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IASB AGENDA PROJEKT

 
Konvergenzthemen - IFRS und US-GAAP: Ergebnis je Aktie

 

Chronologie

 

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Diskussion auf der IASB-Sitzung im November 2005

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Diskussion auf der IASB-Sitzung im Juni 2006

 

Zeitplan

 

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Hintergrund

 

Der FASB betrachtet eine Änderung an der "Treasury Stock Method" zur Berechnung der Verwässerung des Ergebnis je Aktie. Der IASB befasst sich mit dem gleichen Sachverhalt.

 

 

Diskussion auf der IASB-Sitzung im November 2005

 

Der Board stimmte einer Empfehlung des Stabes zu, falls der FASB im Rahmen eines Standards auf die "Treasury-Stock-Methode" wechselt:

 

bullet IAS 33 in gleicher Weise zu ändern und die Einbeziehung von Optionen, Wandlungs- und vergleichbaren Rechten bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie im Rahmen der "Treasury-Stock-Methode" vorzuschreiben.
bullet Die so genannte "If-Converted-Methode" abzuschaffen und die Anwendung der geänderten "Treasury-Stock-Methode" bei der Einbeziehung von wandelbaren Instrumenten in die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie vorzuschreiben, d.h. die geänderte "Treasury-Stock-Methode" bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie auch auf wandelbare Instrumente anzuwenden.

 

Ein Board-Mitglied äußerte Bedenken, dass die "Treasury-Stock-Methode" nicht funktioniert, wenn die fraglichen Aktien von nicht vollständig im Besitz des Mutterunternehmens befindlichen Tochtergesellschaften gehalten werden und schlug vor, diese Problematik durch eine geringfügige Änderung von IAS 33.19 und .20 zu lösen. Andere Board-Mitglieder sagten übereinstimmend, es gebe keinen Grund sich dieser Problematik nicht zu widmen. Per Videokonferenz anwesende Stabsmitarbeiter des FASB sagten, dass wenn der IASB eine derartige Änderung im Rahmen seines Entwurfs vorschlüge, der FASB diese eventuell im Rahmen der erneuten Diskussion seines eigenen Standards erörtern werde.

 

Der Stab des FASB bezweifelten, dass die Abschaffung der "If-Converted-Methode" für wandelbare Eigenkapitalinstrumente sachgerecht sei. Die Board-Mitglieder erkannten diesbezüglich keinen konzeptionellen Unterschied zwischen Schuldtiteln und vorrangigen Eigenkapitaltiteln: Beide verbriefen einen vorrangigen Anspruch gegenüber dem Rest-Nettoreinvermögen der Gesellschaft. Der Standard wäre konzeptionell sauberer, wenn die "If-Converted-Methode" für sämtliche wandelbaren Instrumente abgeschafft würde.

 

Der Board beschloss, die Vorschläge mit einer Kommentierungsfrist von 90 Tagen zu veröffentlichen.

 

 

Diskussion auf der IASB-Sitzung im Juni 2006

 

Treasury Stock Method

 

Der Board entschied bei seinem Treffen im Januar 2006, dass die (geänderte) Treasury-Stock-Methode auch bei der Berechnung der Verwässerungseffekte auf das Ergebnis je Aktie für wandelbare Instrumente angewendet werden sollte. Das würde die für solche Instrumente eingesetzte „If-Converted-Methode“ ersetzen. Der Stab merkte an, dass die unterschiedliche Behandlung von wandelbaren Instrumenten zwischen den IFRS (Treasury-Stock-Methode) und den US-GAAP („If-Converted-Methode“) wesentliche Auswirkungen auf die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie hat. Bei Anwendung der Treasury-Stock-Methode wie in den Änderungen zu IAS 33 vorgeschlagen, würden die meisten wandelbaren Instrumente keine Verwässerung bewirken. Nach der „If-Converted-Methode“ sind solche Instrumente verwässert, deren Dividenden oder Zinsen geringer als das einfache Ergebnis je Aktie sind. Es gab im Stab Beunruhigung darüber, dass dieser Effekt sich auf die Konvergenz-Agenda auswirken könnte.

 

Die Mitglieder des Board stellten fest, dass das Ergebnis je Aktie nicht Bestandteil der Konvergenz-Agenda ist. Wichtiger ist jedoch, dass die Konvergenz-Agenda unterschiedliche Behandlungen dort zulässt, wo es schon bestehende Unterschiede der Standards gibt. Beispielsweise spaltet IFRS zusammengesetzte Finanzinstrumente auf, US-GAAP jedoch nicht. Die Mehrheit der Mitglieder des Boards erachteten es als wichtiger, den Standard zum Ergebnis je Aktie des IASB in Ordnung zu bringen, für den es eine überwiegende Mehrheit von Anwender gibt, als den wenigen US-amerikanischen nicht-börsennotierten Emittenten entgegenzukommen, welche unter IFRS und US-GAAP unterschiedliche Ergebnis je Aktie-Kennzahlen berichten könnten.

 

Der Stab erhielt vom Board Anweisungen zur Erstellung von Änderungen zu IAS 33 unter Verwendung der Treasury-Stock-Methode. Der Board einigte sich darauf, dass er bei der Ergebnis-je-Aktie-Berechnung zurzeit nicht auf die Behandlung von „Senior Securities“ eingeht. Es war für den Board wichtiger, IAS 33 dahin gehend zu ändern, dass er in sich konsistent ist, als in einer „Schnellreparatur“ zu versuchen, Konvergenz mit den US-GAAP zu erreichen.

 

 

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