW Prüfungsstandards
Der Hauptfachausschuss (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat Änderungen von IDW Prüfungsstandards zur Anpassung an die im Rahmen des Klarheitsprojekts überarbeiteten International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Diese Änderungen werden in einem zusammenfassenden Entwurf veröffentlicht. Der IDW EPS 001 kann in der Rubrik Verlautbarungen, Download von Entwürfen auf der Internetseite des IDW heruntergeladen werden. Außerdem wird er in Heft 3 der IDW Fachnachrichten 2010 veröffentlicht werden.

 

4. März 2010: IDW zum IFRS für KMU
Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat sich in einem Schreiben (in englischer Sprache, 79 KB) zum Konsultationspapier der EU-Kommission zur Frage der Verankerung des IFRS für KMU im europäischen Recht geäußert. Das IDW äußert Bedenken, ob der Standard tatsächlich den Bedürfnissen der Abschlussadressaten von KMU gerecht wird, da der IFRS für KMU auf demselben Rahmenkonzept wie die für börsennotierte Unternehmen konzipierten Original-IFRS basiert. Daher fordert das IDW die EU-Kommission auf, bei den Überlegungen zur Modernisierung der Bilanzrichtlinien eine Analyse der Informationsinteressen von Abschlussadressaten mittelständischer Unternehmen zugrunde zu legen. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass der Jahres- anders als der Konzernabschluss nicht nur Informationszwecken, sondern auch der Ermittlung ausschüttbarer Gewinne dient. Das IDW sieht das BilMoG als Vorbild für eine Modernisierung der Bilanzrichtlinien an und äußert sich gegen eine explizite Aufnahme eines Mitgliedstaaten- oder Unternehmenswahlrechts zur Anwendung des IFRS für KMU in das europäische Recht.

 

4. März 2010: Satzungsänderungen treten in Kraft

Auf ihrer Sitzung in Brasilien am 26. und 27. Januar 2010 haben die Treuhänder der IASC-Stiftung Änderungen an der Satzung der Stiftung verabschiedet. Diese Änderungen sind am 1. März 2010 in Kraft getreten. Details zu den verschiedenen Änderungen der Satzung finden Sie hier. Eine der Änderungen bestand darin, drei Organe der Organisation umzubenennen, um ihre Verbundenheit mit den Standards (IFRS) stärker zu betonen. Die Umbenennungen sind die folgenden:

bullet Aus der IASC-Stiftung wurde die IFRS-Stiftung.
bullet Das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurde das IFRS Interpretations Committee (IFRSIC).
bullet Der Standardbeirat heißt nun IFRS Advisory Council.

Diese Namensänderungen haben durchgreifende Auswirkungen auf IAS PLUS und werden im Laufe der Zeit auf allen Seiten eingeführt.

 

4. März 2010: Internationale Standards entscheidend für Anleger und die Finanzstabilität

Der internationale Wirtschaftsprüferverband (International Federation of Accountants, IFAC) hat seinen dritten Jahresbericht über Führung weltweit herausgegeben. Mehr als 110 Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzende von Mitgliedorganisationen, assoziierten Vereinigungen und regionalen Rechnungslegungsorganisationen nahmen an der Studie teil. Diese globalen Führungspersönlichkeiten des Berufsstandes waren der Meinung, dass die Einführung, Umsetzung und Durchsetzung von internationalen Finanzstandards entscheidend für den Anlegerschutz und die Finanzstabilität sind. Nachfolgend die Übersetzung einiger Auszüge mit Bezug zu internationalen Standards:

bullet Mit Blick auf die Zukunft nannten die Befragten eine Reihe von Bereichen, von denen sie erwarten, dass sie von wachsendem Interesse für den Berufsstand sein werden. Dazu zählten auch die Bedürfnisse der KMU und die Rolle der kleinen und mittleren Prüfungsgesellschaften, Fortschritte bei der sozialen Verantwortlichkeit von Unternehmen einschließlich Nachhaltigkeitsfragen, der Übergang auf die internationalen Prüfungsstandards (International Standard on Auditing, ISA) und der Umgang mit einem sich ändernden aufsichtlichen Umfeld.
bullet Die Befragten sind der Meinung, dass es von größter Bedeutung für den IFAC ist, die Art und Weise zu beeinflussen, wie die Welt über die Standards und Methoden denkt, die im Berufsstand Anwendung finden. Insbesondere meinen fast alle Befragten (98%) dass es "sehr wichtig" oder "wichtig" ist, dass der IFAC Vertrauen in die internationalen Standards ebenso wie ihre Einführung, Umsetzung und Durchsetzung unterstützt (das gilt für vom IFAC herausgegebene Standards und die International Financial Reporting Standards [IFRS]).
bullet Die Befragten sind der Meinung, dass es in den kommenden drei Jahren für den IFAC wichtig sein wird, die Ergebnisse in Bezug auf internationale Standards zu beeinflussen. Die wirksame Umsetzung des IFRS für KMU, der vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben worden ist, wurde als ein Bereich hervorgehoben, in dem der IFAC seinen Einfluss verstärkt ausspielen sollte.

Das Urheberrecht des englischsprachigen Global Leadership Survey Report liegt beim IFAC; wir stellen den Bericht mit freundlicher Genehmigung des IFAC auf IAS PLUS bereit. Folgende Dokumente stehen Ihnen in englischer Sprache zur Verfügung:

bullet Dritter IFAC-Jahresbericht über Führung weltweit (682 KB)
bullet Presseerklärung des IFAC
bullet Internetseite des IFAC mit Positionspapieren, Berichten und Stellungnahmen

 

4. März 2010: Japan 'benennt' weitere IFRS

In unserer Nachricht vom 31. Januar 2010 berichteten wir, dass die Finanzmarktaufsicht von Japan (Financial Services Agency, FSA) vorgeschlagen hat, die Liste der IFRS, die für die Anwendung durch freiwillig nach IFRS bilanzierende Unternehmen benannt werden, um die folgenden IFRS zu aktualisieren:

bullet IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (Änderung)
bullet IAS 32 Finanzinstrumente: Ausweis (Änderung)
bullet IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Änderung)
bullet IFRS 9 Finanzinstrumente
bullet IFRIC 14 IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung (Änderung)
bullet IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente

Die FSA hat diesen Vorschlag nunmehr finalisiert. Die englische Fassung der Presseerklärung können Sie hier einsehen. Verordnungen, die die FSA am 11. Dezember 2009 verabschiedet hat (siehe unsere Nachricht auf IAS PLUS vom gleichen Tag gestatten japanischen börsennotierten Unternehmen, die bestimmte Anforderungen erfüllen, freiwillig die durch den Kommissar der FSA durch öffentliche Bekanntmachung benannten IFRS für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 31. März 2010 enden, anzuwenden.

 

4. März 2010: Mitschrift von der gemeinsamen Sondersitzung von IASB und FASB am 3. März 2010
IASB und FASB kamen am 3. März 2010 für eine gemeinsame Sondersitzung in den Geschäftsräumen des IASB in London zusammen. Wir haben Ihnen die vorläufige und inoffizielle Mitschrift, die Beobachter von Deloitte von der Sitzung gemacht haben, wie immer auf einer eigenen Seite zusammengestellt. Eine weitere gemeinsame Sondersitzung wird am 11. März 2010 stattfinden. Die reguläre Märzsitzung des Boards wird vom 15.-19. März 2010 stattfinden.

 

4. März 2010: Ressourcen zum IFRS für KMU auf der Internetseite des IASB

Abgesehen davon, dass der IASB den vollständigen IFRS für KMU (einschließlich der Umsetzungsleitlinien und der Grundlage für Schlussfolgerungen) kostenfrei auf seiner Internetseite bereitstellt, hat er kürzlich weitere kostenfreie Ressourcen zum IFRS für KMU eingestellt. Für diese haben wir Ihnen nachfolgend die entsprechenden Links angegeben. Wir haben daneben dauerhafte Verknüpfungen auf unserer IFRS für KMU -Seite auf IAS PLUS eingerichtet.

bullet Vollständiger IFRS für KMU http://go.iasb.org/IFRSforSMEs. Aktuell auf englisch, spanisch, italienisch und rumänisch verfügbar. Nach derzeitigem Stand ist eine deutsche Fassung nicht geplant.
bullet Umfassendes Schulungsmaterial zum Selbststudium: http://go.iasb.org/smetraining. Es wird ein Modul für jeden der 35 Abschnitte des IFRS für KMU geben; derzeit sind 17 Module verfügbar.
bullet Dreitägige Train-the-Trainer-Workshops: http://www.iasb.org/Conferences+and+Workshops/IFRS+for+SMEs+Train+the+trainer+workshops.htm. Es wurden bereits mehrere Workshops abgehalten, weitere sind angesetzt.
bullet Schulungsfolien: http://www.iasb.org/Conferences+and+Workshops/IFRS+for+SMEs+Train+the+trainer+workshops.htm. Es sind PDF-Fassungen der 20 PowerPoint-Präsentationen verfügbar, die bei den Train-the-Trainer-Workshops verwendet werden.
bullet Abonnieren sie den Emaildienst für den IFRS für KMU: http://www.iasb.org/IASB+Registration.htm

 

3. März 2010: Neue IDW Verlautbarung zur Vollständigkeitserklärung
Der Hauptfachausschuss (HFA) hat den überarbeiteten IDW Prüfungshinweis: Prüfung der "Vollständigkeitserklärung" für in den Verkehr gebrachte Verkaufsverpackungen (IDW PH 9.950.3) verabschiedet. Darin wurde die vom DIHK vorgenommene Überarbeitung des mit qualifizierter elektronischer Signatur zu versehenden Formulars berücksichtigt. Der IDW PH 9.950.3 wird in Heft 3/2010 der IDW Fachnachrichten veröffentlicht werden.

 

3. März 2010: Accounting Roundup – Ausgabe Februar 2010

Wir haben die Februarausgabe 2010 von Accounting Roundup eingestellt (in englischer Sprache, 299 KB), die von unseren amerikanischen Kollegen veröffentlicht wird. Der Newsletter ist nun nach Themen statt nach Standardsetzern organisiert. Die in dieser Ausgabe behandelten Themen umfassen:

Konsolidierung

bullet FASB gibt Aktualisierung an den Bilanzierungsstandards zum Aufschub von Statement 167 für bestimmte Investmentfonds heraus

Ertragsteuern

bullet IRS schlägt vor, bestimmte Steuerzahler zur Berichterstattung über unsichere Steuerpositionen zu verpflichten

Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode

bullet FASB schließt Aktualisierung an den Bilanzierungsstandards zu Ereignissen nach dem Ende der Berichtsperiode ab

Sonstige Rechnungslegungsthemen

bullet AICPA, FAF und NASBA geben Mitglieder des 'Blue-Ribbon Panel' bekannt, das sich mit Standards für nicht börsennotierte Unternehmen befassen soll
bullet FAF beruft neuen Treuhänder für den Board
bullet FAF wird XBRL-Taxonomie für US-GAAP beibehalten
bullet FASB gibt Aktualisierung an den Bilanzierungsstandards zu fachlichen Korrekturen verschiedener Sachverhalte der Kodifizierung heraus

SEC-Angelegenheiten

bullet SEC gibt endgültige Regeln heraus
bullet SEC wird Seminar abhalten, um Unternehmen bei der Befolgung der Regeln zur XBRL-Berichterstattung zu helfen
bullet SEC gibt fachliche Korrekturen an den Verbesserungen zu Angaben zu Stimmrechtsvollmachten heraus
bullet SEC gibt C&DIs in Bezug auf Verordnung S-K und Formular 8-K heraus
bullet SEC gibt erläuternde Leitlinien zu Angaben in Bezug auf den Klimawandel heraus

Sonstige Prüfungsthemen

bullet PCAOB gibt Stabsleitlinien zu Prüfungsstandard Nr. 7 heraus
bullet ASB gibt verschiedene Prüfungsstandards heraus
bullet ASB gibt Vorschläge für Prüfungsstandards heraus

GASB-Angelegenheiten

bullet GASB schlägt Verbesserungen an der Kodifizierung für Adressaten vor

Sonstige internationale Themen

bullet SEC veröffentlicht Arbeitsplan für das weitere Vorgehen in Sachen IFRS für US-amerikanische Emittenten vor
bullet IASC-Stiftung schlägt IFRS-Taxonomie für 2010 vor
bullet Neue Mitglieder in den IASB berufen

Zurückliegende Ausgaben von Accounting Roundup finden Sie hier.

 

3. März 2010: IVSC-Bewertungsleitlinie zu immateriellen Vermögenswerten
Der internationale Rat für Bewertungsstandards (International Valuation Standards Council, IVSC) hat eine aktualisierte Fassung der Bewertungsleitlinie (Guidance Note, GN) Nr. 4 zur Bewertung immaterieller Vermögenswerte veröffentlicht. In der geänderten GN 4 werden die Haupttechniken aufgeführt, die für die Bewertung immaterieller Vermögenswerte wie Markenzeichen, intellektuellem Vermögen und Kundenbeziehungen anerkannt sind, und Leitlinien zu ihrer Anwendung gegeben. Die Presseerklärung des IVSC können Sie hier einsehen (in englischer Sprache), GN 4 können Sie hier herunterladen (in englischer Sprache, 1,69 MB).

 

3. März 2010: Weitere Schulungsmodule zum IFRS für KMU
Die IASC-Stiftung hat den zweiten Satz an Schulungsmaterialien zum IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen (IFRS für KMU) veröffentlicht. Es wird für jeden der 35 Abschnitte des IFRS für KMU ein Schulungsmodul geben. Bislang wurden 17 Module eingestellt. Die verbleibenden Module werden im Laufe dieses Jahres eingestellt, sobald sie fertigstellt sind. Die englischsprachige Presseerklärung können Sie hier herunterladen (137 KB). Das Schulungsmaterial, das kostenfrei ist, kann hier heruntergeladen werden.

 

2. März 2010: Vereinbarkeit des IFRS für KMU mit der 4. und 7. EU-Richtlinie
Im November 2009 hat die EU-Kommission die Europäische Beratungsgruppe für Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) beauftragt, eine detaillierte Untersuchung durchzuführen, in welchen Punkten der IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen (IFRS für KMU) nicht im Einklang mit der 4. und 7. EU-Richtlinie (78/660/EU und 83/349/EWG) steht. Die Studie mit den Ergebnissen von EFRAG kann hier heruntergeladen werden (in englischer Sprache, 138 KB). Stellungnahmen werden bis zum 19. April 2010 erbeten. EFRAG stellt außerdem ein Arbeitspapier zur Verfügung, in dem jeder Abschnitt des IFRS für KMU den Vorschriften der EU-Richtlinien gegenüber gestellt wird (in englischer Sprache, 1,91 MB).

 

2. März 2010: IFRS-Newsletter zur Versicherungsbilanzierung in deutscher Übersetzung
Unsere Kollegen haben eine Übersetzung der Februarausgabe 2010 des englischsprachigen Newsletters zur Versicherungsbilanzierung erstellt (357 KB). Diese Ausgabe trägt den Titel Der Weg zur Harmonisierung und dreht sich um die Diskussionen, die auf der dreistündigen gemeinsamen Sitzung von IASB und FASB am 19. Januar 2010 und der nachfolgenden Sitzung des FASB am 27. Januar 2010 geführt wurden. Wir haben dauerhafte Verknüpfungen auf alle Ausgaben des Newsletters auf unserer IAS PLUS-Seite zum Versicherungsprojekt angelegt.

 

2. März 2010: Unsere Sichtweise zum Entwurf zur Lageberichterstattung
Wir haben unsere Stellungnahme zum Entwurf ED/2009/6: Lageberichterstattung an den IASB übermittelt (in englischer Sprache, 25 KB). In dem Entwurf, der am 23. Juni 2009 herausgegeben worden war, werden unverbindliche Leitlinien für die Auf- und Darstellung eines Lageberichts vorgeschlagen. Wir unterstützen die Fertigstellung des Entwurfs als Leitliniendokument:
Wir sind der Ansicht, dass der Lagebericht ein wichtiges Element der Berichterstattung darstellt und den Adressaten entscheidungsnützliche Informationen bereitstellt. Die jüngste Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass Adressaten von erläuternden Informationen profitieren, die zusätzlich zum Abschluss gegeben werden und die ihnen helfen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zu beurteilen. Wir unterstützen den Board bei der Aufstellung grober Prinzipien, welche die Vergleichbarkeit zwischen nach IFRS bilanzierenden Unternehmen erleichtern und die Nützlichkeit ihrer Berichterstattung verbessern helfen sollen.

Wir stimmen dem IASB zu, dass ein endgültiges Dokument den Rang unverbindlicher Leitlinien haben sollte. Um dies aber unmissverständlich deutlich zu machen, schlagen wir dem IASB vor, klarzustellen, dass die Fähigkeit eines Unternehmens, für sich die Befolgung der IFRS in seinem Abschluss in Anspruch zu nehmen, nicht davon abhängt, ob es diese unverbindlichen Leitlinien zur Lageberichterstattung befolgt (BC46 des Entwurfs könnte anders gelesen werden).

Dementsprechend unterstützen wir die Herausgabe des Entwurfs in der endgültigen Form eines Leitliniendokuments, vorbehaltlich einiger Klarstellungen, wie unten ausgeführt. Angesichts der sehr groben Natur der Leitlinien mag es Ansinnen geben, im Hinblick auf die Lageberichterstattung weitere Leitlinien zur Verfügung zu stellen. In Anbetracht des aktuellen Arbeitsprogramms des IASB sind wir der Ansicht, dass der IASB solchen Aufrufen in der näheren Zukunft widerstehen und derartige Eingaben zukünftig nur in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden rund um den Globus, die mit der Überwachung der Abschlüsse, die Anlegern zur Verfügung gestellt werden, beauftragt sind, erwägen sollte.

Alle unseren zurückliegenden Stellungnahmen an IASB, IFRIC, IASCF, IASC und SIC finden Sie hier. Zu unserer Agendaseite zum Projekt Lageberichterstattung kommen Sie hier.

 

2. März 2010: Deloitte UK iGAAP-Newsletter

Wir haben auf IAS PLUS eine neue Ressource in englischer Sprache eingestellt – den vierteljährlich erscheinenden iGAAP-Newsletter unserer britischen Kollegen. In diesem Newsletter werden die Tätigkeiten von IASB und britischem Accounting Standards Board abgedeckt. Jede Ausgabe ist einem bestimmten Thema gewidmet. So ging es in der Dezemberausgabe 2009 beispielsweise um den IFRS für KMU und die Zukunft der britischen Rechnungslegungsprinzipien. Zudem enthält jede Ausgabe den aktuellen Stand bei den Tätigkeiten von IASB und ASB, die zeitliche Planung für die Projekte beider Boards, Verknüpfungen auf neue Publikationen von Deloitte, ein Interview mit jemandem, der sich mit den IFRS befasst, sowie eine Tabelle mit den IFRS, die herausgegeben, aber nicht in Kraft getreten sind oder noch nicht durch die Europäische Union übernommen wurden.

bullet iGAAP-Newsletter Dezember 2009 (199 KB)
bullet iGAAP-Newsletter September 2009 (189 KB)
bullet iGAAP-Newsletter Juni 2009 (175 KB)
bullet iGAAP-Newsletter März 2009 (194 KB)
bullet iGAAP-Newsletter Dezember 2008 (415 KB)

Wir haben ständige Verknüpfungen auf unserer Länderseite Großbritannien angelegt.

 

2. März 2010: IFRS für KMU in Kambodscha
In Kambodscha verpflichten sowohl das Unternehmens- als auch das Bilanzgesetz alle Unternehmen zur Aufstellung von Jahresabschlüssen, wobei große Unternehmen sich prüfen lassen müssen. Im Januar 2009 hatte der Nationale Bilanzrat (National Accounting Council, NAC) des Wirtschafts- und Finanzministeriums von Kambodscha die vollen IFRS wie vom IASB herausgegeben übernommen. Der NAC hat nun den IFRS für KMU als Wahlrecht für alle Unternehmen in Kambodscha mit Ausnahme von 'Unternehmen im öffentlichen Interesse' (Finanzinstitutionen, öffentlich gehandelte sowie Großunternehmen) verankert; diese müssen die vollen IFRS anwenden.

 

2. März 2010: Internetsendung des IASB zur Ablösung von IAS 37
Wir erinnern noch einmal daran, dass der IASB eine live ausgestrahlte Internetsendung zum Projekt zur Ablösung von IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen abhalten wird:
bullet Thema der Internetsendung: IASB-Projekt zur Ablösung von IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen
bullet Datum und Uhrzeit: Mittwoch, 3. März 2010 um 11:00 Uhr und als Wiederholung um 16 Uhr (deutscher Zeit)
bullet Moderator: Robert Garnett, IASB-Mitglied, und Joan Brown, IASB-Projektmanagerin
bullet Weitere Informationen und Anmeldung: hier

 

1. März 2010: IFRS-Training von Deloitte – Strom und Energieversorgung
Unsere US-amerikanischen Kollegen haben ein dreitägiges IFRS-Trainingsprogramm zusammengestellt, das speziell auf Unternehmen der Strom- und Energieversorgungsbranche zugeschnitten ist und in welchem sie die Kernbilanzierungssachverhalte sowie Praxiserwägungen im Zusammenhang mit der Einführung von IFRS erlernen. Die Veranstaltung wird vom 17.-19. Mai 2010 in Portland, Oregon USA stattfinden. Zu den behandelten Sachverhalten werden die folgenden gehören:
bullet die aktuelle IFRS-Landschaft
bullet Umweltbezogene Sachverhalte: Emissionen und RECS
bullet Bilanzierung für aufsichtsrechtliche Zwecke
bullet Vorräte
bullet Leistungen an Arbeitnehmer und anteilsbasierte Vergütungen
bullet Unternehmenszusammenschlüsse
bullet Ertragsteuern und Steuerwirkungen bei der Umstellung auf IFRS
bullet Eventualverpflichtungen
bullet Entsorgungsrückstellungen und Verpflichtungen zur Stilllegung von Vermögen
bullet Finanzinstrumente, Derivative, Absicherungen und Beteiligungen
bullet Konsolidierung, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen
bullet langlebige Vermögenswerte und Wertminderungen
bullet immaterielle Vermögenswerte und Leasingverhältnisse
bullet erstmalige Anwendung und Darstellung des Abschlusses
bullet IFRS-Anwendung: Schritte zur Umsetzung und Folgewirkungen
bullet Regulatorische Berichterstattung

Dieser Workshop wird von den Energieversorgungsexperten aus dem Bereich Bilanzierungs- & Berichtsdienstleistungen von Deloitte geleitet werden, die Erfahrungen mit den IFRS besitzen. Er wird sich auf speziell auf Gebiete konzentrieren, die von Energieversorgern bei der Beurteilung ihrer Umsetzungs- und Übergangsvorschriften erwogen werden müssen. Die Sitzung richtet sich an Führungskräfte im Finanzbereich und Mitarbeiter der Bilanzabteilung von Energieversorgern. Weiterführende Informationen erhalten Sie hier on-line (in englischer Sprache). Die Broschüre für den Workshop finden Sie hier (in englischer Sprache, 652 KB).

 

1. März 2010: Erinnerung an Ende der Kommentierungsfrist – Lageberichterstattung
Wir erinnern Sie daran, dass Stellungnahmen zum Entwurf ED/2009/6: Lageberichterstattung heute, am 1. März 2010, fällig werden. Der Entwurf war am 23. Juni 2009 herausgegeben worden. In ihm werden unverbindliche Leitlinien für die Auf- und Darstellung eines 'Lageberichts' vorgeschlagen.

 

1. März 2010: IFRS für KMU in Botswana
Einer Entschließung zum IFRS für KMU zufolge (in englischer Sprache, 65 KB), die vom Rat des Instituts der Wirtschaftsprüfer von Botswana verabschiedet wurde, wird der IFRS für KMU die Rechnungslegungsgrundlage für schätzungsweise mehr als 90% der Unternehmen in Botswana werden. In der Erklärung heißt es:
Im Juli 2009 hatte der International Accounting Standards Board (IASB) schließlich den lange erwarteten IFRS für KMU herausgegeben. Dieser Standard tritt unmittelbar in Kraft. Ohne Zweifel stellt dies für den Berufsstand in Botswana eine willkommene Entwicklung dar, vor allem angesichts der Tatsache, dass Botswana mit dem Unternehmensgesetz von 2003 die rechtlichen Voraussetzungen für eine Befolgung der vollen IFRS geschaffen hatte. Der KMU-Standard wird die Hürde einer Befolgung für Unternehmen in Botswana beträchtlich absenken und zum Rechnungslegungsrahmen für mehr als 90% der Unternehmen in Botswana werden.

Der Entschließung zufolge

bullet müssen börsennotierte Unternehmen die vollen IFRS anwenden
bullet müssen nicht börsennotierte Unternehmen mit einem Vermögen von mehr als 5 Mio. Pula (rund 520.000 Euro) oder einem Umsatz von mehr als 10 Mio. Pula (ca. eine Mio. Euro) die vollen IFRS anwenden
bullet müssen Unternehmen von öffentlichem Interesse in der Abgrenzung des Instituts die vollen IFRS anwenden. Dabei handelt es sich um:
bullet Unternehmen, die Einlagen oder Kredite von der Öffentlichkeit annehmen mit Ausnahme solcher Umstände, wo dies nicht in deren Kerngeschäft fällt.
bullet Unternehmen, die ihre Anteile oder Schuldverschreibungen der Öffentlichkeit anbieten
bullet Unternehmen, die halbstaatlich oder eine sonstige Nichtregierungsorganisation sind, die von der Regierung über Subventionen oder eine ähnliche Form von Finanzierungsvereinbarung ausfinanziert werden.
bullet Unternehmen, die Vermögenswerte treuhänderisch für eine breite Gruppe an Außenstehenden verwahren, wie beispielsweise Banken, Versicherungsunternehmen, Wertpapierbroker/-händler, Pensionsfonds u.dgl.
bullet Fonds oder Investmentbanken mit Ausnahme solcher Umstände, wo dies nicht in deren Kerngeschäft fällt.
bullet Unternehmen, die wirtschaftlich bedeutend in Botswana sind (es bestehen quantitative Leitlinien; u.a. der Fall bei mehr als 100 Beschäftigten).
bullet Alle anderen Unternehmen dürfen den IFRS für KMU anwenden mit Ausnahme derer, für die rechtliche Regelungen oder sonstige Vorschriften zur Befolgung eines speziellen Rechnungslegungsrahmens abgesehen vom IFRS für KMU bestehen.

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