Startseite   Archiv   Standards   Interpretationen   Agenda   Newsletter   Publikationen   Rechtskreise   Links   Sitemap   Suche   Drucken

 

IFRS Nachrichten - März 2006

Klicken Sie hier für die Nachrichten vom Monat:

bullet 2006Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
bullet 2005 – Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
bullet 2004 – Sep Okt Nov Dez

31. März 2006: Dritter und vierter Tag der IASB-Sitzung März 2006

 

Der International Accounting Standards Board hält seine monatliche Sitzung von Dienstag, den 28. bis Freitag, den 31. März 2006 in seinen Londoner Büroräumen ab. Wir haben die Übersetzung der vorläufigen und nicht offiziellen Mitschriften von Deloitte-Beobachtern des dritten und vierten Sitzungstags auf einer einzelnen Seite für Sie zur Verfügung gestellt.

 

 

31. März 2006: SEC gibt Namen von 17 Teilnehmerunternehmen an XBRL-Versuch bekannt

 

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) gab bekannt, dass sich 17 Unternehmen zur Teilnahme an einem Pilotversuch zur Verwendung interaktiver Informationen im XBRL Format in ihren eingereichten Jahresabschlüssen bereit erklärt haben. Auf diese Weise helfen die Unternehmen der Behörde zu untersuchen, wie Internet-gestützte Berichterstattungstechnologien den Rechnungslegungsprozess für Investoren, Finanzvermittler, SEC und die Unternehmen selbst verbessern können. Vier dieser Unternehmen kommen nicht aus den USA. Die 17 Teilnehmer der Testgruppe 2006 sind:

 

bullet 3M Company
bullet Altria Group, Inc.
bullet Brazilian Petroleum Corporation
bullet Bristol-Myers Squibb Company
bullet The Dow Chemical Company
bullet Gol Intelligent Airlines, Inc.
bullet Infosys Technologies Limited
bullet Microsoft Corporation
bullet Mobile Reach International, Inc.
bullet Net Servicos De Comunicacao SA
bullet Old Mutual Capital, Inc.
bullet Pfizer, Inc.
bullet R.R. Donnelley & Sons Company
bullet South Financial Group, Inc.
bullet United Technologies Corporation
bullet Xerox Corporation
bullet XM Satellite Radio Holdings, Inc.

 

Klicken Sie bitte hier für die SEC-Mitteilung (in englischer Sprache).

 

 

31. März 2006: Zweiter Tag der IASB-Sitzung März 2006

 

Der International Accounting Standards Board hält seine monatliche Sitzung von Dienstag, den 28. bis Freitag, den 31. März 2006 in seinen Londoner Büroräumen ab. Wir haben die Übersetzung der vorläufigen und nicht offiziellen Mitschriften von Deloitte-Beobachtern des zweiten Sitzungstags auf einer einzelnen Seite für Sie zur Verfügung gestellt.

 

 

31. März 2006: FASB Vorsitzender macht Aussagen zur Konvergenz

 

In seiner Aussage während einer Anhörung vor dem US-amerikanischen Senat zum Thema Transparenz in der Rechnungslegung (siehe unser Newsbeitrag vom 29. März 2006) äußerte sich der FASB-Vorsitzende Robert H. Herz in recht umfangreich zu den Konvergenz-Bestrebungen von IASB und FASB. Zum Download der Aussage von Robert Herz klicken Sie bitte hier (in englischer Sprache, 499 KB). Die Aussagen der anderen Anhörungsteilnehmer können Sie hier herunterladen (in englischer Sprache).

  

30. März 2006: Ausgabe 1/2006 des ifrs-forum Newsletters erschienen

 

Die Ausgabe 1/2006 des deutschsprachigen ifrs-forum-Newsletters ist ab sofort zum Download verfügbar. Sie können die aktuelle Publikation von unserer Newsletterseite herunterladen (208 KB); auf dieser finden Sie auch ältere Ausgaben sowie den englischsprachigen IAS Plus-Newsletter.

In der aktuellen Ausgabe berichten wir erneut über den Entwurf des IASB zu vorgeschlagenen Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse. Darüber hinaus berichten wir über IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2, Änderungen von IAS 21 Auswirkungen der Änderungen der Wechselkurse, die Hinweise zur Implementierung von IFRS 4, Entwurf (ED) 8 Operating Segments, den Änderungsentwurf zu IFRS 2, den Stand des IFRS-Endorsement-Prozesses in der EU, sowie über die jüngsten Verlautbarungen von IFRIC.

 

 

30. März 2006: Zwei Bewertungsstandard-Entwürfe des IVSC veröffentlicht

 

Das International Valuation Standards Committee (IVSC) hat die nachfolgenden Bewertungsstandard-Entwürfe mit der Bitte um Stellungnahmen veröffentlicht (in englischer Sprache):

bullet Vorschlag zur Anwendung internationaler Bewertungsstandards - Die Bewertung von Vermögenswerten des öffentlichen Sektors für Zwecke der Rechnungslegung
bullet Vorschlag eines internationalen Bewertungshinweises - Die Bewertung historischer Immobilien

In den Entwürfen werden "internationale Vorschriften und Hinweise zur Bewertung von Vermögenswerten, die von Regierungs- oder anderen öffentlichen Institutionen gehalten werden" vorgeschlagen. Die Kommentierungsfrist endet am 31. August 2006. Klicken Sie auf die nachfolgenden Links für die englischsprachigen Dokumente:

 

bullet Entwurf zur Bewertung von Vermögenswerten des öffentlichen Sektors (294 KB)
bullet Entwurf zur Bewertung historischer Immobilien (194 KB)
bullet Presseerklärung (274 KB)

 

 

30. März 2006: Standardbeirats-Protokolle in Zukunft öffentlich

 

Der Standardbeirat (Standards Advisory Council, SAC) hat beschlossen, die Protokolle seiner Sitzungen öffentlich zugänglich zu machen, dies gilt rückwirkend bis zur ersten Sitzung des 'umgestalteten' Standardbeirats vom November 2005 in London. Die Protokolle werden nach ihrer Verabschiedung auf der jeweils nächsten Beiratssitzung veröffentlicht. Abschnitte, die sich auf 'geschlossene' Sitzungen beziehen, sind hiervon ausgenommen. Auf der IASB-Website wurde eine neue Seite für die Standardbeirats-Protokolle eingerichtet (in englischer Sprache)

 

 

29. März 2006: Aktualisierter EFRAG-Bericht zum Stand des Endorsement-Prozesses

Die Europäische Beratungsgruppe zur Rechungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat ihren Bericht zum Stand des Endorsement-Prozesses bezüglich der einzelnen IFRS (Standards, Interpretationen und Änderungen) aktualisiert. Klicken Sie hier für den Stand des Endorsement-Prozesses per 23. März 2006 (in englischer Sprache, 23 KB). Gegenwärtig sind die folgenden Verlautbarungen des IASB noch nicht zur Anwendung in Europa freigegeben:

 

bullet IFRIC 7 Anwendung des Restatement-Ansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern
bullet IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2
bullet IFRIC 9 Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate
bullet Änderungen an IAS 21

 

 

29. März 2006: Anhörung im US-Senat zur Rechnungslegungs-Transparenz

 

Der Unterausschuss "Kapitalmärkte, Versicherungen und öffentliche Unternehmen" des Finanzdienstleistungsausschusses im US-Senat wird am Mittwoch, den 29. März 2006 eine Anhörung zum Thema Stärkung der Transparenz und Genauigkeit in der Rechnungslegung veranstalten. Die Anhörung folgender Personen ist geplant:

Forum I

bullet Willis Gradison, amtierender Vorsitzender des Public Company Accounting Oversight Board
bullet Robert H. Herz, Vorsitzender des Financial Accounting Standards Board
bullet Scott Taub, amtierender Chef-Rechnungsleger der Securities and Exchange Commission

Forum II

bullet David Hirschman, Senior Vice President der U.S. Chamber of Commerce
bullet Mark E. Lackritz, Vorsitzender der Securities Industry Association
bullet Colleen Cunningham, Vorsitzende von Financial Executives International
bullet Barry Melancon, Präsident des American Institute of Certified Public Accountants
bullet Rebecca McEnally, Director of Capital Markets Policy beim Center for Financial Markets Integrity des CFA Institute

 

Für weitergehende Informationen klicken Sie bitte hier (in englischer Sprache, 66 KB).

 

 

29. März 2006: Britischer ASB veranstaltet Diskussionsrunde zum Thema Bewertung

 

Der britische Accounting Standards Board (ASB) wird eine Diskussionsrunde zu Bewertungsfragen in der Rechnungslegung ausrichten. Die Gespräche werden am 24. April 2006 unter Vorsitz des ASB-Vorsitzenden Ian Mackintoh stattfinden. An eine Reihe von Kurzvorträgen wird sich eine Plenumsdiskussion anschließen. Der ASB hat zur Vorbereitung der Diskussionsrunde ein Hintergrundpapier zu einigen Themen veröffentlicht. Darüber hinaus hat der Accounting Standards Board of Canada (AcsB) ein vom Stab des AcSB verfasstes Essay mit dem Titel "Measurement Basis for Financial Accounting - Measurement on Initial Recognition" ("Bewertungsgrundlage der Rechnungslegung - Bewertung beim erstmaligen Ansatz") zum Diskussionspapier beigetragen. Klicken Sie auf die nachfolgenden Links für die folgenden englischsprachigen Dokumente:

 

bullet ASB-Diskussionspapier zur Bewertung (46 KB)
bullet AcSB-Artikel (50 KB)
bullet Presseerklärung des ASB (12 KB)

 

 

29. März 2006: Standardentwurf des IAASB zu Konzernabschlussprüfungen

 

Der International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) hat einen zweiten Standardentwurf (Exposure Draft (ED)) eines vorgeschlagenen internationalen Prüfungsstandards (International Standard on Auditing (ISA)) 600 (überarbeitet und umformuliert) Die Prüfung von Konzernabschlüssen herausgegeben. Nach vorheriger Beratung hat der IAASB seine Vorschläge abgeändert und den Standardentwurf erneut herausgegeben. Die grundlegenden Fragen drehen sich darum, ob der Konzernabschlussprüfer auch bei den Prüfungen von Teilbereichen des Konzerns eingebunden sein sollte, die im Zuständigkeitsbereich von anderen Wirtschaftsprüfern liegen, ob diese Wirtschaftsprüfer unabhängig vom Konzernabschlussprüfer sind (nicht verbunden) oder zur nationalen oder internationalen Firma bzw. Firmennetzwerk des Konzernabschlussprüfers gehören (verbundene Wirtschaftsprüfer). Für die IAASB-Pressemitteilung (in englischer Sprache), die einen Link zum Download des Standardentwurfs enthält, klicken Sie bitte hier. Die Kommentierungsfrist endet am 31. Juli 2006.

 

 

28. März 2006: Erster Tag der IASB-Sitzung März 2006

 

Der International Accounting Standards Board hält seine monatliche Sitzung von Dienstag, den 28. bis Freitag, den 31. März 2006 in seinen Londoner Büroräumen ab. Wir haben die Übersetzung der vorläufigen und nicht offiziellen Mitschriften von Deloitte-Beobachtern des ersten Sitzungstags auf einer einzelnen Seite für Sie zur Verfügung gestellt.

 

 

28. März 2006: FEE mahnt gegenseitige Anerkennung von IFRS und US-GAAP an

 

Der Verband der europäischen Wirtschaftsprüfer (FEE) hat ein Positionspapier mit dem Titel Financial Reporting: Convergence, Equivalence and Mutual Recognition (Rechnungslegung: Konvergenz, Äquivalenz und gegenseitige Anerkennung) veröffentlicht. Der FEE merkte an, dass "die einzige Möglichkeit für Europa, einen wirklichen Beitrag zur globalen Standard-Konvergenz zu leisten, ist ein koordinierter Ansatz.... Nur wenn Europa einen substanziellen Beitrag zum IASB-Arbeitsprogramm leistet, seine Koordination, Transparenz und Beratungsprozesse verbessert, kann wirklicher Fortschritt erreicht werden." Bei der Vorstellung des Positionspapiers sagte der FEE-Vorsitzende David Devlin:

 

Die Zeit ist gekommen, die IFRS als echte globale Rechnungslegungsstandards zu akzeptieren. Der Berufsstand der europäischen Wirtschaftsprüfer heißt die Tatsache willkommen, dass die Europäische Kommission und die SEC jüngst ihr Bekenntnis zu weltweiter Rechnungslegungskonvergenz und zur Abschaffung von Überleitungsvorschriften bekräftigt haben. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass zur gegenseitigen Anerkennung von IFRS und US-GAAP kein bestimmtes Konvergenzniveau erforderlich ist.

 

Klicken Sie auf die nachfolgenden Links zum Download

 

bullet des FEE-Positionspapiers (in englischer Sprache, 134 KB)
bullet der FEE-Presseerklärung (in englischer Sprache)

 

 

27. März 2006: neue Ausgabe des Global Offerings Services Newsletters erschienen

Unsere Kollegen von IAS Plus.com haben die Ausgabe März 2006 des Global Offerings Services (GOS) Newsletters zum Download bereitgestellt (in englischer Sprache, 95 KB). Global Offerings Services ist ein weltweites Team von Deloitte-Praxiskennern, die nicht-amerikanischen Unternehmen und nicht-amerikanischen Beratungsteams bei der Anwendung US-amerikanischer und internationaler Rechnungslegungsstandards (d.h. US GAAP und IFRS) und bei der Befolgung der SEC-Berichtsanforderungen behilflich sind. Alte Ausgaben des GOS-Newsletters können Sie hier beziehen (in englischer Sprache).

 

 

25. März 2006: Notizen von der Sitzung der IASC-Stiftungstreuhänder vom 23. März

 

Die Treuhänder der IASC-Stiftung, der Dachorganisation des IASB, kamen am 23. März 2006 zu einer öffentlicher Sitzung zusammen. Nachfolgend finden Sie unsere vorläufigen und inoffiziellen Mitschriften von der Sitzung.

 

NOTIZEN VON DER IASC-STIFTUNGSSITZUNG

23. MÄRZ 2006, LONDON

 

Allgemein

 

Da dies die erste Sitzung für die neuen Treuhänder war, enthielt die Agenda einen Überblick über derzeitige Aktivitäten und Arbeitsweisen. Die neuen Treuhänder gaben sich besorgt über Berichte hinsichtlich divergierender Interpretationen der IFRS durch verschiedene nationale Gremien. Es herrschte Einigkeit darüber, dass dies auf der nächsten Sitzung eingehender diskutiert werden wird.

 

IASC Stiftungstreuhänder-Sitzung

 

Der Vorsitzende des IASCF, Tommaso Padoa-Schioppa, merkte an, dass einige der Treuhänder vier Sitzungen pro Jahr bevorzugen würden (derzeit drei). Die vierte Sitzung des Jahres 2006 wird möglicherweise im Januar 2007, voraussichtlich in Tokio (Japan) stattfinden.

 

Handbuch zum IASB-Standardsetzungsprozess

 

Die Änderungen des Handbuches wurden im November 2005 diskutiert. Sie wurden während dieser Sitzung nicht nochmals diskutiert. Das die Änderungen enthaltende Dokument wurde an die Teilnehmer der Sitzung (inklusive der Beobachter) verteilt. Die Treuhänder billigten das Handbuch. Es wird in Kürze auf der IASB-Website verfügbar sein.

 

Entwurf des IFRIC-Arbeitsprozess-Handbuchs

 

Der Handbuch-Entwurf basiert auf dem Vorwort IFRIC-Interpretationen sowie den Erfahrung, die während der Erstellung des IASB-Handbuches gemacht wurden. Die Treuhänder billigten den Entwurf. Er wird in Kürze zur öffentlichen Kommentierung verfügbar sein. Die Kommentierungsfrist wird 120 Tage dauern.

 

IFRIC Update

 

Der IFRIC-Vorsitzende Bob Garnett, gab einen Überblick über die Aktivitäten von IFRIC. Die Treuhänder warfen die folgenden Fragen auf:

 

bullet Ob die Treuhänder enger in die Auswahl der IFRIC-Mitglieder einbezogen werden sollten.
bullet Ob die Treuhänder das Arbeitsprogramm von IFRIC kontrollieren sollten.
bullet Anzahl und Priorität der erhaltenen und auf die Agenda gesetzten Anfragen.

 

Als Antwort wurde angefügt, dass IFRIC aus den verschiedensten Gründen nicht in der Lage sein wird, sämtlichen Anfragen nachzugehen. Dies liegt vor allem daran, dass IFRIC nicht will, dass die IFRS sich in Richtung einzelfallorientierter (rules-based) Standards entwickeln. Der IFRIC-Vorsitzende versprach IFRICs Anfragehistorie (erhaltene Anfragen, nachgegangenen Anfragen etc.) auf der kommenden Treuhändersitzung vorzulegen.

 

Es scheint unter den Treuhändern den Wunsch zu geben, mehr Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten des IFRIC zu legen, insbesondere vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Interpretationen durch nationale Gremien.

 

Die Rolle nationaler/regionaler Aufsichtsorgane und Standardsetzer

 

Die Treuhänder äußerten ihre Besorgnis darüber, dass nationale Standardsetter und nationale Aufsichtsbehörden durch die Herausgabe unterschiedlicher Interpretationen das Ziel der Konsistenz bei der Anwendung der IFRS unterminieren könnten. Die Diskussion entwickelte sich in die folgenden drei Hauptrichtungen:

 

1. Sollte IFRIC mehr Interpretationen herausgeben? Dies wurde auch vorher bereits diskutiert (siehe oben). Ein Kommentar hierzu war, dass IFRIC keine Interpretationen zur Verfügung stellen würde, während die SEC dies tut. Die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften leisten manchmal Hilfestellung und veröffentlichen Interpretationen. Es wurden zu diesem Zeitpunkt keine Entscheidungen getroffen.

 

2. Zusammenarbeit mit nationalen Standardsetzern. Es wurde deutlich gemacht, dass man die nationalen Standardsetzer nicht von der Herausgabe eigener Interpretationen abhalten könne. Dennoch traf sich der IASB mit den nationalen Standardsettern und entwickelte ein „Statement of Best Practice“, in dem die nationalen Standardsettern zur Identifizierung und Weiterleitung offener Fragen an IFRIC aufgefordert werden.

 

3. Prinzipienbasierte vs. Einzelfallbasierte Standards. Es wurde eingeräumt, es sei schwierig, hierbei das richtige Verhältnis zu finden. Die Treuhänder bestätigten, dass prinzipienbasierte weltweite Bilanzierungsstandards sachgerecht sind. Jedoch besteht gleichzeitig die Gefahr, den gleichen Satz weltweiter Standards bei ungleicher Anwendung zu verlieren. Die Treuhänder äußerten ihre Besorgnis, dass auseinanderstrebende nationale und regionale Interpretationen zu nationalen Versionen von IFRS führen könnten.

 

Der Vorsitzende sagte, dass dies ein Problem von strategischer Wichtigkeit sei und in einer strukturierten Weise während der nächsten Sitzung diskutiert werden sollte.

 

Überblick über die Aktivitäten des Standardbeirats (SAC)

 

Der SAC-Vorsitzende Nelson Carvalho stellte sich für ein Interview zur Verfügung. Er betonte die besonderen Anstrengungen, um alle (d.h. nicht nur die englischen Muttersprachler) an den Diskussionen des SAC teilhaben zu lassen. Zudem nimmt der SAC-Vorsitzende nun häufiger an den Sitzungen des IASB und anderer Gremien teil, um sicher zu gehen, dass die vom SAC vorgebrachten Anliegen wahrgenommen werden.

 

Außerdem stehen den IFRS als weltweiten Standards seiner Meinung nach vier Herausforderungen bevor: Interpretation, Ausbildung, Durchsetzung (Enforcement) und Übersetzung.

 

Einer der Treuhänder stellte die Frage, ob der SAC mit der Agenda des IASB im Hinblick auf das Thema der Konvergenz zufrieden sei. Bei seiner Antwort bemerkte der SAC-Vorsitzende, dass die Agenda in Zusammenarbeit mit SAC zum Großteil vor seiner Berufung zum SAC-Vorsitzenden erarbeitet wurde. Seinem Eindruck nach seien die Mitglieder von SAC mit dieser Agenda zufrieden.

 

Ein IASB-Mitglied bat dann noch um eine Klarstellung zu der Frage, ob der SAC-Vorsitzende das Hauptziel des SAC in (a) der Unterstützung des Boards im Hinblick auf die strategische Ausrichtung oder (b) in der Teilnahme an Fachdiskussionen sehe. Der SAC-Vorsitzende bemerkte dazu, dass die Teilnahme von SAC an Fachdiskussion unvermeidbar sei.

 

Arbeitsprogramm des IASB zur Konvergenz

Der IASB-Vorsitzende Sir David Tweedie hielt eine Präsentation, in der er drei verschiedene Arten von Projekten beschrieb: Kurz-, mittel-, und langfristig. Die beiden erstgenannten zielen auf die Abschaffung von Überleitungen von IFRS auf US-GAAP für bei der SEC registrierte Unternehmen.

 

Kurzfristig:

bullet IAS 23 – Abschaffung des Wahlrechts zur Aufwandsverbuchung für Fremdkapitalkosten
bullet IAS 31 – Abschaffung des Wahlrechts zur Quotenkonsolidierung für Joint Ventures
bullet IAS 14 – Gemeinsame Regelungen mit US-GAAP zur Segmentberichterstattung (FAS 131). Der Standardentwurf ED 8 wurde dazu bereits veröffentlicht.

 

Mittelfristig, d.h. bis 2008, was auch die Anwendung in 2008 beinhaltet:

bullet Unternehmenszusammenschlüsse – David Tweedie gab zu, dass der gegenwärtig existierende Standardentwurf nicht auf Unterstützung trifft und der IASB daher erneut darüber beraten wird.
bullet Konsolidierung, einschließlich Zweckgesellschaften: In den Vereinigten Staaten wird zur Zeit eher zum Mehrheitsbesitz (Majority Ownership) tendiert, während der IASB den Beherrschungs-Ansatz (Control Approach) verwendet.
bullet Beizulegender Zeitwert: Der IASB wird Bewertungsleitlinien auf Basis des bald erscheinenden FASB Standards herausgegeben.
bullet Fremdkapital und Eigenkapital: Dieses Projekt wird unter Führung des FASB durchgeführt.
bullet Erfolgsberichterstattung: Der Standardentwurf für das Segment A wurde letzte Woche herausgegeben, der sich mit dem Format der Gewinn- und Verlustrechnung befasst. In Segment B werden grundlegendere Fragen behandelt.
bullet Pensionen rufen weltweit zahlreiche Bedenken hervor. Dieses Projekt befindet sich gegenwärtig nicht auf der Agenda, allerdings würde sich der IASB gerne damit befassen.
bullet Umsatzrealisierung: Dieses Projekt wird in einem Diskussionspapier münden.

 

Langfristig, d.h. innerhalb von fünf Jahren

bullet Ausbuchungsvorschriften im Allgemeinen.
bullet Ersatz von IAS 39
bullet Immaterielle Vermögenswerte (Projekt unter der Leitung Australiens) Leasingverhältnisse – Verbindlichkeiten sollten in der Bilanz gezeigt werden

 

Der IASB setzt seine Arbeiten an den folgenden Projekten fort, die sich jedoch außerhalb des Konvergenz-Fahrplans befinden:

bullet Versicherungsverträge
bullet Rechnungslegungsstandards für kleine und mittlere Unternehmen: Hauptzielsetzung liegt in der Vereinfachung der IFRS. Die größte Herausforderung für den IASB liegt darin, den richtigen Ausgleich zu finden zwischen Vereinfachung und Vereinbarkeit mit den IFRS.
bullet Rahmenkonzept: Einer der Treuhänder erkundigte sich, weshalb das Rahmenkonzept sich nicht auf dem Konvergenz-Fahrplan befinden würde, obwohl es für die neuen Regelungen wichtig sei. Die Antwort darauf lautete, dass dieses nicht in den entsprechenden Zeitplan bis 2008 passte, da für dieses Projekt zur Fertigstellung drei bis vier Jahre benötigt würden, und es zudem kapitelweise herausgegeben werden wird.

 

Einige der Treuhänder brachten ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass in absehbarer Zukunft weitere Änderungen anstehen. Viele Unternehmen haben gerade erst die erstmalige Anwendung bewältigt. David Tweedie deutete an, dass im Hinblick auf neue Regelungen 2006 und 2007 eher ruhiger sein werden.

 

Der IASB-Vorsitzende David Tweedie sagte, dass mehr und mehr Staaten die IFRS auf die eine oder andere Art einführten. Als ein Beispiel führte er China an. Andere Länder ziehen gegenwärtig eine Einführung in Erwägung, wie zum Beispiel Kanada, Japan, Indien, und bestimmte andere Staaten in Lateinamerika.

 

Einer der Treuhänder wies darauf hin, dass nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Qualität der Übernahme von Bedeutung sind.

 

Diese Zusammenfassung basiert auf Notizen, die von Beobachtern bei der IASC-Stiftungssitzung gemacht wurden. Sie sind nicht als offizielle oder endgültige Zusammenfassung zu verstehen.

 

 

25. März 2006: Zusammenarbeit zwischen EU-Kommission und EFRAG

 

Die Europäische Kommission und die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) haben sich auf ein formales Arbeitsabkommen bezüglich der Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) geeinigt. EFRAG wird wie bisher als Beratungsorgan fungieren, indem sie für die EU-Kommission Übernahmevorschläge erstellt und fachliche Eingaben an die Standardsetzer, den IASB und IFRIC verfasst. Das Arbeitsabkommen sieht vor, dass EFRAG sich auf proaktive Weise in den Standardsetzungsprozess des IASB einbringen wird. EFRAG wird in enger Abstimmung mit der Kommission bereits in den Frühphasen der Debatten zum Standardsetzungsprozess teilnehmen und dabei, sofern die Kommission dies wünscht, auch bei den Arbeitsgruppen des IASB anwesend sein. Außerdem wird EFRAG eng mit den verschiedenen europäischen Standardsetzern zusammenarbeiten sowie Diskussionsrunden zu ihren Vorschlägen abhalten. Klicken Sie auf den nachfolgenden Link zum Download der EFRAG-Presseerklärung (in englischer Sprache, 27 KB).

 

 

24. März 2006: ICAS Bericht zur Finanzberichterstattung an Investoren

 

In einem Bericht des Institute of Chartered Accountants of Scotland (ICAS) werden sieben Informationskategorien herausgearbeitet, welche eine gute Kommunikation zwischen börsennotierten Unternehmen und den Finanzmärkten ausmachen und am ehesten einen unmittelbaren Einfluss auf den Aktienkurs eines Unternehmens ausüben. Die Kategorien lauten wie folgt:

 

bullet Informationen über den ungewissen langfristigen Wertschöpfungsprozess durch strategische Optionen (Organisches Unternehmenswachstum und Übernahmeziele).
bullet Informationen darüber, auf welche Art und Weise durch neue, kurz- bis mittelfristig ausübbare strategische Optionen zusätzliche Werte geschaffen werden können.
bullet Informationen zu neu entstandenen Cashflows und Gewinnen, die aus in jüngster Vergangenheit ausgeübten strategischen Optionen herrühren.
bullet Informationen über die aus den gegenwärtigen Geschäftsaktivitäten, den gegenwärtigen Handelsgeschäften und dem in allernächster Zukunft erwarteten Wachstum resultierende Wertschöpfung.
bullet Informationen über die Mittel und Wege, mit deren Hilfe die obere Führungsebene und der Vorstand auf direkte Art und Weise die Höhe der Cashflows und die Risiken in den drei oben genannten Kategorien beeinflussen.
bullet Informationen wie die obere Führungsebene und der Vorstand zur Vertrauensbildung in die Wertschöpfungsprozesse des Unternehmens beitragen können.
bullet Informationen über die Qualität der Unternehmensberichterstattung und ihre Rolle bei der Vertrauensbildung in die Wertschöpfungsprozesse des Unternehmens.

 

Der Bericht fasst die Ergebnisse von zahlreichen Befragungen großer britischer Unternehmen zusammen. Bitte klicken Sie auf den nachfolgenden Link für eine Zusammenfassung des Modells für die Finanzberichterstattung von Unternehmen (in englischer Sprache) auf der ICAS Website.

 

 

23. März 2006: Jahresbericht 2005 des IAASB

 

Der International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) hat seinen Jahresbericht für 2005 herausgeben. Der IAASB als Teil der IFAC veröffentlicht Standards zu den Themen Jahresabschlussprüfung, Nachprüfung, andere Prüfungen, Qualitätskontrolle und prüfungsnahe Dienstleistungen und arbeitet auf die Konvergenz zwischen nationalen und internationalen Standards hin. Der IAASB besteht aus einem hauptberuflichen Vorsitzenden und 17 ehrenamtlichen Mitgliedern aus aller Welt.

Sie können den Jahresbericht hier herunterladen (in englischer Sprache, 1.283 KB).

 

 

23. März 2006: Zwei PCAOB Veröffentlichungen zu Qualitätskontrollen durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

 

Das US-amerikanische Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) hat zwei Veröffentlichungen herausgegeben, die sich mit der Umsetzung einer Vorschrift des Sarbanes-Oxley Act von 2002 befassen. Durch besagte Vorgabe sollen in den Vereinigten Staaten beheimatete Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dazu angehalten werden, sich mit den durch das PCAOB in seinen Untersuchungsberichten festgestellten Qualitätskontrollmängeln innerhalb von zwölf Monaten nach Herausgabe der Berichte auseinanderzusetzen. Im Gesetz heißt es: „Kein Abschnitt der Untersuchungsberichte, die Kritik an oder mögliche Mängel in dem Qualitätskontrollsystem eines gegenwärtig untersuchten Unternehmens behandeln, soll veröffentlicht werden, wenn dieser Kritik oder diesen Mängel innerhalb von zwölf Monaten nach Herausgabe des Untersuchungsberichts zur Zufriedenheit des Board durch die Gesellschaft begegnet wurde.

 

bullet In der ersten PCAOB-Veröffentlichung (in englischer Sprache, 1.028 KB) erläutert der Board seinen Entscheidungsprozess zur Beurteilung, ob eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die in den Untersuchungsberichten geäußerte Kritik an den Qualitätskontrollen zur Zufriedenheit des Board angegangen ist.
bullet In der zweiten PCAOB-Veröffentlichung (in englischer Sprache, 854 KB) erläutert der Board seine Erkenntnisse über die von den vier größten US-amerikanischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ergriffenen Maßnahmen als Reaktion auf die, während der ersten durch das Board durchgeführten Untersuchung geäußerten Bedenken im Hinblick auf die Qualitätskontrollen.

 

 

23. März 2006: Ablauf der Kommentierungsfrist zu IFRIC D18

 

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass die Kommentierungsfrist zu IFRIC D18 Zwischenberichterstattung und Wertminderungen am 31. März 2006 abläuft. Nach IFRIC D18 hat ein Unternehmen einen in früheren Zwischenperioden erfassten Wertminderungsaufwand auf den Geschäfts- oder Firmenwert, auf Investitionen in Eigenkapitalanteile oder auf finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, nicht wieder aufzuholen.

 

 

22. März 2006: Neue Ausgabe des Australian Accounting Alert zu IFRIC 9

 

Unsere australischen Kollegen haben Australian Accounting Alert 2006/04 zu IFRIC 9 Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate (in englischer Sprache, 52 KB) herausgegeben. Es wird erwartet, dass der Australian Accounting Standards Board (AASB) im Rahmen seiner nächsten Sitzung diese Interpretation übernehmen und als UIG 9 herausgeben wird, die das australische Äquivalent zu IFRIC 9 darstellt. Ältere Ausgaben des englischsprachigen Alerts finden Sie hier.

 

 

21. März 2006: FSF Asien-Pazifik Forum unterstützt Konvergenzbestrebungen

 

Das Financial Stability Forum (FSF) kam am 16. März 2006 in Sydney zu seiner vierten regionalen Sitzung zusammen. Führende Vertreter aus Finanzministerien, Zentralbanken, sowie Aufsichts- und Regulierungsbehörden aus 10 FSF-Mitgliedsstaaten und 8 regionalen Nicht-Mitgliedsstaaten nahmen an der Sitzung teil. Führende Mitglieder internationaler Institutionen, die durch das FSF vertreten werden, sowie die Asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank) zählten ebenso zu den Teilnehmern. Im Bericht über das FSF Asien-Pazifik Forum (in englischer Sprache, 72 KB) heißt es wie folgt:

 

Es wurden bereits Fortschritte in Richtung Konvergenz und Harmonisierung bei internationalen Rechnungslegungsstandards gemacht, wobei mehr und mehr Länder der Region an diesem Prozess teilnehmen. Die Anstrengungen sowohl auf Seiten des IASB, eine Reihe von Standards für kleine und mittlere Unternehmen zu erstellen, als auch auf Seiten der Regulierungs- und Prüfungsaufsichtsbehörden, die auf eine bessere Zusammenarbeit und eine Verbesserung der Prüfungsqualität abzielen, wurden allgemein gutgehießen.

 

 

21. März 2006: Neue Ausgabe von EITF Flash veröffentlicht

 

Am 16. März 2006 tagte die Emerging Issue Task Force (EITF) des FASB. Man einigte sich auf Konsenspositionen bei verschiedenen Sachverhalten, andere wurden erörtert, ohne das ein Konsens erzielt werden konnte. Unsere amerikanischen Deloitte-Kollegen haben einen EITF Flash Newsletter (in englischer Sprache, 81 KB) veröffentlicht, der die auf dieses Sitzung getroffenen Entscheidungen zusammenfasst. Zu den Fragen, über die eine Einigung erzielt wurde, zählen:

 

Bilanzierung der Umwandlung eines Instruments, welches erst nach Ausübung einer Call-Option des Halters wandelbar wird. 
Bilanzierung von Langzeitfreistellungen und ähnliche Leistungen. 
Wie Umsatzsteuern, die von den Kunden einbehalten und an die Finanzbehörden abgeführt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt werden sollten (d.h. in Brutto- oder Nettodarstellung).

 

 

21. März 2006: Indien gleicht Rechnungslegungsstandards an IFRS an

 

Der indische Premierminister Manmohan Singh erklärte, seine Regierung wolle eine neue umfassende Unternehmensgesetzgebung einführen wird, durch die u.a. auch die indischen Rechnungslegungsstandards an die IFRS angeglichen würden. Das neue Gesetz wird das seit 50 Jahren geltende Unternehmensgesetz ersetzen und zielt darauf ab, mehr Transparenz und eine effiziente Unternehmensführung und -kontrolle zu fördern, sagte der Premierminister.

 

 

20. März 2006: Stellungnahme von Deloitte zum Lageberichterstattungsentwurf

 

Am 27. Oktober 2005 hat der IASB ein Diskussionspapier zur Lageberichterstattung - Informationen außerhalb des Jahresabschlusses in der Form von Erklärungen des Managements hinsichtlich der finanziellen Lage des Unternehmens, Änderungen der finanziellen Lage, des operativen Ergebnisses und der Gründe für Veränderungen wesentlicher Bilanzposten - veröffentlicht. Auf IAS Plus.com haben wir die Stellungnahme von Deloitte zu dem Diskussionspapier (in englischer Sprache, 71 KB) eingestellt. Dieses Projekt ist derzeitig auf der Forschungsagenda des IASB. Die wesentlichen Punkte unserer Stellungnahme lauten: 

 

Wir sind der Meinung, dass es hilfreich gewesen wäre, wenn in dem Diskussionspapier darauf hingewiesen worden wäre, inwieweit sein Inhalt durch den Board diskutiert worden ist. Wir weisen darauf hin, dass die Veröffentlichung von Hinweisen zur Lageberichterstattung einen beträchtlichen Bruch mit den bisher vom Board unternommenen Standardsetzungsaktivitäten darstellt und wir hätten es begrüßt, wenn das Dokument das Ausmaß deutlich gemacht hätte, zu dem die Board-Mitglieder selbst diesen Schritt unterstützen.

 

Kurz zusammengefasst glauben wir nicht, dass die Entwicklung eines Standards zur Lageberichterstattung eine angemessene Aufgabe des IASB zu diesem Zeitpunkt ist, wenn es denn dies jemals sein sollte. Wir sind der Meinung, dass der wünschenswerte Inhalt der Lageberichterstattung von kulturellen Faktoren und Erwartungen hinsichtlich der Unternehmensführung und Geschäftstätigkeit abhängt. Wir sind daher der Auffassung, dass die Form und der Inhalt der Lageberichterstattung weiterhin Sache lokaler und regionaler Behörden bleiben sollte. Wir glauben, dass die Anzahl an IASB-Mitarbeitern und die Menge an Zeit des Boards, die in das Projekt hineinzustecken sein würde, bis zu dem Zeitpunkt nicht gerechtfertigt sind, an dem der Board einige der umstritteneren Projekte, die sich derzeitig auf der Agenda befinden, abgeschlossen hat. Sollte dieses Thema ein Boardprojekt in der Zukunft werden, würden wir dringend empfehlen, dass der Stab die Vorschriften zusammen mit einer Auswahl lokaler Behörden ausarbeitet.

 

Sämtliche früheren Deloitte-Stellungnahmen an das IASC und den IASB finden Sie hier.

 

 

20. März 2006: Stellungnahme von Deloitte zum Diskussionspapier zur erstmaligen Bewertung

 

Am 17. November 2005 hatte der IASB das Diskussionspapier Bewertungsmaßstäbe der Rechnungslegung - Bewertung beim erstmaligen Ansatz mit der Bitte um Stellungnahmen veröffentlicht. In dem Papier werden die möglichen Bewertungsmaßstäbe für Vermögenswerte und Schulden beim erstmaligen Ansatz untersucht. Betrachtet wurden u.a.: Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten, Tageswert, Beizulegender Zeitwert, Nettoveräußerungswert, Nutzungswert und Wiederbeschaffungswert. Auf IAS Plus.com haben wir die Stellungnahme von Deloitte zum Diskussionspapier (in englischer Sprache, 30 KB) eingestellt. Dieses Projekt befindet sich momentan auf der Liste der Forschungsprojekte des IASB. Die wesentlichen Punkte unserer Stellungnahme lauten:

 

Uns ist nicht klar, wie dieses Projekt in die gegenwärtige Agenda des International Accounting Standards Board (IASB) passt. Der IASB hätte zumindest Hinweise geben müssen, wie seiner Ansicht nach dieses Diskussionspapier die Arbeiten an den Projekten "Fair Value Measurement" und "Concepts" ergänzen könnte, wenn dies überhaupt erreicht wird. Es sieht vielmehr danach aus, dass das Diskussionspapier von anderen Punkten auf der IASB Agenda längst eingeholt wurde. Darüber hinaus wird in dem Papier nur die eng eingegrenzte Frage der Bewertung beim erstmaligen Ansatz aufgegriffen, unter der vorhergehenden Annahme, dass Vermögenswerte und Schulden beginnend mit dem Tag des erstmaligen Ansatzes bewertet werden sollten (Textziffer 415). Die Frage des Zeitpunktes des erstmaligen Ansatzes wird auf eine weitergehende Untersuchung verschoben, welche noch nicht begonnen wurde. Aufgrund der Wechselwirkungen zwischen der Frage des Zeitpunkts des erstmaligen Ansatzes ("Wann") und der Frage des Wertansatzes ("Was"), wie sie im Diskussionspapier untersucht wurde, sind wir der Meinung, dass alle Fragestellungen im Hinblick auf "Wann" und "Was" zu allererst eingehend hätten untersucht werden müssen. Das Problem des "Wie" der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergibt sich unmittelbar daraus. Durch diesen Ansatz hätten wichtige Fragestellungen herausgearbeitet werden können, wodurch die Erörterungen und Vorschläge im Diskussionspapier mit weniger Unsicherheiten behaftet worden wären. Wir könnten uns vorstellen, dass sich, wenn sich der IASB der Fragen "Wann" und "Was" annehmen wird, einige Abschnitte des Diskussionspapiers als irrelevant herausstellen werden. 

 

Wir sind der Ansicht, dass die gegenwärtigen Bewertungsmaßgaben innerhalb verschiedener International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht im Einklang miteinander stehen, und dass ein Projekt zu diesen Fragestellungen vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Theorie und Praxis längst überfällig ist. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass sich der IASB gegenwärtig in der Abschlussphase der Arbeiten an einem Standardentwurf zu "Fair Value Measurements" befindet, werden wir unsere Fragen zu bestimmten, durch das Diskussionspapier aufgeworfenen Fragen bis zu diesem Zeitpunkt aufheben.

 

Weiterhin haben wir bisher nicht auf die Bitte um Stellungnahme im Hinblick auf die Unterschiede zwischen der im Diskussionspaper vorgeschlagenen Bewertungshierarchie und den entsprechenden Vorgaben im Standardentwurf des Financial Accounting Standards Board (FASB) reagiert, wie sie in Textziffer 3 der Einleitung enthalten ist (auf Seite 6 des Diskussionspapiers). Im Diskussionspapier wird offen gelassen, auf welche Version des Standardentwurfs sich die Stellungnehmenden beziehen sollen. Dazu kommt noch, dass bisher keinerlei Anstrengungen unternommen wurden, die wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Dokumenten herauszuarbeiten.

 

Sämtliche früheren Deloitte-Stellungnahmen an das IASC und den IASB finden Sie hier.

 

 

19. März 2006: Kommissarin der SEC äußert sich zur Roadmap 

 

Auf der Jahrestagung des Institute for International Bankers in Washington am 13. März 2006, sprach die SEC Kommissarin Annette L. Nazareth über die "Aussichten auf Konvergenz zwischen US-amerikanischen und EU- Rechnungslegungsstandards". In ihrer Rede beschäftigte sie sich mit der Übernahme der International Financial Reporting Standards als einzig anzuwendenden Rechnungslegungsstandards in der EU und den Grundsätzen der so genannten "Roadmap", nach denen die Börsenaufsicht bei der Anerkennung der IFRS als primären Rechnungslegungsstandards, ohne eine verpflichtende Überleitungsrechnung auf US-GAAP, verfährt. Klicken Sie hier für die Rede der SEC-Kommissarin (in englischer Sprache, 53KB). Nachfolgend ein Auszug: 

 

Die Börsenaufsicht hatte sich aus zwei fundamentalen strategischen Gründen dazu entschlossen, eine  Überleitungsrechnung vorzuschreiben. Dies ist zum einen der Grundsatz der Bilanzstetigkeit, das heißt, dass die Anleger in den Vereinigten Staaten, unabhängig davon, ob es sich um einen amerikanischen oder ausländischen Emittenten handelt, für Ihre Anlageentscheidung die selben grundlegenden Informationen benötigen  Dies impliziert, dass börsennotierte Unternehmen aus dem Ausland exakt denselben Anforderungen unterliegen müssen wie inländische. Die andere strategische Betrachtung ist, dass es im öffentlichen Interesse ist, US-amerikanischen Investoren, Investitionen in eine breite Spanne von Wertpapieren, inklusive ausländischer Wertpapiere, zu ermöglichen. Hieraus folgt, dass die Börsenaufsicht übermäßig beschwerliche Anforderungen für ausländische Emittenten zu vermeiden versucht. Dieser Begründung folgend, dient es dem öffentlichen Interesse mehr, wenn ausländische Emittenten dazu ermutigt werden, ihre Wertpapiere bei der Börsenaufsicht registrieren zu lassen.

 

Eben diese Überlegungen stehen im Mittelpunkt der Festlegung einer Überleitungserfordernis. Folglich konzentriert sich die Roadmap auf die Frage, ob ausländische, nach IFRS aufgestellte Jahresabschlüsse, ohne Überleitungsrechnung zu den US-GAAP, das Ziel einer weiteren Öffnung unserer Märkte bei gleichzeitigem Beharren auf einem Informationsausweis vergleichbarer Qualität, Transparenz und Nutzen werden erreichen können.

 

 

18. März 2006: Reform der Unabhängigkeitsvorschriften für Wirtschaftsprüfer in der EU

 

Nach Aussagen einer Studie der europäischen Wirtschaftsprüfervereinigung (Fédération des Experts Comptables Européens, FEE) beginnen die EU-Reformen der Unabhängigkeitsvorschriften für Wirtschaftsprüfer in den Mitgliedstaaten zu greifen. Die Studie mit dem Titel "Implementation of the EU Recommendation on Independence" (Umsetzung der EU-Unabhängigkeitsempfehlungen) kommt zu dem Ergebnis, dass der in den EU-Empfehlungen verfolgte, prinzipienbasierte Ansatz zum Thema Wirtschaftsprüfer-Unabhängigkeit von drei Vierteln der EU-Mitgliedstaaten sowie von Norwegen umgesetzt wurde. Die EU-Empfehlungen werden in jüngster Zeit durch die neue Abschlussprüfer-Richtlinie rechtlich flankiert. Darüber hinaus sind europäische Wirtschaftsprüfer als IFAC-Mitglieder zur Anwendung des IFAC-Ethik-Kodex verpflichtet, der gegenwärtig verschärft wird. Ebenso wurden von vielen europäischen Staaten und den USA entsprechende Gesetzesinitiativen gestartet. Im Rahmen der Veröffentlichung ihrer Studie rief die FEE zu einer gesetzgeberischen Pause auf, damit sich der neue Unabhängigkeitsansatz in der Prüfungsberichtspraxis bewähren könne. Zum Download der Studie klicken Sie bitte hier (in englischer Sprache, 408 KB)

 

 

17. März 2006: Tagesordnung der IASB-Sitzung im März 2006

 

Der International Accounting Standards Board wird von Dienstag bis Freitag, den 28. bis 31. März 2006 in seinen Londoner Büroräumen tagen. Nachfolgend finden Sie die vorläufige Tagesordnung dieser Sitzung:

 

28.-31. März, London

 

Dienstag, 28. März 2006 (nur nachmittags)

Erfolgsberichterstattung - Segment B: Zielsetzung und Planung des Projekts

Leasingverhältnisse - Vorbereitende Gespräche über ein Projekt zu Leasingverhältnissen sowie mögliche Agenda-Entscheidung

Neues von IFRIC

 

Mittwoch, 29. März 2006

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert zurückgegeben werden können

Joint Ventures

Kurzfristige Konvergenz: Fremdkapitalkosten

Restanten des Vorentwurfes

Vorschläge zur Änderung des Anwendungsbereiches: Ausnahme von Fremdkapitalkosten, die dem Kauf, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, direkt zurechenbar sind, bspw. einem biologischen Vermögenswert.

Unternehmenszusammenschlüsse Phase II

Fachliche Planung

 

Donnerstag, 30. März 2006

Versicherungsverträge Phase II

Rechnungslegungsstandards für kleine und mittlere Unternehmen

Erlöserfassung

Rahmenkonzept - Definition eines berichtenden Unternehmens

 

Freitag, 31. März 2006 (nur morgens)

IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen 

Konsolidierung einschließlich Zweckgesellschaften

Änderung von IFRS 1 bezüglich der Anschaffungskosten von Tochterunternehmen im Einzelabschluss des Mutterunternehmens

 

 

17. März 2006: USA und Großbritannien schließen neues aufsichtsrechtliches Kooperationsabkommen

 

Die Börsenaufsichtsbehörden der USA und Großbritanniens (Securities and Exchange Commission und Financial Services Authority) haben ein umfassendes Abkommen zur Stärkung ihrer Kooperation in den Bereichen Kapitalmarktüberwachung und -prüfung abgeschlossen. Beide Behörden beschrieben das Abkommen als einen "Meilenstein", der den Austausch vertraulicher aufsichtsrechtlicher Informationen, die gegenwärtig von beiden Organisationen über sowohl in den USA als auch in Großbritannien tätige, gelistete Unternehmen und Investmentbankkonzerne, gesammelt werden, vereinfachen werde. Zur Ansicht der englischsprachigen Presseerklärung der SEC klicken Sie bitte hier.

 

 

16. März 2006: IASB schlägt Änderung von IAS 1 vor

 

Im Rahmen seines Projekts zur Erfolgsberichterstattung ("Performance Reporting") hat der IASB einen Entwurf mit Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses veröffentlicht. Dieser Entwurf ist das Ergebnis der ersten Phase des "Performance Reporting"-Projekts (auch unter der Bezeichnung "Segment A" bekannt) und würde, im Falle seiner endgültigen Verabschiedung, IAS 1 im Wesentlichen in Einklang mit dem entsprechenden US-GAAP Standard bringen. Die zweite Phase des Projekts wird vom IASB gemeinsam mit dem US-amerikanischen Financial Accounting Standards Board (FASB) durchgeführt. Darin geht es unter anderem um die Überprüfung der Darstellung und Angabe von Informationen im Jahresabschluss. Die Vorschläge sehen vor, dass Unternehmen sämtliche Aufwendungen/Erträge und Eigenkapitalveränderungen, die aus Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern resultieren, voneinander getrennt ausweisen. Bei der Darstellung von Erträgen und Aufwendungen hätten Unternehmen ein Wahlrecht, diese entweder in einem oder in zwei Aufstellungen anzugeben. Ebenso wären Unternehmen verpflichtet, im Jahresabschluss eine Darstellung der Finanzlage (oder Bilanz) zum Beginn der vorangegangenen Periode anzugeben. Die Kommentierungsfrist endet am 17. Juli 2006. Für die Presseerklärung (in englischer Sprache, 68 KB) klicken Sie bitte hier

 

Der Entwurf:
sieht vor, dass Unternehmen sämtliche Erträge und Aufwendungen in einer oder zwei Darstellungen angeben, getrennt von Veränderungen des Eigenkapitals, die aus Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern (in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner) resultieren. Dementsprechend sind alle aus Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern resultierenden Veränderungen des Eigenkapitals getrennt von solchen aus Geschäftsvorfällen mit Nicht-Anteilseignern darzustellen. Infolgedessen ist es Unternehmen nicht gestattet, Erträge und Aufwendungen (d.h. Veränderungen des Eigenkapitals aus Geschäftsvorfällen mit Nicht-Anteilseignern) im Sinne des IFRS-Rahmenkonzepts, in der Eigenkapitalveränderungsrechnung darzustellen. Diese Änderung dient dazu, den Abschlussadressaten durch die zwingende Zusammenfassung von Posten mit gemeinsamen Eigenschaften bessere Informationen zur Verfügung zu stellen.
sieht vor, dass eine Darstellung der Finanzlage zum Periodenbeginn (Eröffnungsbilanz) in den Abschluss aufzunehmen ist. Demzufolge müssen Unternehmen, die Vergleichsinformationen für die vorangegangene Periode angeben, zusätzlich zum Anhang, mindestens drei Darstellungen der Finanzlage und zwei der jeweiligen anderen Abschlussbestandteile angeben. IAS 1 verlangt, dass ein Abschluss mindestens zwei der vorgeschriebenen Abschlussbestandteile enthalten muss. Die zusätzliche Darstellung zeigt die Finanzlage zum Beginn der vorangegangen Periode.
ersetzt den Begriff "Bilanz" durch die Bezeichnung "Darstellung der Finanzlage", um die Aussage dieses Abschlussbestandteils klarer herauszustellen.

 

 

16. März 2006: FASB-Update zur Bilanzierung von Derivaten und Hedging-Transaktionen

 

Der Stab des US-amerikanischen Financial Accounting Standards Board hat auf der FASB-Website Änderungen von SFAS 133 Implementation Issues veröffentlicht, die sich aufgrund der Verabschiedung von SFAS 155 Bilanzierung von bestimmten hybriden Instrumenten ergeben haben. Dementsprechend wurden auch die Seiten "All Issues" und "Tentative Guidance" aktualisiert. Ein Entwurf der geänderten "Implementation Issues" ist ebenfalls als PDF-Datei verfügbar. 

 

 

16. März 2006: Sitzungen der IAASB-Beratungsgruppe ab sofort öffentlich

 

Die Sitzungen der Beratungsgruppe (Consultative Advisory Group, CAG) des International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) werden ab sofort öffentlich stattfinden. Die nächste ordentliche Sitzung der Beratungsgruppe wird am 11. und 12. Mai in Paris stattfinden. Der CAG gehören Vertreter von 35 Organisationen an. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung und Beratung des IAASB bezüglich des Arbeitsprogramms, einschließlich der Projekt-Priorisierung sowie die projektbegleitende, fachliche Beratung, je nach Themenentwicklung sowie zu sonstigen, für die Arbeit des IAASB relevanten Themen. Zum Download der Erklärung des IAASB klicken Sie bitte hier (in englischer Sprache, 89 KB).

 

 

16. März 2006: Mitglieder für EFRAG-Arbeitsgruppe zur Erfolgsberichterstattung gesucht

 

Die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (EFRAG) wird gemeinsam mit dem spanischen Rechnungslegungs-Standardsetter ICAC ein Projekt zur Erfolgsberichterstattung (Performance Reporting) organisieren. Beide Organisationen bitten um Bewerbungen für diese gesamteuropäische Beratungsgruppe bis zum 7. April 2006. Für weitere Informationen (in englischer Sprache) klicken Sie bitte hier

 

 

15. März 2006: Sitzung der IASC-Stiftungs-Treuhänder am 23. und 24. März

 

Die Treuhänder der IASC Stiftung, der Dachorganisation des IASB, werden am 23. und 24. März zu einer Sitzung im Crowne Plaza London - The City Hotel zusammentreten. Die Sitzung am 23. März wird öffentlich stattfinden. Die Tagesordnung haben wir nachfolgend für Sie abgedruckt: 

 

 

TAGESORDNUNG DER SITZUNG DER IASC-STIFTUNG

23.-24. MÄRZ 2006, LONDON

 

Erörterung der Arbeitsweise der Gremien

IASC-Stiftung

IASB

Arbeitsweise und Konsultationsmechanismen

Verabschiedung des "Due Process Handbook" 

 

Standardbeirat

Bericht des Vorsitzenden

 

IFRIC

Aufgaben und Herausforderungen

Überprüfung der Arbeitsweise

 

 

 

13. März 2006: Brasilien schreibt IFRS für Finanzinstitutionen vor

 

Am 9. März 2006 beschloss der Vorstand der brasilianischen Zentralbank, sämtlichen brasilianischen Banken und von der Zentralbank zur Geschäftstätigkeit in Brasilien lizenzierten Finanzinstitutionen die vollständige Anwendung der IFRS ab dem Jahresabschluss 31. Dezember 2010 vorzuschreiben. Dieser Beschluss wurde im Rahmen einer öffentlichen Bekanntmachung (in portugiesischer Sprache, 93 KB) veröffentlicht. Der Vorstand forderte seine für die Bankenaufsicht verantwortlichen Abteilungen auf, die zur Einhaltung der Frist bis 2010 notwendigen Änderungen der bestehenden aufsichtsrechtlichen Vorschriften herauszuarbeiten und bis zum 31. Dezember 2006 entsprechende Rückmeldung zu erstatten. Danach sollen Arbeitsgruppen Lösungsvorschläge zur Ausräumung von Hindernissen für die IFRS-Anwendung ab 2010 entwickeln. Darüber hinaus gab die Zentralbank bekannt, sie beabsichtige, Abschlussprüfern von Banken und anderen lizenzierten Finanzinstitutionen die Anwendung der vom International Auditing and Assurance Standards Board herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) vorzuschreiben.

 

 

12. März 2006: Neuer IAS Plus Newsletter zu IFRIC 9

 

Auf IAS Plus.com haben wir eine neue Ausgabe des IAS Plus Newsletters zur Erklärung von IFRIC 9 Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate eingestellt. IFRIC 9 befasst sich mit zwei Fragestellungen, die wie folgt beantwortet werden:

Frage: Muss ein Unternehmen nach dem erstmaligen Ansatz des hybriden Vertrages erneut beurteilen, ob ein eingebettetes Derivat zu trennen ist?

Antwort: Nein. Vielmehr darf eine solche erneute Beurteilung nur bei wesentlichen Änderungen der Bedingungen des hybriden Vertrages stattfinden.

Frage: Hat ein IFRS-Erstanwender über die Trennung eines eingebetteten Derivats (a) zu dem Zeitpunkt, in dem er Vertragspartei des hybriden Vertrages wurde, zu entscheiden oder (b) wenn das Unternehmen die IFRS erstmalig anwendet?

Antwort: (a) - Die Beurteilung ist auf der Grundlage jener Umstände durchzuführen, die bestanden, als das Unternehmen zuerst Vertragspartei wurde, nicht beim Übergang auf IFRS.

Der Newsletter enthält zwei Beispiele. Sämtliche früheren Ausgaben des Newsletters finden Sie hier.

 

 

12. März 2006: SEC-Kommissarin nimmt Stellung zur Lageberichterstattung

 

Cynthia A. Glassman, Kommissarin der US-Börsenaufsicht SEC, bezeichnete in einer Rede vor dem Corporate Counsel Institute (in englischer Sprache, 68 KB) die Verbesserung der Lageberichterstattung als oberste Priorität der SEC. Kommissarin Glassman merkte an, dass "das Management seine Sicht im Rahmen der Lageberichterstattung am wirkungsvollsten darstellen kann" - nämlich die Gründe für das erwirtschaftete Betriebsergebnis. Andererseits, so gab sie zu bedenken, fehlten Lageberichten manchmal ausreichende Erklärungen, darüber hinaus seien sie unnötig langatmig und konzentrierten sich nicht in ausreichendem Maß auf eine klare Lagedarstellung.

 

Die Darstellung der Managementsicht wäre vollständiger, wenn sie zukunftsorientierte Informationen enthielte, Trends und Unsicherheiten mit Auswirkungen auf das Geschäft besser erklärte und die Schlüssel-Erfolgsfaktoren des Geschäfts tiefgehender diskutierte. Wenngleich zukunftsorientierte Aussagen im Allgemeinen nicht verpflichtend vorgeschrieben sind, so helfen diese den Anlegern, die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens zu verstehen. Darüber hinaus ergänzen sie die vergangenheitsorientierten Abschlusszahlen, die den Weg des Unternehmens bis heute darstellen.

 

Auch der IASB untersucht dieses Themengebiet. Die Forschungsagenda des Boards beinhaltet ein Projekt zur Lageberichterstattung, dessen Ziel die Entwicklung von Richtlinien zur Darstellung erklärender Informationen außerhalb des Jahresabschlusses ist. Im Oktober 2005 veröffentlichte der IASB ein Diskussionspapier, das die mögliche Rolle des IASB bei der Verbesserung der Lageberichterstattung untersuchte und das von der IASB-Website heruntergeladen werden kann. Die Kommentierungsfrist endet am 28. April 2006. Die Kommissarin ging, neben ihren Ausführungen zur Lageberichterstattung, auch auf Angaben zur Managementvergütung, die Berichterstattung über das interne Kontrollsystem und auf die Modernisierung der Technologie zur Unterstützung der öffentlichen Verfügbarkeit unternehmerischer Finanzinformationen ein. 

 

 

11. März 2006: Deloitte Insights Audio-News erhältlich

 

Die kostenfreie Audio-Newsreihe "Deloitte Insights", in der wichtige aktuelle Business-Themen behandelt werden, steht Ihnen im Netz zur Verfügung. Sie können die aktuellsten Ausgaben automatisch, entweder als Streaming-Dateien oder iTunes abonnieren oder sie sich direkt als mp3-Dateien auf ihren PC herunterladen. Auf Deloitte.com steht ihnen eine Liste der bislang verfügbaren Deloitte Insights  zur Verfügung. Die aktuellste Ausgabe behandelt die Prognosen der US-amerikanischen Deloitte Technology, Media & Telecommunications Group (TMT) für 2006. Eines der dort diskutierten Themengebiete ist die Frage der Erlöserfassung bei bestehenden Upgrade-Verpflichtungen (in englischer Sprache, 75 Minuten). Die Audio-News werden von den amerikanischen Deloitte-Kollegen entwickelt. Auf IAS Plus.com besteht ein dauerhafter Link zu den Deloitte Insights auf der US-Website von Deloitte.

 

 

11. März 2006: EFRAG empfiehlt Freigabe von IFRIC 8

 

Die Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (European Financial Reporting Advisory Group, EFRAG) hat IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass deren Freigabe im europäischen Interesse sei. Aus diesem Grund empfiehlt EFRAG der Europäischen Kommission die Freigabe von IFRIC 8 (in englischer Sprache, 78 KB).

 

 

10. März 2006: Auswirkungen der IFRS auf das aufsichtsrechtliche Kapital europäischer Banken

 

Eine Studie des Komitees der Europäischen Bankenaufsichtsbehörden (Committee of European Banking Supervisors, CEBS) kommt zu dem Ergebnis, dass die von CEBS im Dezember 2004 herausgegebenen Richtlinien für die an von europäischen Banken berichteten IFRS-Finanzdaten zur Bestimmung des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals vorzunehmenden Anpassungen die Bedenken der Aufsichtsbehörden erfolgreich ausgeräumt haben. Aufsichtsbehörden hatten Bedenken dahingehend geäußert, dass die Einführung der IFRS möglicherweise

 

"die von aufsichtsrechtlichem Eigenkapital zu erfüllenden Kriterien unterminieren könnten, nämlich dass das Kapital (i) dauerhaft sein, (ii) jederzeit zum Ausgleich von Verlusten zur Verfügung stehen und (iii) betragsmäßig verlässlich bestimmbar sein müsse."
"Volatilität in die Abschlüsse von Finanzinstitutionen und insbesondere in das aufsichtsrechtliche Eigenkapital bringen, die nicht der wirtschaftlichen Substanz ihrer Finanzlage entspricht."

 

Im Rahmen der Studie verglich CEBS die nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Abschlüsse zum 31. Dezember 2004 in 18 europäischen Ländern mit den IFRS-Bilanzen zum 1. Januar 2005 und kam zu dem Ergebnis, dass "die Umstellung auf IAS/IFRS und der Anwendung der entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anpassungen insgesamt eine leichte Abnahme des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals zur Folge hatte: 2% über die gesamte Stichprobe." CEBS kommt zu dem Ergebnis, dass:

 

Die Analyse der gesamten Stichprobendaten bestätigt, dass die Richtlinien den bei der IAS/IFRS-Umstellung beobachteten, negativen Effekt auf das aufsichtsrechtliche Eigenkapital von Finanzinstitutionen neutralisieren.
Die Ergebnisse dieser Analyse - zusammen mit den Schlussfolgerungen einer 2005 von CEBS durchgeführten Untersuchung bezüglich der Umsetzung der Richtlinien, wonach die teilnehmenden CEBS-Mitgliedsinstitutionen die Empfehlungen der Richtlinien zufrieden stellend umgesetzt haben - sollten helfen, die Bedenken der Aufsichtsbehörden zu zerstreuen.

 

Zum Download des CEBS-Berichts (in englischer Sprache, 165 KB) klicken Sie bitte hier

 

 

10. März 2006: Round-Table-Veranstaltungen der SEC zur Finanzberichterstattung im Internet

 

Die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC wird eine Reihe so genannter Round-Table-Veranstaltungen zur Frage der Beschleunigung der Einführung neuer Internetanwendungen zur Bereitstellung besserer Finanzinformationen über Unternehmen und Fonds für Anleger und Analysten abhalten. Diesbezüglich merkte die SEC an, dass "gegenwärtig selbst computerbasierte Finanzinformationen generell in Form ganzer, schwer trennbarer, Datenseiten dargestellt werden." Es ist geplant, zu diesen Diskussionsrunden Anleger, Unternehmen, Prüfer, Analysten, IT-Experten, Aufsichtsbehörden und andere Parteien einzuladen. Unter anderem werden folgende Themenbereiche diskutiert werden:

 

Bedürfnisse von Anlegern und Analysten im Zeitalter interaktiver Datenverarbeitung;
Mögliche Wege, die Anwendung neuer, die Bereitstellung interaktiver Finanzdaten ermöglichender Software zu beschleunigen; und
Die geeignetsten Wege zur Entwicklung von SEC-Vorschriften für Unternehmensangaben um das Potenzial interaktiver Daten weitestmöglich auszuschöpfen.

Zum Download der SEC-Presseerklärung (in englischer Sprache) klicken Sie bitte hier.

 

 

10. März 2006: Weltkongress 2006 der Rechnungslegungs-Lehrkräfte

 

Vom 9. bis 11. November 2006 wird in Istanbul der 10. Weltkongress der Rechnungslegungslehrkräfte (World Congress of Accounting Educators) stattfinden, der sich mit den Herausforderungen und Entwicklungen der internationalen Rechnungslegungslehre und -forschung befasst, unmittelbar vor dem ebenfalls dort stattfindenden 17. Rechnungslegungs-Weltkongress. Die Organisatoren bitten um die Einreichung von Diskussionspapieren zu den folgenden Themengebieten:

 

Externe Rechnungslegung
Informationssysteme und Computerprüfung
Wirtschaftsprüfung und interne Revision
Ethik in der Rechnungslegungs-Lehre
Finanzmanagement
Corporate Governance
Steuerwesen
Geschichte der Rechnungslegung
Leistungsmessung
Rechnungslegung im öffentlichen und gemeinnützigen Sektor
Aus- und Weiterbildung in der Rechnungslegung
Rechnungslegung im Umwelt und Sozialbereich
Internationale Rechnungslegung
Internes Rechnungswesen

 

Zum Download des Aufrufs zur Einreichung von Diskussionspapieren (in englischer Sprache, 171 KB) klicken Sie bitte hier. Die Einreichungsfrist endet am 30. April 2006. Klicken Sie auf den nachfolgenden Link für die Kongress-Website.

 

 

9. März 2006: IOSCO erbittet Stellungnahmen zum Thema Hedge Fonds

 

Der Fachausschuss der internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (International Organization of Securities Commissions - IOSCO) hat einen Konsultationsbericht zum aufsichtsrechtlichen Umfeld für Hedge-Fonds (in englischer Sprache, 383 KB) herausgegeben. Darin werden die Ergebnisse einer Untersuchung von 20 IOSCO-Mitgliedstaaten zu verschiedenen Aspekten von Hedge-Fonds präsentiert, wie etwa zu Verbreitung und Größe, Investmentstrategien, Begriffsbestimmungen, Zulassung, Angaben, Werbung, Berichterstattung, Prüfung und disziplinarische Maßnahmen. Zu den Themen Angaben und Berichterstattung wurden im Rahmen des Fragebogens folgende Fragen gestellt:

 

Angaben: Ob Kleinaktionären eine Emissionserklärung und Mindestangaben zur Verfügung gestellt werden müssen; ob Hedge-Fonds ihren Investmentrahmen, ihren Verschuldungsgrad etc. veröffentlichen müssen; und ob Warnmeldungen verlangt werden.
Berichterstattungspflichten: Regelmäßige oder jährliche Berichterstattungs- und Veröffentlichungspflichten bezüglich der Fonds-Entwicklung („Investment-Performance“) und der zugrunde liegenden Kapitalanlagen sowie Bewertungsfragen.

IOSCO bittet um Stellungnahmen zur Richtigkeit und zu den Auswirkungen der in der Untersuchung veröffentlichten Entwicklungen bei Hedge-Fonds bis zum 31. Mai 2006.

Darüber hinaus hat auch der IASB ein Projekt zu Investmentunternehmen auf seiner Agenda. 

 

 

9. März 2006: Jetzt erhältlich – das Bound Volume 2006 der IFRS

 

Das Bound Volume (BV) 2006 mit den per 1. Januar 2006 verabschiedeten International Financial Reporting Standards ist soeben erschienen. Das BV 2006 beinhaltet alle IFRS, IAS, Interpretationen und weitere, vom IASB veröffentlichte Verlautbarungen, wie die Grundlagen für Schlussfolgerungen ("Basis for Conclusions"), Umsetzungshinweise ("Implementation Guidance") und die erläuternden Beispiele ("Illustrative Examples"). Das 2.400-Seiten-Werk enthält eine Reihe neuer Materialien, unter anderem:

 

Die überarbeitete, von den Treuhändern im Juni 2005 genehmigte Satzung
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
Drei neuen Interpretationen – IFRIC 6 bis 8
Änderungen an IFRS 1, IFRS 4, IFRS 6, IAS 21 und IAS 39 sowie daraus resultierende Folgeänderungen anderer Verlautbarungen
Redaktionelle Änderungen

 

Exemplare des BV 2006 sind über die IASB-Website (Dort auf „IASCF Shop“ klicken) zum Stückpreis von 60 Pfund Sterling erhältlich. Mengenrabatte sind möglich. Hier finden Sie die Pressemitteilung (in englischer Sprache).

 

 

8. März: Neuer Jahresabschluss-Praxisratgeber aus Hongkong

 

Unsere chinesischen Deloitte-Kollegen haben HKFRS Financial Statements 2005: A Practical Guide for Preparers (in englischer Sprache, 3.118 KB) veröffentlicht. Zweck der Broschüre ist es, bei der Erstellung der Jahresabschlüsse 2005 nach Hongkong Financial Reporting Standards (HKFRS) zu unterstützen. Seit dem 1. Januar 2005 stimmen die HKFRS vollständig mit den IFRS überein, mit Ausnahme einiger unwesentlicher Differenzen. Dieser Prozess führte zur Überarbeitung einer Vielzahl von Standards und Interpretationen sowie der Einführung einiger gänzlich neuer Standards und Interpretationen. In der Konsequenz führen diese Überarbeitungen und neuen Standards dazu, dass Unternehmen ihre Jahresabschlüsse 2005 im Wesentlichen neu erstellen müssen. Die neue Broschüre beinhaltet den HKFRS Musterkonzernabschluss, eine Ausweis- und Anhangangaben-Checkliste für 2005 und eine Zusammenfassung der wesentlichen Anpassungen der Börsenrichtlinien, die sich auf den Ausweis und die Angabe von Informationen im Geschäftsbericht 2005 auswirken.

 

 

8. März: Februar-Ausgabe von Accounting Roundup

 

Auf IAS Plus.com wurde die neueste Ausgabe des englischsprachigen Accounting Round-Up Newsletters Februar 2006 eingestellt (259 KB), die von den amerikanischen Kollegen erstellt wird. Diese Ausgabe beschäftigt sich mit:

 

Entwicklungen beim FASB einschließlich einer endgültigen Stellungnahme zur Bilanzierung hybrider Finanzinstrumente; der Antwort des FASB auf eine SEC-Studie zu Off-Balance-Sheet-Vereinbarungen; sowie der aktualisierten FASB-IASB Konvergenzvereinbarung (Memorandum of Understanding).
Entwicklungen beim GASB einschließlich eines vorgeschlagenen technischen Hinweises zur Bilanzierung von Krankenversicherungszahlungen.
Entwicklungen beim AICPA einschließlich eines Warnhinweises zur Position der SEC bezüglich Änderungen der Cashflow-Rechnung bei nicht fortgeführten Geschäftsbereichen; neuer Prüfungsstandards für nicht-öffentliche Unternehmen; eines neuen Rahmenkonzepts für Unabhängigkeitsstandards und einer überarbeiteten Interpretation zur Beantwortung von Mandantenanfragen nach Dokumentation; sowie neuer Warnhinweise zur Rechnungslegung und zum Prüfungsrisiko.
Entwicklungen bei der SEC einschließlich einer Verlängerung der Frist für Unternehmen freiwillig an einer XBRL-Initiative teilzunehmen.
Entwicklungen beim PCAOB einschließlich eines Prüfungsstandards zur Berichterstattung über Korrekturen einer wesentlichen Schwäche (des internen Kontrollsystems), und der Bitte um Stellungnahmen zu internen Kontrollvorschriften.
Internationale Entwicklungen einschließlich einer vom IASB vorgeschlagenen Änderung des IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung.

 

Ältere Ausgaben des Newsletters finden Sie hier.

 

 

7. März 2006: Gemeinsame Studie von IASB und FASB zur Fair Value-Bilanzierung bei Finanzinstrumenten

 

Im einer gemeinsamen Umfrage bitten der IASB und der US-amerikanische FASB die Nutzer von Jahresabschlüssen um Angaben darüber, welche Informationen bezüglich der beizulegenden Zeitwerte ("Fair Values") von Finanzinstrumenten und der Veränderungen dieser beizulegenden Zeitwerte für Investitions- oder Kreditentscheidungen oder bei der Beratung von Dritten im Hinblick auf Investitions- oder Kreditentscheidungen für notwendig erachtet werden. Finanzinstrumente umfassen zu diesem Zweck nicht nur Schuld- und Eigenkapitaltitel sowie Derivate, sondern auch Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und beinahe jede andere Forderung und Verbindlichkeit. Die Boards haben einen Fragebogen sowie ein Hintergrunddokument veröffentlicht, die darauf abzielen, die Ansichten der Abschlussadressaten darüber zu erheben, ob die gegenwärtigen Standards Anlegern und Gläubigern die zur Analyse von Unternehmen, welche einige oder sämtliche Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanzieren, notwendigen Informationen liefern. Die Boards nennen die folgenden zwei Beispiele für mögliche Zusatzinformationen, welche die Nutzer benötigen könnten:

 

Quantitative Informationen über die Gründe für Änderungen der beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten;
Angaben, inwiefern die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten künftigen Schwankungen ausgesetzt sind.

 

Der Fragebogen enthält fünf Fragen mit zahlreichen Unterfragen:

 

Frage 1 fragt die Nutzer, wie sie gegenwärtig Informationen zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten nutzen und welche Informationen sie gerne hätten, jedoch zur Zeit nicht erhalten.

Frage 2 fragt nach der Art der Informationen, welche die Nutzer gerne zur Verfügung hätten, um ihnen dabei zu helfen, Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwerts innerhalb eines Geschäftsjahres nachvollziehen zu können.

Frage 3 fragt nach der Berichterstattung über Zinsaufwendungen und -erträge von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und ob solche Zinsen die gegenwärtigen Marktpreise bzw. -renditen und die Bonität widerspiegeln sollten.

Frage 4 fragt, wie die Nutzer beurteilen, inwiefern ein Finanzinstrument künftigen Schwankungen seines beizulegenden Zeitwerts ausgesetzt ist.

Frage 5 fragt nach der relativen Bedeutung verschiedener Arten von Informationen, deren Angabe verpflichtend sein sollte.

 

Um Antworten wird bis zum 14 April 2006 gebeten. Bitte folgen Sie den nachfolgenden Links für:

 

Die Pressemitteilung (in englischer Sprache, 28 KB)
Den Fragebogen (in englischer Sprache, 39 KB)
Das Hintergrunddokument (in englischer Sprache, 38 KB)

 

 

6. März 2006: SEC-Kommissarin äußert sich zur Überleitungsrechnung

 

In einem der während der zehnten Jahreskonferenz zum Thema „SEC Regulation Outside the United States“ (SEC-Vorschriften außerhalb der Vereinigten Staaten) gehaltenen Vortrag äußerte sich Cynthia A. Glassmann, Kommissarin  der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC unter anderem zur Konvergenz zwischen US-GAAP und IFRS und zu der von der SEC geforderten Überleitungsrechnung. Nachfolgend ein Auszug:

 

Das andere entscheidende Thema an der internationalen Rechnungslegungs-Front ist das der Überleitungsrechnung. Wie sie wissen, schreibt die Kommission Unternehmen, die nach IFRS oder nach anderen Rechnungslegungsstandards bilanzieren vor, ihre bei uns eingereichten Jahresabschlüsse auf US GAAP überzuleiten. Die so genannte „Roadmap“ für eine Anerkennung der IFRS in den Vereinigten Staaten ohne Überleitung hat dabei meine volle Unterstützung. Im Grunde genommen schauen wir uns gegenwärtig die Art und den Umfang der Überleitungen und die Einheitlichkeit der IFRS-Anwendung in den verschiedenen Ländern an. Obwohl unser Mitarbeiterstab bereits mit der Planung der ersten Phase begonnen hat, können wir mit der Auswertung der Ergebnisse zu den IFRS/US-GAAP Überleitungen aus 2005 nicht vor Mitte dieses Jahres anfangen, da die IFRS in vielen Ländern erst seit kurzem zum ersten Mal angewendet werden.

 

 

6. März 2006: Mögliches FASB-Konvergenzprojekt zu größeren Instandhaltungen

 

Auf seiner am Mittwoch, den 8. März 2006 stattfindenden Sitzung wird der US-amerikanische FASB die Aufnahme eines Projekts zu größeren, geplanten Instandhaltungsmaßnahmen auf die Agenda debattieren. Gegenwärtig werden größere Wartungs- oder Instandsetzungsaufwendungen gemäß IAS 16 grundsätzlich als Teil der Anschaffungskosten bilanziert, während derartige Aufwendungen unter US-GAAP grundsätzlich aufwandswirksam erfasst werden.

 

 

5. März 2006: Nicht auf die IFRIC-Agenda aufgenommene Sachverhalte

 

Auf IAS Plus.com haben wir die mittlerweile mehr als 100 Sachverhalte umfassende Seite der nicht auf die IFRIC-Agenda aufgenommenen Themen um die auf der März-Sitzung von IFRIC getroffenen, endgültigen Entscheidungen aktualisiert:

 

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse - Ob ein mit flüssigen Mitteln zahlendes, neues Unternehmen als Erwerber identifiziert werden kann
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse - "Vorübergehende" gemeinsame Führung
IAS 17 Leasingverhältnisse - Grundstücks-Leasingverhältnisse bei denen das Eigentum nicht auf den Leasingnehmer übergeht
IAS 12 Ertragsteuern - Anwendungsbereich
IAS 18 Erträge - Abonnentenkosten in der Telekommunikationsbranche
IAS 27 Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS - Veröffentlichung des Einzelabschlusses vor dem Konzernabschluss

 

Dieser Service steht ihnen auch auf deutsch zur Verfügung. Für eine Aufstellung der nicht auf die IFRIC-Agenda genommenen Sachverhalte in deutscher Sprache klicken Sie bitte hier.

 

 

4. März 2006: Stellungnahme zu den IFRS durch führenden Vertreter von IOSCO

 

Michel Prada, der Vorsitzende des Fachausschusses der IOSCO, hielt eine Grundsatzrede (in englischer Sprache, 56 KB) bei einer Diskussionsrunde zur weltweiten Konvergenz in der Rechnungslegung, veranstaltet vom Financial Stability Forum in Paris am 16. Februar 2006. Prada sprach eine Vielzahl von Themen an, wie etwa Trends bei weltweiten Rechnungslegungs- und Prüfungsstandards, die Prozesse bei der Standardsetzung, die jüngsten Änderungen in der IASCF-Satzung, strukturelle Veränderungen innerhalb der IFAC, „Übernahme, Gleichwertigkeit, Harmonisierung und Konvergenz im Hinblick auf die IFRS“, die Wichtigkeit eines Satzes von IFRS für kleine und mittlere Unternehmen und die Notwendigkeit einer „Ruhepause bei der Standardsetzung“ („etwas Stabilität über die nächsten drei Jahre könnte sehr wohl nötig sein, um den Übergang tatsächlich abzuschließen und von den Stakeholdern verinnerlicht zu werden“). Hier ist ein Auszug:

 

Wir sollten daher mit Zufriedenheit feststellen, dass die IFRS heute in ungefähr 75 Rechtskreisen akzeptiert sind, wobei „akzeptiert“ entweder die verpflichtende oder erlaubte Anwendung meint. Diese absolute Zahl sagt jedoch im Hinblick auf die Finanzmärkte nicht allzu viel aus. Aussagekräftiger ist die folgende Betrachtung:

 

Von einer weltweiten Marktkapitalisierung mit zusammengenommen mehr als 36 Billionen US-Dollar zum Jahresende 2005 entfallen 11 Billionen US $ auf Märkte mit entweder verpflichtender oder erlaubter Anwendung der IFRS und 17 Billionen US $ auf Märkte, auf denen US-GAAP das anzuwendende Regelwerk darstellt. Als Teil des Restbetrags entfallen 4 Billionen US $ auf Märkte mit japanischen Rechnungslegungsstandards.
In Bezug auf die größten Unternehmen aus der „Fortune 500“-Liste erstellen 176 ihre Abschlüsse nach US-GAAP, 200 nach IFRS und 81 nach japanischen Rechnungslegungsstandards.

 

Diese Zahlen zeigen sowohl die guten, weltweit bereits erreichten Fortschritte durch die IFRS, als auch die strategische Bedeutung des Erzielens einer zufrieden stellenden Vereinbarung über die Anerkennung der IFRS in den USA und über die Konvergenz zwischen japanischen Rechnungslegungsstandards und den IFRS.

 

 

4. März 2006: Notizen vom zweiten Tag der Sitzung des IFRIC

 

Das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) trat am Donnerstag und Freitag, den 2. und 3. März 2006, in den Räumen des IASB in London zusammen. Wir haben die vorläufigen und inoffiziellen Mitschriften von Mitarbeitern von Deloitte auf einer Seite für Sie zusammengefasst.

 

 

3. März 2006: SEC und Europäische Kommission unterstützen das IASB-FASB Konvergenz-Vorhaben

 

Sowohl die US-amerikanische SEC als auch die Europäische Kommission haben eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie ihre deutliche Befürwortung für das aktualisierte Memorandum of Understanding (MoU) (in englischer Sprache, 68 KB) unterstreichen, welches gemeinsam vom US-amerikanischen FASB und vom IASB diese Woche herausgegeben wurde. Das MoU umreißt eine durch den FASB und den IASB beschlossene „Roadmap“ bezüglich weiterer Schritte hin zur Konvergenz zwischen den IFRS und den US-GAAP für die Zeit zwischen 2006 und 2008. Hier finden Sie die:

 

Presseerklärung der Europäischen Kommission (in englischer Sprache, 85 KB)
Presseerklärung der SEC (in englischer Sprache, 33 KB)

 

In der Presseerklärung der SEC heißt es:

 

In den vergangenen Wochen hat der SEC-Vorsitzende Christopher Cox öffentlich das Bekenntnis der Behörde zu einer „Roadmap“ für eine Beseitigung des Erfordernisses, dass ausländische private Emittenten ihre, nach den IFRS aufgestellten Abschlüsse auf das US-amerikanische System der „Generally Accepted Accounting Principles“ (GAAP) überleiten, bekräftigt. „Die SEC arbeitet unablässig auf das Ziel der Beseitigung des geltenden Erfordernisses zur Überleitung von IFRS auf US-GAAP hin“, wie er heute bekannt gab. „Zum Erreichen dieses Ziels sind Beiträge von vielen Beteiligten nötig, einschließlich der US-amerikanischen und internationalen Standardsetzer. Dieser wichtige Schritt von IASB und FASB wird dabei helfen, sicherzustellen, dass der Investorenschutz bei diesen Anstrengungen von oberster Wichtigkeit bleiben wird.“

 

Sie finden weitere Informationen zum MoU in unserem Newsbeitrag vom 27. Februar 2006.

 

 

3. März 2006: IASB und Japan setzen Gespräche über Konvergenz fort

 

Vertreter des japanischen Accounting Standards Board (ASBJ) und des IASB hielten ihre dritte gemeinsame Konvergenz-Sitzung am 1. und 2. März 2006 in Tokio ab. Das Ziel dieser anhaltenden Gespräche ist das Erreichen von Konvergenz zwischen den japanischen Rechnungslegungsstandards und den IFRS. Der IASB wurde von vier Mitgliedern des Boards, einschließlich des Vorsitzenden Sir David Tweedie, und weiteren Mitarbeitern vertreten. Der ASBJ wurde von vier Mitgliedern des Boards, einschließlich des Vorsitzenden Professor Shizuki Saito, und weiteren Mitarbeitern vertreten. Klicken Sie für:

 

Pressemitteilung des IASB (in englischer Sprache, 63 KB)
Pressemitteilung des ASBJ (in englischer Sprache, 60 KB)

 

 

3. März 2006: Deloitte-Orientierungshilfe zu den IFRS für Finanzinstrumente

 

Unsere britischen Kollegen (Deloitte & Touche LLP) haben iGAAP 2006 Finanzinstrumente: IAS 32, IAS 39 und IFRS 7 erklärt erstellt, welches von CCH veröffentlicht wurde. Diese Publikation ist die maßgebende Orientierungshilfe für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS. Die Ausgabe aus 2006 erweitert die Ausgabe aus dem vorhergehenden Jahr um 150 neue Seiten mit Interpretationen, Beispielen und Orientierungshilfen bezüglich der jüngsten Ergänzungen zu den Standards sowie um Vergleiche zwischen IFRS und US-GAAP im Hinblick auf Finanzinstrumente. iGAAP 2006 Finanzinstrumente: IAS 32, IAS 39 und IFRS 7 erklärt (496 Seiten, Februar 2006) kann über das Internet unter www.cch.co.uk, per Telefon unter 0044 (0) 870 777 2906 oder per Email unter customerservices@cch.co.uk erworben werden.

 

 

3. März 2006: Mehr als 500.000 E-Learning downloads über IASPlus.com

 

Im Laufe des vergangenen Monats wurde das 500.000. Deloitte IFRS E-Learning-Modul von IASPlus.com heruntergeladen. Die genaue Anzahl am 01. März 2006 lautete auf 501.230. Viele der heruntergeladenen Module werden von mehreren Nutzern verwendet, da Organisationen wie etwa Unternehmen oder Universitäten erlaubt ist, diese auf ihren eigenen Servern zur internen Benutzung durch ihre Mitarbeiter oder Studenten zu installieren. Darüber hinaus wurden hunderttausende weitere Module sowohl online als auch offline durch Mitarbeiter von Deloitte absolviert. Es besteht für Sie jederzeit ein kostenloser Zugriff auf IFRS E-Learning durch das Anklicken des Glühbirnen-Symbols auf der IASPlus.com Homepage. Inzwischen sind 35 Module verfügbar.

 

 

3. März 2006: Notizen vom ersten Tag der Sitzung des IFRIC

 

Das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) trat am Donnerstag und Freitag, den 2. und 3. März 2006, in den Räumen des IASB in London zusammen. Wir haben die vorläufigen und inoffiziellen Mitschriften von Mitarbeitern von Deloitte auf einer Seite für Sie zusammengefasst.

 

 

2. März 2006: IFRIC 9 – Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate

 

IFRIC hat die Interpretation IFRIC 9 Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate herausgegeben. Ein eingebettetes Derivat ist Bestandteil eines strukturierten (zusammengesetzten) Finanzinstrumentes, welches auch einen nicht-derivativen Trägervertrag enthält (ein Beispiel für ein eingebettetes Derivat ist eine Wandeloption, die Teil einer Wandelanleihe ist). Ein Teil der Cashflows des zusammengesetzten Finanzinstrumentes ist ähnlichen Schwankungen ausgesetzt wie ein freistehendes Derivat. IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung verlangt von einem Unternehmen, zu dem Zeitpunkt, zu dem es Vertragspartei wird, zu überprüfen, ob der Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, das dem Standard zufolge vom Trägervertrag abzuspalten und getrennt wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren ist. In IFRIC 9 wird der Frage nachgegangen, ob gemäß IAS 39 eine solche Beurteilung nur dann vorgenommen werden muss, wenn das Unternehmen Vertragspartei des strukturierten Vertrags wird oder während der gesamten Vertragslaufzeit. Gemäß IFRIC 9 muss eine Beurteilung dahingehend, ob ein eingebettetes Derivat vom Trägervertrag abzuspalten und getrennt wie ein Derivat zu bilanzieren ist, nur zu dem Zeitpunkt vorgenommen werden, zu dem das Unternehmen Vertragspartei wird. Eine erneute Beurteilung zu einem späteren Zeitpunkt ist verboten, es sei denn, es kommt zu Änderungen in den Vertragsbedingungen, welche die aus dem ursprünglichen Vertrag resultierenden Cashflows auf maßgebliche Art und Weise verändern. In diesem Fall ist eine erneute Beurteilung erforderlich. Bitte folgen Sie dem Link für mehr Informationen zu IFRIC 9. IFRIC 9 ist für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juni 2006 beginnen. Eine frühere Anwendung wird empfohlen. Bitte folgen Sie dem Link für die Pressemitteilung (in englischer Sprache, 60 KB).

Seitenanfang

 

   

Über IASPlus.de  |  § 6 Teledienstegesetz  |  Rechtliche Hinweise  |  Datenschutz  |  IASPlus.com

 

© Deloitte Touche Tohmatsu 2006